Die 7 wichtigsten Regeln für die Arbeit im Homeoffice
Im Homeoffice zu arbeiten bedeutet, selbstfürsorglich zu handeln und sich an gewisse Strukturen zu halten.

Die 7 wichtigsten Regeln für die Arbeit im Homeoffice

Wer zu Hause arbeitet, hat viele Herausforderungen zu meistern. Selbstfürsorge spielt dabei eine entscheidende Rolle. working@office stellt sieben wichtige Regeln für den heimischen Arbeitsplatz vor.

Lange bevor die COVID-19-Pandemie ihren Lauf nahm, haben Studien gezeigt, welche Vor- und Nachteile die Arbeit im Homeoffice mit sich bringt. Denn bereits 40 Prozent der Beschäftigten arbeiten außerhalb der Betriebe, was im Rahmen der Digitalisierung weiter zunehmen wird. Laut einer Studie aus dem Fehlzeitenreport 2019 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) steigt einerseits die Arbeitszufriedenheit, wenn von Zuhause aus gearbeitet wird. Hierfür wurden etwa 2.000 Beschäftigte zwischen 16 und 65 Jahren befragt.

So empfanden sich viele der Befragten als flexibler, produktiver sowie konzentrierter und konnten selbstständiger Entscheidungen treffen. Doch andererseits nimmt dort auch die psychische Belastung zu: „Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen. Wer viel im Homeoffice arbeitet, leidet häufiger unter solchen Schwierigkeiten als andere Beschäftigte“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports. „Dennoch haben flexible Arbeitsbedingungen viele Vorteile. Wichtig ist, sie gesundheitsförderlich zu gestalten.“ 

EINE TAGESSTRUKTUR SCHAFFEN

Angst sei eine normale und angemessene Reaktion auf die veränderten Alltags- und Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die Covid19-Pandemie, sagt die Psychologin Julia Leithäuser. Wenn die täglichen, vertrauten Routinen wegfallen, unterstützt uns eine Tagesstruktur und gibt uns Sicherheit: „Setzen Sie sich zur gewohnten Zeit an den Schreibtisch. Legen Sie einen Arbeitsplatz in Ihren Räumen fest, den Sie zu den üblichen Pausenzeiten verlassen. Wenn Ihre Tätigkeit sonst mit viel Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen verbunden ist, versuchen Sie, diesen soweit wie möglich über Telefon und digitale Medien aufrechtzuerhalten“, rät die stellvertretende NRW-Landesvorsitzende der deutschen Psychotherapeutenvereinigung.

Bewegung und Ernährung seien wichtige Grundlagen für die psychische Stabilität und können beim Aufrechterhalten einer Tages- und Wochenstruktur helfen, zum Beispiel durch die Einhaltung von Essenszeiten und eines wöchentlichen Sportprogramms. Mit regelmäßigen Atem-, Dehn- und Bewegungsübungen, mit denen wir unsere Schreibtischarbeit unterbrechen, signalisieren wir dem Körper immer wieder, dass alles in Ordnung ist. Gut zu wissen: Bei seelischem Stress verbraucht unser Körper mehr Flüssigkeit, deshalb ist es wichtig, gerade im Homeoffice genügend zu trinken.

„Neue und angstauslösende Situationen aktivieren unser Bindungssystem: Wir suchen die Nähe vertrauter Personen, bei denen wir Geborgenheit erleben können“, sagt Julia Leithäuser. Umso nötiger ist es im Homeoffice, soziale Kontakte – ob offline oder online – zu pflegen. Und natürlich dürfen wir unsere Freizeitaktivitäten nicht zugunsten der Arbeit vernachlässigen, auch wenn sie zuhause stattfindet. 

Die 7 wichtigsten Regeln fürs Homeoffice

1. Tagesstruktur & Routinen: Feste Arbeits- und Pausenzeiten, eine genaue Planung und Morgen- und/oder Abendrituale unterstützen die Tagesgestaltung.

2. Gute Räumlichkeiten schaffen: Lieber nicht vom Sofa aus arbeiten! Der Arbeitsplatz im Homeoffice sollte vom übrigen Teil der Wohnung möglichst klar abgegrenzt sein.

3. Gesunde Ernährung & Bewegung: Die Selbstfürsorge fängt bei der eigenen Gesundheit an und dazu zählen eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

4. Richtig Pause machen: Ob bewegte Pausen, eine entspannende Meditation, ein Spaziergang draußen oder ein selbst gekochtes Mittagessen – bewusste Auszeiten sind gerade im Homeoffice wichtig, um nicht vor dem Bildschirm hängen zu bleiben. Obacht bei Mails & Medienkonsum!

5. Soziale Kontakte pflegen: Verabreden Sie sich mit Ihren Kolleg*innen zum virtuellen Lunch oder zur Zoom-Kaffeepause und zum Feierabend mit der Familie oder Freunden.

6. Freizeit bleibt Freizeit: Sie sollte nicht mit der Arbeitszeit vermischt werden. Erholungsphasen sind wichtig, um langfristig gesund zu bleiben.

7. Belohnung: Beenden Sie Ihre Arbeit bewusst, wechseln Sie die Kleidung, schließen sie die Tür zum Arbeitszimmer oder finden Sie ein ganz persönliches Abendritual. Belohnen Sie sich mit etwas Schönem für Ihren Arbeitstag, unabhängig davon, wieviel Sie geschafft haben!


Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.