DIN 5008 Norm: Gestaltungsregeln fĂŒr die Textverarbeitung
Gerade bei geschĂ€ftlicher Korrespondenz sind Fehler nicht nur unschön und wirken unprofessionell, sondern können auch schlimme Folgen nach sich ziehen. Rechtschreibung und damit auch die DIN 5008 ist in der professionellen Korrespondenz unheimlich wichtig, weswegen Sie die wichtigsten Regeln fĂŒr die neue DIN 5008 unbedingt kennen sollten!
Was ist die DIN 5008?
Die DIN 5008 gilt als zentrales Regelwerk fĂŒr die formale Gestaltung von SchriftstĂŒcken in Deutschland. Herausgeber ist das Deutsche Institut fĂŒr Normung (DIN), das die Richtlinie regelmĂ€Ăig im zustĂ€ndigen Normenausschuss ĂŒberarbeitet â insbesondere mit Blick auf verĂ€nderte Arbeitsprozesse wie die digitale Textverarbeitung.
Auch wenn die Anwendung der DIN 5008 gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, bietet sie verlĂ€ssliche Orientierung: Sie unterstĂŒtzt eine klare, lesbare und strukturierte Gestaltung von Schriftverkehr â im beruflichen wie auch im privaten Kontext â und trĂ€gt zur professionellen und rechtssicheren Kommunikation bei.
Was steht in der DIN 5008?
Die DIN 5008 beschĂ€ftigt sich hauptsĂ€chlich mit den formalen Regeln fĂŒr die Gestaltung verschiedener SchriftstĂŒcke. Die wichtigsten Empfehlungen betreffen die Normung von Briefen, zum Beispiel fĂŒr Bewerbungen oder geschĂ€ftlichen Anschreiben. Zudem regelt die DIN 5008 unter anderem die folgenden Elemente dieses Schriftverkehrs:
- Formatierung von Briefseiten nach DIN 5008 (z. B. Anlage der SeitenrĂ€nder und SchriftgröĂe)
- Gestaltung des Briefkopfs mit Anschriften, Betreffzeile und Datum
- Schreibweise wichtiger Angaben wie Bankverbindungen, GeldbetrÀge, Telefonnummern oder Uhrzeit
- Gestaltung von Anreden und GruĂformeln
Warum ist die DIN 5008 notwendig?
Wer regelmĂ€Ăig geschĂ€ftliche Korrespondenz zu erstellt, weiĂ: Eine klare und einheitliche Gestaltung vereinfacht den Arbeitsalltag deutlich. Um sich schnell in Briefen, E-Mails oder anderen Dokumenten zurechtzufinden, braucht es verbindliche Standards â genau diese liefert die DIN 5008.
Sie sorgt fĂŒr einen reibungslosen Ablauf bei der Erstellung und Bearbeitung von SchriftstĂŒcken und unterstĂŒtzt eine effiziente BĂŒroorganisation.
Mit der fortschreitenden Digitalisierung erfĂŒllt die Norm zudem eine weitere wichtige Aufgabe: Sie erleichtert die maschinelle Verarbeitung â etwa beim digitalen Erfassen von Rechnungen oder dem automatisierten Auslesen von Adressdaten.
FĂŒr wen ist die DIN 5008 relevant?
Die DIN 5008 richtet sich vor allem an Mitarbeitende im Sekretariat, in der Verwaltung sowie in Behörden, Ămtern und kaufmĂ€nnischen Berufen â also ĂŒberall dort, wo professionelle GeschĂ€ftskorrespondenz zum Arbeitsalltag gehört. Doch auch im privaten Schriftverkehr und bei offiziellen Dokumenten wie Bewerbungen, LebenslĂ€ufen oder KĂŒndigungen leisten die Gestaltungsregeln der Norm wertvolle UnterstĂŒtzung.
Die Norm definiert klare Vorgaben fĂŒr alle SchriftstĂŒcke, die im Rahmen der BĂŒrokommunikation entstehen. Dazu gehören unter anderem:
- GeschÀftsbriefe und Rechnungen
- Tabellen und Abbildungen
- E-Mails
- digitale PrÀsentationen
- Protokolle und Mitschriften
FĂŒr all diese Formate bietet die DIN 5008 einheitliche Regeln â von der Gestaltung des Adressfelds mit SchriftgröĂe und ZeilenabstandÂ ĂŒber die korrekte Anrede und AbkĂŒrzungen bis hin zur GruĂformel und Din 5008-normgerechten Schreibweise der Telefonnummer im FuĂbereich.
Achtung: Die DIN 5008 bezieht sich auf SchriftstĂŒcke im deutschen Sprachraum. FĂŒr die internationale Kommunikation â etwa bei englischen GeschĂ€ftsbriefen, â lassen sich viele Regeln zwar ĂŒbertragen, dennoch empfiehlt es sich, landesspezifische Gepflogenheiten zu beachten und das Layout entsprechend anzupassen.
GeschĂ€ftsbriefe nach DIN 5008Â
 Seit MĂ€rz 2020 haben sich einige Standards fĂŒr GeschĂ€ftsbriefe geĂ€ndert. Dies betrifft nicht nur die typografische Gestaltung des Briefs, sondern auch die Anordnung des Feldes fĂŒr die Anschrift und die Angabe weiterer wichtiger Daten. Zudem sollte nun auch die Anrede in einer gendergerechten Formulierung verfasst sein. Weitere Infos dazu erfahren erfahren Sie zu unserem Artikel zum Thema GeschĂ€ftsbriefe nach DIN 5008!
Der Informationsblock nach DIN 5008
Das Regelwerk empfiehlt eindeutig die Verwendung eines Informationsblocks, um die notwendigen Informationen ĂŒbersichtlicher zu prĂ€sentieren. Dabei wird die folgende Reihenfolge als Standard empfohlen:

Beim Informationsblock darf vom Standard abgewichen werden: Leitwörter lassen sich anpassen, ergÀnzen oder weglassen. Die Angaben stehen nicht direkt dahinter, sondern mit mindestens einem Leerzeichen Abstand einheitlich an der Fluchtlinie des lÀngsten Leitworts.
Praxis-Tipp: Formatierungssymbole erkennen und die DIN 5008 umsetzen
AbschĂ€tzen war gestern! Absatzmarken und ausgeblendete Formatierungssymbole, beispielsweise Tab-Stopps, können Sie sich in Word ganz prĂ€zise anzeigen lassen.Â
So gehtâs:
- WĂ€hlen Sie im MenĂŒband den Reiter âStartâ
- Klicken Sie auf das Absatzsymbol ganz rechts
- Durch einen weiteren Klick auf dasselbe Symbol blenden Sie die Absatzmarken wieder aus

Briefgestaltung nach neuer DIN 5008 Norm
FĂŒr die geschĂ€ftliche Korrespondenz gelten unzĂ€hlige Regeln fĂŒr jeden erdenklichen Bereich, damit ein professionelles Schreiben gelingt. Das betrifft auch den Aufbau der Zeilenpositionen. Ein GeschĂ€ftsbrief ist formal nach einem genauen Schema aufgebaut. Es gibt zwei Varianten (Form A und Form B), wobei Form B gĂ€ngiger ist.
Formblatt A

Formblatt B

FĂŒr GeschĂ€ftsbriefe empfiehlt die DIN-Norm 5008 auch Standards fĂŒr die SeitenrĂ€nder, die Betreffzeile, Anrede, den Briefkopf sowie die Anschrift und dem Briefabschluss mit der GruĂformel (Signatur). FĂŒr die jeweiligen Formatierungen werden folgende Empfehlungen abgegeben:
SeitenrÀnder nach DIN 5008
Bei den SeitenrÀndern sollten diese Empfehlungen eingehalten werden:
- Zeilenabstand einfach (ohne Leerraum),
- Absatzabstand: 1 bis 1,5,
- Seitenrand links 2,5 Zentimeter,
- Seitenrand rechts 1,5 Zentimeter (darf aus optischen GrĂŒnden bis auf 2 Zentimeter ausgedehnt werden),
- der Abstand zwischen dem oberen Blattrand und der ersten Zeile betrÀgt 2 bis 4,5 Zentimeter,
- Abstand zwischen unterster Zeile und Blattrand betrÀgt zwei bis maximal 4 Zentimeter.
Anrede nach DIN 5008: Gender soll berĂŒcksichtigt werden
Die DIN 5008 macht keine genauen Vorgaben zur Anredeform, empfiehlt jedoch gendergerechte Sprache.
In der GeschĂ€ftskorrespondenz hat sich âSehr geehrter Herr/Frau [Name]â bewĂ€hrt. Alternativ sind Formulierungen wie âGuten Tag, Herr/Frau [Name],â möglich â insbesondere bei lĂ€ngerer GeschĂ€ftsbeziehung.
Gendergerechte Varianten umfassen:
- Doppelnennungen: âSehr geehrte Mitarbeiter, sehr geehrte Mitarbeiterinnenâ
- Genderzeichen: âSehr geehrte Teilnehmer_innenâ, âLiebe BĂŒrger*innenâ
- Neutrale Formen: âSehr geehrte Teilnehmendeâ, âLiebe BeschĂ€ftigteâ, âLiebes Teamâ
E-Mails nach DIN 5008
Die E-Mail gehört im geschĂ€ftlichen Bereich mittlerweile zu den Standard-KanĂ€len fĂŒr die Korrespondenz â und ist deshalb auch in der Norm ein wichtiges Thema. So gibt es mittlerweile verschiedene Vorgaben fĂŒr das Verfassen von E-Mails nach DIN 5008: Diese sind ĂŒblicherweise immer einzeilig verfasst â und zwar ohne Silbentrennung am Zeilenende. AbsĂ€tze mit je einer Leerzeile dienen dazu, den FlieĂtext ĂŒbersichtlicher zu gestalten und besser zu gliedern.
Signatur in E-Mails nach DIN 5008:
Bei der E-Mail-Signatur zĂ€hlt nicht nur das Design â sie ist auch aus rechtlichen GrĂŒnden Pflicht. Jede geschĂ€ftliche E-Mail muss daher Pflichtangaben wie HBR-Nummer, Registergericht, Rechtsform, Unternehmenssitz sowie den Namen des GeschĂ€ftsfĂŒhrers oder Aufsichtsratsvorsitzenden enthalten.
Laut DIN 5008 sollten auch private E-Mails oder Bewerbungen eine Signatur mit postalischer Anschrift und Telefonnummer enthalten. Zudem gilt: Auch die E-Mail-Adresse des Absenders gehört verpflichtend dazu.

Bei geschĂ€ftlichen E-Mails auĂerdem: HBR-Nummer, zustĂ€ndiges Registergericht, Rechtsform und Sitz des Unternehmens, Name des GeschĂ€ftsfĂŒhrers oder Aufsichtsratsvorsitzenden

Hinweise zur Textverarbeitung in E-Mails
Neben den Vorgaben zur Gestaltung der E-Mail Signatur enthĂ€lt die DIN 5008 auch Hinweise zur Verwendung gĂ€ngiger Sonderzeichen im digitalen Schriftverkehr. Emojis, wie sie in E-Mails oder Chats ĂŒblich sind, gelten nun als zulĂ€ssig â vorausgesetzt, sie passen zum Kontext.
Zahlen und Daten richtig angeben: Zahlengliederungen nach neuer DIN 5008
IBAN, Datum, Postleitzahl: So geben Sie Zahlen richtig an.
Datum
Unter anderem favorisiert die DIN 5008 die Schreibweise des Datum Jahr-Monat-Tag:
2025-03-01 (fĂŒr den 1. MĂ€rz 2025)
Zudem sollte laut DIN-Norm die Jahreszahl immer vierstellige geschrieben werden. Erlaubt sind â bei nationalem Briefverkehr â jedoch auch die folgenden Schreibweisen:
01.03.2025 (vorausgesetzt, dass keine MissverstÀndnisse entstehen)
1. MĂ€rz 2025 (keine Null bei einstelligen Angaben des Tags)
Bei Schreiben innerhalb Deutschlands darf also das Datum in der Reihenfolge Tag/Monat/Jahr geschrieben werden, obwohl die Empfehlung die absteigende Form bevorzugt.
IBAN
Die Internationalen Bankleitzahlen, kurz IBAN, unterscheiden sich in der LĂ€nge je nach Land und werden von links nach rechts in Vierergruppen gegliedert:
IBAN Deutschland: DE60 2345 9876 6754 1223 44
IBAN DĂ€nemark: DK66 7112 2312 6597 33
Postleitzahl
WĂ€hrend die Postleitzahl nicht gegliedert wird, werden Postfachnummern zweistellig von rechts unterteilt:
Postfach 1 57 66
WĂ€hrungsbezeichnungen
Bei WÀhrungsbezeichnungen gibt es laut DIN-Norm mehrere Möglichkeiten:
EUR 150
150 EUR
150 âŹ
⏠150,00
Wird der Betrag jedoch innerhalb eines Satzes genannt, muss er folgendermaĂen geschrieben werden:
âBitte ĂŒberweisen Sie den Betrag von 150 EUR bis zum 01.03.2020.â
Telefonnummern
Vorwahl und Durchwahl mĂŒssen klar voneinander getrennt sein:
0234 123456
Sonderrufnummern/Handynummern
GebĂŒhrenpflichtige Sonderrufnummern und Handynummern werden ebenfalls optisch geteilt:
0800 123456
0172 123456
Faxnummern
Damit eine Faxnummer als solche zu erkennen ist, muss vor der Nummer der Hinweis âFaxâ stehen.
Uhrzeit
Laut DIN 5008 gilt bei Uhrzeiten in GeschÀftsbriefen, Stunden, Minuten und Sekunden stets mit zwei Zahlen zu beschreiben:
15:45 Uhr oder 14:19:30 Uhr
Gestaltungsvorgaben fĂŒr bessere Lesbarkeit nach DIN 5008
Auch die professionelle Gliederung lÀngerer Texte folgt den Empfehlungen der DIN 5008 Norm. Zur Gliederung gehören:
- AbsÀtze,
- AufzÀhlungen,
- Abschnitte,
- Ăberschriften,
- FuĂnoten,
- Schriftart und SchriftgröĂe,
- Hervorhebungen (durch Fettschrift, Unterstreichen, GroĂbuchstaben, farbige Schrift, etc.),
- EinrĂŒckungen,
- Zeilenabstand,
- ZeilenabstÀnde mit damit verbundenen Leerzeichen.
Die Gliederung des Textes dient maĂgeblich der besseren Lesbarkeit und gibt dem Dokument Struktur. Damit wird es einfacher, die Informationen schnell zu finden und zu verstehen. Mit der Gliederung des FlieĂtextes wird das Dokument in logische Sinnabschnitte eingeteilt.
Abschnitte oder AbschnittsĂŒberschriften zum Beispiel werden durch eine Leerzeile vom Text abgetrennt und am Ende nicht mit einem Punkt versehen. Die DIN-Normungen helfen auĂerdem, auch Abschnitte mit einem Leerzeichen vom Text abzugrenzen â sowohl vom nachfolgenden als auch vom vorhergehenden Text.
FuĂnoten, AufzĂ€hlungen, Ăberschriften: Die Vorgaben der DIN 5008
- Auch FuĂnoten gehören zu den Gliederungselementen eines Textes. Sie werden durchnummeriert als hochgestellte Zahlen angezeigt. Die FuĂnote selbst steht am Ende, am âFuĂâ der jeweiligen Seite und muss durch mindestens ein Leerzeichen optisch vom Text abgegrenzt werden.
- Bei der AufzĂ€hlung wird folgendermaĂen verfahren: Vor und nach jeder AufzĂ€hlung wird eine Leerzeile gesetzt.
- FĂŒr geschĂ€ftliche SchriftstĂŒcke sieht die DIN 5008 einen einzeiligen Zeilenabstand vor. Bei anderen Dokumenten kann der Abstand vergröĂert werden (1,5-zeilig, 2-zeilig), weil sich lĂ€ngere Texte (zum Beispiel in Protokollen) sonst schwer lesen lassen. AufzĂ€hlungsmöglichkeiten finden sich in allen Textverarbeitungsprogrammen (Bullet-Points etc.).
- Bei Ăberschriften, aber auch Kopfzeilen kann die SchriftgröĂe verĂ€ndert werden, um sich deutlich vom Text abzuheben. Dabei werden die Ăberschriften/Kopfzeilen durch einheitliche AbstĂ€nde vom eigentlichen Text getrennt.
- EinrĂŒckungen sind im Grunde Hervorhebungen und dienen dazu, wichtige Textpassagen visuell zu markieren. Sie werden mit je einer Leerzeile vor und nach dem eingerĂŒckten Textabschnitt abgesetzt. Die DIN 5008 empfiehlt, die EinrĂŒckungen 2,5 Zentimeter vom linken Blattrand zu positionieren, enden sollten EinrĂŒckungen mindestens einen Zentimeter vor dem rechten Blattrand.
Schriftart und SchriftgröĂe
WĂ€hlem Sie fĂŒr E-Mails seriöse und gut lesbare Schriftarten wie Arial oder Times New Roman. Die SchriftgröĂe sollte in der Regel bei 11 oder 12 Punkt liegen, um eine angenehme Lesbarkeit zu gewĂ€hrleisten. Vermeide es, zu viele verschiedene Schriftarten zu verwenden, um das Layout ĂŒbersichtlich zu halten.
Hervorhebungen laut DIN 5008 Norm
Mit Hervorhebungen können Abschnitte eines Textes oder auch nur einzelne Wörter betont werden. FĂŒr Hervorhebungen gibt es folgende Möglichkeiten (auch in Kombination):
- EinrĂŒcken,
- Zentrieren,
- Unterstreichen,Â
- Fettschrift,
- Kursivschrift,
- AnfĂŒhrungszeichen,
- GroĂbuchstaben,
- Wechsel der Schriftart und SchriftgröĂe.
Laut der neuen DIN 5008 Norm sollten zudem Unterstreichungen ausschlieĂlich fĂŒr Webseiten und E-Mail-Adressen verwendet werden, Satzzeichen innerhalb einer Hervorhebung eingeschlossen werden und Satzzeichen am Ende einer Hervorhebung sollen nur dann einbezogen werden, wenn sie inhaltlich zur Hervorhebung gehören.
Weiterhin dĂŒrfen geschĂŒtzte Leerzeichen nicht getrennt werden:
- DINÂ 5008Â â Hier steht ein geschĂŒtztes Leerzeichen zwischen âDINâ und â5008â, sodass diese zusammenbleiben.
- 10 km â Das geschĂŒtzte Leerzeichen zwischen â10â und âkmâ verhindert, dass sie in zwei verschiedenen Zeilen stehen.
- Prof. Dr. MĂŒller â Das geschĂŒtzte Leerzeichen zwischen âProf.â, âDr.â und âMĂŒllerâ stellt sicher, dass der Titel und der Name zusammenbleiben.
Schreib- und Gestaltungsregeln bei Rechenzeichen
Bei der Darstellung von Rechenzeichen in Dokumenten gibt die DIN-Norm eine klare Vorgabe, wie zum Beispiel Additions- und Subtraktionszeichen in GeschÀftsbriefen verwendet werden:
10 + 7; 5 + 3; 1267 + 432
345 â 341; 876 â 23; 345 â 98
Zwischen den Additions- und Subtraktionszeichen wird je ein Leerzeichen gesetzt. Werden diese jedoch als Vorzeichen verwendet, entfÀllt das Leerzeichen:
+20 °C
100 â 110 = -10
Das Multiplikationszeichen nach DIN 5008 darf durch ein kleines x oder einen Punkt dargestellt werden:
4 x 5
5 â 4
Auch hier gilt: Je ein Leerzeichen zwischen den Rechenzeichen und den Zahlen. Bei der Division hingegen gibt es laut DIN-Norm es nur eine Möglichkeit â den Doppelpunkt:
20 : 4
2.000.000 : 12
Das Gleichheitszeichen wird durch einen Doppelstrich dargestellt:
10 + 10 = 20 (mit je einem Leerzeichen)
DIN-Norm gilt auch fĂŒr Satzzeichen
Die korrekte Verwendung von Satzzeichen schafft im Text nicht nur Ăberblick, sondern zeugt auch von der ProfessionalitĂ€t des Verfassers. Fehler passieren hier besonders hĂ€ufig und machen nicht nur einen negativen Eindruck, sondern sorgen auch fĂŒr eine Störung des Leseflusses.
Unter diesen Zeichen versteht man:
- Punkte,
- Kommas,
- Doppelpunkte,
- Gedankenstriche,
- Frage- und Ausrufezeichen,
- Apostrophe,
- Auslassungs- und AnfĂŒhrungszeichen,
- Klammern.
Praxis-Tipp: EinrĂŒckungen verĂ€ndern
Sie mĂŒssen nicht mit den Voreinstellungen von Microsoft Word leben, sondern können den EinrĂŒckungsabstand manuell verĂ€ndern.Â
Gehen Sie dafĂŒr wie folgt vor:
- Markieren Sie alle AufzĂ€hlungspunkte, die eingerĂŒckt sind
- Klicken Sie im Lineal auf die das Einzug-Symbol und verschieben Sie diesen nach Ihren Vorstellungen

So legen Sie den eingerĂŒckten Abstand fĂŒr alle AufzĂ€hlungen im Dokument vor:
- WĂ€hlen Sie im MenĂŒband den Reiter âStartâ und klicken Sie auf âAbsatzeinstellungenâ

- Es öffnet sich das Dialogfeld âAbsatzâ. Durch Klick auf die Pfeile können Sie den Abstand beim Einzug manuell festlegen.
- Durch einen Klick auf âOkâ legen Sie die Ănderung fĂŒr das gesamte Dokument fest und können auch hier die Standards der DIN 5008 umsetzen.

GemÀà DIN 5008 gelten zum Beispiel folgende Regeln:

Nach der jĂŒngsten Reform hat die Bezeichnung âMittestrichâ ausgedient. Verwendet werden seit MĂ€rz 2020 die Begriffe âKurzstrichâ (als Bindestrich und ErgĂ€nzungsstrich) und âLangstrichâ (âHalbgeviertstrichâ fĂŒr die Wörter âbisâ, âgegenâ und Streckenangaben).
Vorgaben fĂŒr Schriftzeichen laut neuer DIN 5008 Norm
FĂŒr Schriftzeichen gelten folgende Regeln:

Tabellen nach DIN 5008
Eine Tabelle ist eine spezielle Art der Darstellung, in der Informationen und Daten ĂŒbersichtlich in Spalten und Zeilen angeordnet werden. Das Regelwerk sieht fĂŒr diese Form der Informationsweitergabe zunĂ€chst drei Bestandteile vor:
- Ăberschrift (die manchmal entfallen kann oder in den Tabellenkopf integriert wird),
- Vorspalte,
- Tabellenkopf.
Formal geht die Tabelle nicht ĂŒber die SeitenrĂ€nder hinaus. Sollte eine Tabelle mehrere Seiten fĂŒllen, muss auf jeder Seite eine Kopfzeile verwendet werden. Die Tabelle wird auĂerdem mit mindestens einer Leerzeile von Rest des Textes sowohl oben als auch unten abgegrenzt.
Die Kopfzeile enthĂ€lt die Bezeichnungen fĂŒr alle Spalten. Manchmal ist auch eine Kopfbezeichnung notwendig.
In der Vorspalte werden alle Zeilenbezeichnungen und â wenn nötig â Vorspaltenbezeichnungen integriert. Der Tabellenkopf kann durch waagerechte und senkrechte Linien weiter unterteilt werden. Diese Trennlinien eignen sich auch dazu, die Tabelle weiter zu unterteilen.
Auf gleichmĂ€Ăige AbstĂ€nde achten
Laut DIN 5008 sollten statt waagerechter Linien, die einer besseren Lesbarkeit dienen sollen, Schattierungen oder farbliche Gestaltungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Die Beschriftung der Spalten wird zentriert (bei der Vorspalte linksbĂŒndig).
Bei der Beschriftung der Felder gilt:
- Abstand von mindestens 1 Millimeter von der senkrechten Trennlinie.
- GleichmĂ€Ăiger Abstand zwischen der Begrenzung der Felder und dem Text oben und unten.
- Bei Textinhalten linksbĂŒndig ausrichten, bei Zahlen rechtsbĂŒndig.
- Dezimalzahlen werden am Komma ausgerichtet.
Formulare, Vordrucke, Checklisten
Als Grundlage eignet sich die Tabellenform zusĂ€tzlich fĂŒr viele Arten von Formularen, fĂŒr Checklisten und Protokolle. Auch hier hĂ€lt die neue DIN 5008 Empfehlungen parat, die den BĂŒroalltag erleichtern sollen und dafĂŒr sorgen, dass alle Informationen schnell und ĂŒbersichtlich zu finden sind. Die ordnenden Eigenschaften dieser Dokumentenform gewĂ€hrleisten, Informationen chronologisch und einheitlich aufbereiten zu können.
Funktionen festlegen
Vor der Erstellung von Checklisten und Formularen sollten zunÀchst die Funktionen festgelegt werden:
- Welche Felder brauche ich?
- Muss auf rechnende Funktionen, z. B. in einer Exceltabelle geachtet werden?
Vergessen werden sollten auch nicht der Name des Unternehmens oder der Behörde sowie die Ăberschrift. Zu achten ist auĂerdem auf VollstĂ€ndigkeit und VerstĂ€ndlichkeit. Der Leittext steht dabei in der Regel ĂŒber dem Schreibtext oder links davon. Die LĂ€nge der jeweiligen Felder richtet sich dabei nach dem lĂ€ngsten aller Wörter in der Tabelle. Auf AbkĂŒrzungen soll laut DIN 5008 dabei verzichtet werden.