Motivationsspiele: Die etwas andere Art der Motivations-steigerung
Von WertschÀtzung bis Fairness: Motivation am Arbeitsplatz
Motivierte Kollegen, die ihre Aufgaben mit Freude bewÀltigen und dabei auch noch eine positive Stimmung verbreiten. Das ist wohl der Wunsch der meisten ArbeitstÀtigen.
Doch wovon hĂ€ngt die Motivation ĂŒberhaupt ab?
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Immer wichtiger wird auĂerdem auch eine ausgewogene Work-Life-Balance. Darunter versteht man das in Einklang Bringen von Arbeits- und Privatleben.
Das Reduzieren von Stress, beispielsweise durch flexiblere Arbeitszeiten, kann hierzu einen groĂen Beitrag leisten.
Doch neben diesen eher grundlegenden Dingen können auch Spiel und SpaĂ dazu beitragen, die Motivation anzuheben. Die oben genannten Punkte legen den Grundstein fĂŒr ein Arbeitsumfeld, in welchem alle gerne arbeiten.
Geht es allerdings darum, die Motivation bestimmter Kollegen zu einem ausgewÀhlten Zeitpunkt zu steigern, kann ein Motivationsspiel Wunder bewirken. Richtig eingesetzt, zeigt das nicht nur kurzfristigen Erfolg, sondern erhöht die Arbeitsmotivation dauerhaft.
Motivation und SpaĂ: Ein Motivationsspiel als ProduktivitĂ€ts-Booster
Warum es sinnvoll ist, hin und wieder ein Motivationsspiel in den Arbeitsalltag einzubauen, machen die weitreichenden Folgen einer niedrigen Arbeitsmotivation deutlich. Fehlender Antrieb fĂ€rbt schnell auf die Kollegen ab. Somit kann eine demotivierte Person dazu beitragen, dass die positive Stimmung in einem Unternehmen generell abnimmt. Das bedeutet nicht nur weniger SpaĂ fĂŒr alle Beteiligten, sondern kann auch zu einer Abnahme der erbrachten Leistung fĂŒhren.
Ein Motivationsspiel bietet ein Ventil an, aus dem Frust und Langeweile entweichen können. Der Arbeitsblues verwandelt sich in Lachen und SpaĂ. Vor allem die Interaktion der Belegschaft erfĂ€hrt durch die gemeinsame Aufgabe eine StĂ€rkung. Dadurch können sogar neue Freundschaften entstehen. Und wer schon am Morgen von einem Freund im BĂŒro begrĂŒĂt wird, schreitet motivierter zur Tat. Auch steigt die Arbeitszufriedenheit.
AuĂerdem hat ein Motivationsspiel das Potenzial, die Gesundheit zu fördern. Meist ist solch eine Aufgabe mit körperlicher AktivitĂ€t verbunden. So können manche Spiele sogar eine kleine Sporteinheit ersetzen. Man bringt den Kreislauf in Schwung und baut Stress ab. Von der zusĂ€tzlichen Bewegung haben wirklich alle Beteiligten etwas.
Vorbereitung: Ein Motivationsspiel in den Arbeitsalltag integrieren
Bevor die Gruppe losspielt, gilt es, einige Vorbereitungen zu treffen. Wichtig ist es, dass eine Person bereit dazu ist, der Spielleiter zu sein. Dieser erklĂ€rt nicht nur die Regeln, sondern sorgt auch dafĂŒr, dass benötigte Materialien zur VerfĂŒgung stehen. AuĂerdem ist es seine Aufgabe, die konkrete Umsetzung mit der FĂŒhrungsetage zu besprechen.
Sind diese Fragen geklĂ€rt, gibt es bei der Umsetzung keine unangenehmen Ăberraschungen. Der Spielleiter sollte mit allen Teilnehmern ĂŒber die Ergebnisse des GesprĂ€chs sprechen. So sind die wichtigsten Regeln allen schon vor Spielbeginn bekannt.
Energizer und Co.: Verschiedene Arten von Motivationsspielen
Ein Motivationsspiel ist nicht gleich ein Motivationsspiel. Zwar streben alle Spiele eine Steigerung des Wohlbefindens an. Sie tun dies aber auf unterschiedliche Art und Weise. Welche Ăbung sich am besten in den Arbeitsalltag einbauen lĂ€sst, sollte jeder Betrieb fĂŒr sich entscheiden.
1. Teambuilding: Zusammen sind wir stark
Die erste Spielart dient dazu, die Beziehung der Mitspieler untereinander zu stĂ€rken. Das kann dazu fĂŒhren, dass sich das Teamwork und die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens verbessern. Eine klare Kommunikation kann das Entstehen von MissverstĂ€ndnissen vorbeugen. Daraus resultiert ein positives Arbeitsklima, in welchem die Mitarbeiter motiviert zur Arbeit schreiten.
Der Gordische Knoten
Diese Ăbung erfordert mindestens acht Mitspieler. Diese stellen sich nun im Kreis auf und strecken die rechte Hand in den Kreis hinein. Nun greift jeder eine beliebige Hand aus der Gruppe. Dasselbe Vorgehen wiederholen die Teammitglieder fĂŒr die linke Hand. Auf diese Art und Weise entsteht ein Knoten aus Armen, den es nun wieder zu entwirren gilt.
Wichtig ist dabei natĂŒrlich, dass die Spieler die HĂ€nde der Partner nicht loslassen. Es gilt also, miteinander zu kommunizieren und gemeinsam nach einer Lösung fĂŒr das gestellte Problem zu suchen. Am Ende sollten sich alle Mitspieler wieder in einem Kreis befinden und dabei die Personen neben sich stehen haben, deren HĂ€nde sie zuvor gegriffen haben.
Der Eierfall
Eine Gruppe besteht in diesem Spiel aus drei bis fĂŒnf Teilnehmern. Nun erhĂ€lt jede Gruppe ein rohes Ei und die Anweisung, dieses fallsicher zu verpacken. DafĂŒr sollte der Spielleiter 15 bis 30 Minuten Zeit einplanen. Um das Ei fĂŒr den Sturz zu prĂ€parieren, dĂŒrfen die Teammitglieder sĂ€mtliche BĂŒromaterialien einsetzten.
HierfĂŒr eignen sich neben Klebeband und Zeitungen beispielsweise Strohhalme und Radiergummis. Das Team muss gemeinsam entscheiden, welches Material einen guten Schutz fĂŒr das Ei darstellt. Ist die Zeit abgelaufen, gilt es, den Eipuffer auf seine QualitĂ€t zu prĂŒfen. Hierzu lĂ€sst der Spielleiter die Eier aus dem ersten oder zweiten Stock fallen und schaut anschlieĂend nach, welche Eier intakt geblieben sind.
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2. Energizer: Energiekick fĂŒr zwischendurch
Ein Motivationsspiel, dass einen Energiekick durch eine körperliche Aktivierung hervorruft, heiĂt Energizer. Diese lassen sich besonders gut in den BĂŒroalltag integrieren, da sie meist nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch auch schon diese kurzen Pausen können der Belegschaft dabei helfen, den Kopf freizubekommen und die Motivation fĂŒr anfallende Aufgaben zu steigern.
Mond und Satellit
Der Sinn dieses Spiel ist es, das Team in Bewegung zu versetzen. Auch hier stehen die Spieler zu Beginn im Kreis. Nun erteilt der Spielleiter die Anweisung, dass sich jeder einen âMondâ suchen soll. Hierbei handelt es sich um eine beliebige Person, deren Namen man sich merken sollte.
Nach Spielstart ist es nun das Ziel, den eigenen âMondâ als âSatellitâ dreimal zu umkreisen. Nun kommt der SpaĂ ins Spiel: Da jeder âMondâ selbst ein âSatellitâ ist, der wiederum einen anderen âMondâ umkreisen muss, entsteht ein buntes Durcheinander. Schnelligkeit und Geschick sind gefragt, um das Umrunden als erstes zu meistern.
Die Klatsch-Jagd
Auch bei diesem Spiel sollte sich die Gruppe in einen Kreis aufstellen. Die Regeln sind bei der Klatsch-Jagd sehr einfach. Daher bietet sich das Spiel perfekt fĂŒr kurze Pausen an. Das Grundprinzip besteht darin, dass die Spieler ihre HĂ€nde nach links und rechts ausstrecken, wobei die HandflĂ€che nach oben zeigen sollte.
Nun beginnt der Spielleiter die Hand seines Nachbarn abzuklatschen. Dieser muss das Klatschen nun wiederum an seinen Nachbarn weitergeben. Spannend wird es nun, wenn der Spielleiter ein zweites Klatschen losschickt, welches das erste Klatschen verfolgt. Als weitere Variation kann ein Doppelklatschen als Zeichen fĂŒr einen Richtungswechsel eingefĂŒhrt werden. Dieses Spiel fördert die Konzentration und die Reaktionsschnelligkeit der Teilnehmer. Zudem sorgt es fĂŒr jede Menge SpaĂ.
3. Kreative Aufgaben: Die Fantasie entfalten
Die letzte Variation der Motivationsspiele zielt vor allem darauf ab, die KreativitĂ€t zu fördern. Der kreative Prozess kann eine Abwechslung zum BĂŒroalltag darstellen und somit die Motivation der Mitspieler steigern. Ein besonders kreativer Spielleiter kann sich selbstverstĂ€ndlich auch selbst ein Spiel ausdenken. Inspirationen bieten dabei zum Beispiel folgende Spiele:
Faule Ausrede
Bei diesem Spiel geht es darum, die Fantasie der Spieler anzuregen und Spaà in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Spieler haben die Aufgabe, sich unterschiedliche Ausreden einfallen zu lassen, warum sie nicht zur Arbeit kommen können. Das Ziel ist es dabei, Ausreden in alphabetischer Reihenfolge zu nennen.
Der erste Spieler sagt also âIch konnte gestern nicht zur Arbeit kommen, weil ich unter Atemnot gelitten habeâ. Der zweite Spieler könnte dann zum Beispiel Bauchschmerzen als Grund nennen. Doch auch kreativere Ausreden sind gerne gesehen und sorgen sicherlich fĂŒr den einen oder anderen Lacher in der Runde.
Oh Ja!
Das Spiel Oh Ja! lĂ€sst sich sowohl gezielt in Pausen umsetzen als auch in den Arbeitsalltag integrieren. Bei diesem interaktiven Spiel geht es darum, dass eine Person eine bestimmte Handlung vorgibt, die dann alle anderen nachmachen. So sagt der erste Spieler beispielsweise âWir springen jetzt alle von unserem BĂŒrostuhl auf und machen fĂŒnf HampelmĂ€nner!â
Die restlichen Teammitglieder mĂŒssen mit âOh Ja!â antworten und besagte Handlung ausfĂŒhren. Dabei sind der KreativitĂ€t keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist alles, was die ArbeitsatmosphĂ€re auflockert. Das Spiel endet, wenn der Spielleiter sagt âWir arbeiten jetzt alle weiter.â
Abschalten fĂŒr zwischendurch: Motivationsspiele
Die Beispiele haben gezeigt, welche breit gefĂ€cherten Varianzen in Bezug auf Motivationsspiele existieren. Von kreativen Ausreden ĂŒber entknoten bis hin zum schnellen Durcheinander â zahlreiche Spiele bringen Schwung in den Arbeitsalltag.
Trotz der unterschiedlichen AusprĂ€gungen haben alle Spiele zur Motivationssteigerung eine Sache gemein. Sie lockern den Arbeitsalltag auf, bieten ein Ventil fĂŒr Stress â und sorgen schlicht und ergreifend fĂŒr SpaĂ im BĂŒro. Eine Sache, die einen wesentlichen Beitrag zum Arbeitsklima leistet.