Ja, ich liebe mich!
„Wir haben keinen besseren Freund und keinen engeren Verbündeten als uns selbst.“ – Dr. Katharina Tempel, Psychologin, Online-Coach und Autorin.

Ja, ich liebe mich!

Assistenzkräfte neigen zu Perfektionismus und Selbstkritik. Doch wenn wir uns nicht selbst unterstützen, wer tut es dann? Aktive Selbstfürsorge macht uns langfristig gesünder, produktiver und zufriedener.

„Es gibt keine wichtigere Beziehung im Leben als die zu uns selbst“, sagt Dr. Katharina Tempel. Die Psychologin bezeichnet sich selbst als „Glücksdetektiv“ und untersuchte in ihrer Doktorarbeit im Fachgebiet Positive Psychologie Übungen zur Steigerung des Wohlbefindens. „Statt uns die Aufmerksamkeit und Fürsorge zukommen zu lassen, die wir verdienen, stellen wir oft unsere Bedürfnisse hintenan“, sagt die Buchautorin, die zunächst auf Youtube bekannt wurde und als Online-Coach Menschen dabei unterstützt, den eigenen Wert zu erkennen und ein glücklicheres Leben zu führen.

Wer sich bisher mehr um andere als um sich selbst gekümmert hat, ausgepowert ist und dauernd zu kurz kommt, sollte also erst einmal die Beziehung zu sich selbst verbessern. Doch wie können wir lernen, uns selbst zu akzeptieren, mit allen Unzulänglichkeiten, Krisen und Alltagssorgen?

BEDÜRFNISSE ERKENNEN UND DANACH HANDELN

Laut Katharina Tempel ist der erste Schritt, sich selbst die Erlaubnis zu geben, sich so liebevoll und achtsam wie die beste Freundin zu behandeln. Wer Selbstfürsorge üben möchte, müsse zunächst mit den eigenen Bedürfnissen in Kontakt treten. Das heißt: sie kennen, ernst nehmen und danach handeln. „Ein simpler Akt der Selbstfürsorge kann es sein, einen Pullover überzuziehen, wenn mir kalt ist. Es kann jedoch auch bedeuten, Grenzen zu setzen, Respekt einzufordern oder einen Job zu kündigen, der die eigenen Werte mit Füßen tritt“, sagt die Psychologin.

Auch wenn das zu Missmut im Umfeld führen kann, mache ein selbstfürsorglicher Umgang produktives Arbeiten und ein gesundes, zufriedenes Leben erst möglich. In ihrem Buch „Gib dir die Liebe, die du verdienst“ zeigt sie anhand vieler Fragen, Denkanstöße und Übungen, wie wir Wege aus der Überforderung finden, negative Gedanken über uns selbst auflösen und eigene Fehler verzeihen können.

Eine Übung zum Starten kann es sein, sich über den Tag verteilt zwei bis dreimal per Handyalarm erinnern zu lassen und in sich hinein zu hören: Wie geht es mir gerade? Habe ich Hunger? Bin ich angespannt? Brauche ich eine Pause? Bin ich unzufrieden oder wütend? So lässt sich in diesem Moment feststellen, was wir brauchen, um uns wohl zu fühlen und uns das aktuelle Bedürfnis zu erfüllen – so gut es eben geht.  

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.