Eine Hand hält eine Glaskugel am Strand, in der sich der Himmel und das Meer auf dem Kopf stehend spiegeln.

Zuversicht trainieren: So bleiben Sie auch in unsicheren Zeiten stark

© Friedbert/AdobeStock
Manchmal wünschen wir uns angesichts von Krisen und Unsicherheit einen Blick in die Glaskugel. Was kann uns helfen, wenn wir nicht wissen, was als Nächstes kommt? Gerade im Assistenzberuf ist Zuversicht eine hilfreiche Haltung – und sie ist trainierbar.
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Wer im Arbeitsalltag viele Fäden gleichzeitig zusammenhält, kennt das Gefühl, immer auf das reagieren zu müssen, was als Nächstes aufploppt – wie angenehm oder unangenehm auch immer. Zuversicht ist die Fähigkeit, mit realistisch-positiver Grundhaltung auf das zu schauen, was kommt. Dabei geht es nicht darum, Schwierigkeiten auszublenden oder sich einzureden, dass immer irgendwie alles gut werden wird. Mit Zuversicht können wir auch in unsicheren Situationen handlungsfähig bleiben und darauf vertrauen, dass sich Wege und Lösungen finden lassen.

Was uns dabei unterstützt, kann unterschiedlich sein: die persönlichen Ressourcen stärken; Werte und Sinn in der Arbeit erleben; den eigenen Gestaltungsspielraum erkennen und erweitern; bewusst innehalten und leise werden; neue Perspektiven gewinnen und natürlich sich mit anderen austauschen und unterstützende Netzwerke bilden.

Dankbarkeit für kleine Dinge kultivieren

Genau diese verschiedenen Facetten waren Teil einer Reise für Assistenzkräfte im Atlantic Hotel Landgut Horn Ende August in Bremen. „Ich bin generell ein optimistischer Mensch“, sagt Katharina Burk, die den Fam-Trip (kurz für Familiarization Trip) organisierte. Die Verkaufsleiterin Corporate Mice bei der Atlantic Gruppe ist für die alltäglichen Dinge dankbar: morgens gesund aufzuwachen zum Beispiel oder die Natur, die sie an ihrem Wohnort in Mittel-Hessen umgibt.

Als Fundament ihrer Zuversicht benennt sie ihren christlichen Glauben, ihre Familie und ihren Garten. „Ich warte darauf, dass in ein paar Monaten etwas gewachsen ist und finde, etwas zu säen und zu ernten, macht total zuversichtlich“, erzählt Katharina Burk.

Im Einklang mit den Werten arbeiten

Passend zu ihrer positiven Einstellung ist Optimismus auch in den fünf Unternehmenswerten der Atlantic Gruppe verankert – neben Qualität, Respekt, Glaubwürdigkeit und Loyalität. In ihrem Berufsleben blickt Katharina Burk mit Zuversicht auf das gesunde unternehmerische Wachstum ihres Arbeitgebers, der sich mit neuen Hotels und Standorten nach und nach vergrößert. Bisher gibt es neben acht Häusern in Bremen und Bremerhaven Hotels auf Sylt, in Kiel, Lübeck, Wilhelmshaven, Münster, Essen, Heidelberg, im Schwarzwald, in München und in Lech am Arlberg (Österreich).

Gerade hat ein neues Haus in Frankfurt eröffnet, wo auch das Pre-Event zur Assistants’ World im Oktober stattfindet.

Mehr unter: https://www.atlantic-hotels.de/

Zufriedenheit im Job reflektieren

Assistenz-Mentorin Judith Ahrholdt, die auf der Reise einen Vortrag zu Jobcrafting hielt, bezeichnet sich selbst als Berufsoptimistin. Sie lud die neun teilnehmenden Assistenzkräfte aus ganz unterschiedlichen Branchen (z. B. IT, Facility Management, Pharma, Schifffahrt, Medien, Politik) zu einer Standortbestimmung im Hinblick auf ihre Zufriedenheit im Beruf ein. Mithilfe der Global Skills Matrix (GSM) der World Administrators Alliance (WAA) und den Leitfragen „Wo stehe ich?“ und „Wo will ich hin?“ lässt sich die eigene Position entlang von reaktivem und proaktivem Arbeiten bewerten.

Mehr unter: https://globalskillsmatrix.com/

Den Job proaktiv gestalten

Jobcrafting, also die Arbeit entlang der eigenen Bedürfnisse zu gestalten, kann eine Möglichkeit sein, um mehr Spielraum zu gewinnen. „Wo erlebe ich mich als reagierend – und wo kann ich selbst gestalten? Und möchte ich das überhaupt?“ können hilfreiche Fragen sein. Die Arbeit solle uns einerseits Spaß machen und anderseits Sinn ergeben, davon ist Judith Ahrholdt überzeugt.

Sie selbst hat eine Matrix entwickelt, nach der sich Aufgaben entlang der zwei Pole ‚Spaß‘ und ‚Sinn‘ sortieren lassen. Auch die Frage „Welche Aufgaben fehlen?“ ist eine wichtige. „Freude und Zufriedenheit habt ihr alle verdient und beides ist so wichtig für unsere Arbeit“, sagte die Jobcrafting-Expertin zum Abschluss ihrer Präsentation.

Mehr unter: https://judith-ahrholdt.de/

3 Fragen für mehr Zuversicht und Spielraum im Job

  1. Welche Aufgaben kann ich weglassen, neu gestalten, abgeben oder teilen?
  2. Wo habe ich mehr Einfluss, als ich bisher denke?
  3. Was würde meinen Arbeitsalltag sinnvoller und mich selbst zufriedener machen?

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.