Wie Sie Ihr Leben jetzt selbst in die Hand nehmen
Mit diesen 5 Strategien durchbrechen Sie Ihre gewohnten Denkmuster und können Schritt für Schritt mehr Resilienz aufbauen. © kieferpix - Adobe Stock

Wie Sie Ihr Leben jetzt selbst in die Hand nehmen

Resiliente Menschen haben gelernt, dass sie selbst es sind, die über ihr Wohlbefinden und ihr Schicksal bestimmen. Wir stellen Ihnen 7 Faktoren vor, die resiliente Menschen ausmachen, und zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt Widerstandsfähigkeit im Alltag üben.

Die Stärke eines Menschen, Lebenskrisen ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen, nennen wir Resilienz. Diese psychische Widerstandsfähigkeit ist jedoch nicht nur in Extremsituationen hilfreich, sondern auch, um mit Belastungen der Arbeitswelt in angemessener Weise umzugehen.

Hochresiliente Personen werden oft als selbstbewusst, gelassen, humorvoll, menschlich, zuversichtlich, zielorientiert, intelligent und selbstreflektiert beschrieben. Diese Merkmale entsprechen auch den sieben entscheidenden Faktoren der Resilienz, die die US-Forscherin Dr. Karen Reivich und der US-Forscher Dr. Andrew Shatté von der University of Pennsylvania in ihrem Buch „The resilience factor“ zum ersten Mal beschrieben haben. Doch was verbirgt sich hinter diesen einzelnen Faktoren genau?

1. EMOTIONSSTEUERUNG

Wenn Ihnen am Telefon der andere Gesprächsteilnehmer wütend ins Ohr brüllt und Sie sich darüber ärgern, aber nicht zurückschreien, steuern Sie Ihre Emotionen. Resiliente Menschen nehmen ihre Gefühle bewusster wahr als andere, erkennen sie und können sie (unbewusst) steuern. Ihre Leistungsfähigkeit wird dementsprechend nur wenig durch ihre Emotionen beeinträchtigt. Ihre Gefühle zu steuern, bedeutet aber nicht, dass Sie – egal was passiert – ein Dauerlächeln aufsetzen sollen. Angenommen, Sie befinden sich in Ihrem Beruf im Dauerstress, dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verändern etwas an Ihrer Arbeit, oder Sie lenken Ihre Emotionen in eine positive Richtung.

Mit diesen 5 Strategien durchbrechen Sie Ihre gewohnten Denkmuster und können Schritt für Schritt mehr Resilienz aufbauen.So steigern Sie Ihre Resilienz

1. Love it, change it or leave it. Es ist eine Frage der Haltung, des Bewertungssystems, des Mindset, wie gut Sie mit Situationen umgehen und wie glücklich beziehungsweise zufrieden Sie darin sind. Beispiel: Sie sind schon seit ein paar Wochen permanent unzufrieden und beschließen, dass es damit jetzt mal genug ist. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1. Sie können sich selbst (und Ihre Einstellung/Haltung) ändern oder Sie ändern die Situation, was auch bedeuten kann, dass Sie den unbefriedigenden Zustand beenden. Das macht das Leben doch wirklich einfacher, oder?

2. Verschwenden Sie Ihre Ressourcen nicht. Vergeuden Sie keine Kraft und Lebenszeit für Dinge, die Sie nicht ändern können. Wichtig: Gelassenheit hat nichts mit Gleichgültigkeit zu tun, denn Gleichgültigkeit ist ein Zustand, der uns dazu verleitet, die Opferrolle einzunehmen. Hochresiliente Menschen verfügen neben der Gelassenheit, die sie auszeichnet, über Ziele, Mut, Konsequenz und Disziplin, die sie aber in einer gelassenen Art und Weise angehen beziehungsweise anwenden.

3. Werden Sie sich Ihrer Emotionen bewusst – und lernen Sie, sie zu steuern. Im Zusammenhang mit der Resilienz stehen insbesondere die Emotionen im Fokus, die wir als unangenehm empfinden: zum Beispiel Angst, Ärger, Frustration, Schuld, Peinlichkeit, Scham, Enttäuschung und Traurigkeit. Diese Emotionen zu empfinden, bedeutet nicht, dass Sie nicht resilient sind. Worauf es ankommt, ist, dass Sie sich durch diese Emotionen nicht von Ihren Zielen abbringen lassen. Indem Sie sich der typischen Auslöser für Ihre belastenden Emotionen bewusst werden und sich Klarheit verschaffen, welche Haltung Sie in diesen Fällen sich selbst gegenüber einnehmen, können Sie einen Veränderungsprozess einleiten. Hinterfragen Sie Ihre Gefühle auch unter diesem Aspekt: Gibt es wirklich einen Grund, Angst zu haben? Muss Ihnen das wirklich peinlich sein? Ist Ihre Wut oder Verärgerung objektiv berechtigt?

4. Tappen Sie nicht in Ihre eigenen Denkfallen. Unsere Haltung zu uns selbst und zu dem, was uns umgibt, spiegelt sich in unseren Emotionen wider. Der Optimist wird auch in einer misslichen Lage zuversichtlich und handlungsbereit sein, während sich der Pessimist von seinen bedrückenden Emotionen in seiner Handlungsfähigkeit hemmen lässt. Nehmen Sie unangenehme Gefühle unter die Lupe und prüfen Sie, ob sie nicht vielleicht das Ergebnis einer solchen Denkfalle sind.

5. Schulen Sie Ihren Blick für das Schöne. Anstatt sich mit diesen negativen Denkmustern selbst das Leben schwer zu machen, sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit besser dahingehend schulen, die positiven Dinge wahrzunehmen. Denn aus diesen angenehmen Augenblicken und Situationen resultieren die positiven Gefühle, die Ihnen auf Ihrem Weg zum Ziel Kraft geben. Es liegt in Ihrem eigenen Ermessen und in Ihrer Hand, worauf Sie Ihr Hauptaugenmerk richten wollen: auf die Widrigkeiten und Hindernisse, die Ihnen auf Ihrem Weg zum Ziel vielleicht begegnen könnten, oder auf die Chancen und Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten.


2. IMPULSKONTROLLE

Menschen mit hoher Impulskontrolle haben eine klare Strategie, um ihre Ziele zu erreichen. Sie planen im Voraus und geben in der Regel seltener auf, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft. Sie bringen Dinge zu Ende und sind sehr zufrieden mit sich. Sie sind das, was wir im Allgemeinen mit diszipliniert beschreiben würden.

3. KAUSALANALYSE

Hochresiliente Menschen besitzen die Eigenschaft, die zutreffenden Gründe für ihren emotional negativen Zustand herauszufinden und die entsprechenden Gegenmaßnahmen einzuleiten. Sie sind bestrebt, Fehler nicht zu wiederholen und auch nicht zu früh aufzugeben – also ihre Ressourcen nicht zu verschwenden. Werden Sie von Ihrem neuen Chef nicht genug gelobt, können Sie bei der Analyse zum Beispiel zu der Erkenntnis kommen, dass Sie zu sehr von Außenreferenzen abhängig sind und selbst zu wenig an Ihre Fähigkeiten glauben. Daran können Sie arbeiten und selbstbewusster werden.

 

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