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Vom Ende einer Dienstreise

Ein Geschäftsmann hantierte während einer Dienstreise am Navi seines Leihwagens. Dabei verlor er für einen Augenblick den Verkehr aus den Augen und fuhr auf einen vorausfahrenden Pkw auf. Die Mietwagenfirma weigerte sich, den entstandenen Schaden zu übernehmen - zu Recht?

Ein Geschäftsmann hantierte während einer Dienstreise am Navi seines Leihwagens. Dabei verlor er für einen Augenblick den Verkehr aus den Augen und fuhr auf einen vorausfahrenden Pkw auf. Die Mietwagenfirma weigerte sich, den entstandenen Schaden zu übernehmen - zu Recht?  


Geschäftsreisende, die während der Fahrt auf der Autobahn an ihrem Navi-Gerät hantieren und dabei einen Auffahrunfall verursachen, handeln grob fahrlässig und müssen deshalb für den Schaden voll aufkommen.


Urteil des Landgerichts Potsdam

Zu diesem Urteil kamen die Richter des Landgerichts Potsdam (Az. 6 O 32/09). Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, scherte der betroffene Fahrer eines gemieteten Mercedes nach einem Überholvorgang wieder in die rechte Fahrbahn ein. Nun wollte er sich mittels seines Navigationsgeräts vergewissern, ob er bei dem längeren Manöver nicht die Raststätte verpasst hatte, an der er eigentlich zum Austreten ausfahren wollte.


Mietwagenfirma verweigert Haftung

Beim Umschalten des Geräts auf den entsprechenden Suchmodus verlor er offenbar für einen Augenblick den Verkehr aus dem Auge und fuhr auf den vorausfahrenden Pkw auf. Trotz einer vertraglich auf 950 Euro beschränkten Selbstbeteiligung weigerte sich die Mietwagenfirma, den darüber hinausgehenden Schadensbetrag in Höhe von 4.550,- Euro zu übernehmen. Der Mann habe grob fahrlässig gehandelt und damit jeglichen Haftungsanspruch seitens der Autovermieterin verloren.


Nur im Stand

Dem widersetzte sich der Mann mit der Argumentation, er könne nichts Fahrlässiges darin sehen, von einem rechtmäßig im Fahrzeug installierten Gerät auch während der Fahrt entsprechende Informationen abzurufen. "Laut Potsdamer Richterspruch aber haben Eingaben im Navigationsgerät für die Berechnung von Strecken oder ähnlichem nur im Stand zu erfolgen", erklärt Rechtsanwalt Gottfried Putz von der Deutschen Anwaltshotline. Der Mann am Steuer des fahrenden Verkehrsmittels müsse sich - gerade auf einer Autobahn - ausschließlich auf die nach vorheriger Programmierung automatisch und selbsttätig angezeigten Informationen beschränken. 


Schnelle Rechtsberatung

Die Deutsche Anwaltshotline bietet telefonische Rechtsberatung durch zugelassene Rechtsanwälte, abgedeckt werden über 40 Rechtsgebiete. Über die Zentral-Rufnummer Tel.: 0900 1875000-10 (1,99 EUR/Min) sind täglich von 8:00 bis 24:00 Uhr spezialisierte Anwälte erreichbar. Die durchschnittliche Dauer eines Telefonats beträgt sechs Minuten.

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