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Ungenutztes Potenzial: Ausgleichszahlungen von Airlines

Geschäftsreisenden stehen durch Flugverspätungen sowie Nichtbeförderung durch Annullierung und Überbuchung Ausgleichszahlungen von Airlines zu. Doch weniger als fünf Prozent melden Ihren Anspruch bei den Airlines an. Bei einem durchschnittlichen Ausgleichsanspruch von 400 Euro pro Passagier bleibt so ein hohes Rückforderungspotenzial ungenutzt. Das Verbraucherschutzportal www.Fairplane.net fasst die wichtigsten Tipps für Business Traveller zusammen...

Ausgleichsansprüche von Passagieren gegenüber der befördernden Airline regelt seit 2005 die EU-Verordnung Nr. 261/2004. Sie gilt zunächst für alle Flüge, die innerhalb der EU starten. Hat das betreffende Luftfahrtunternehmen seinen Sitz innerhalb der EU, ist das Recht auch für Passagiere anwendbar, die ihren Flug in einem sogenannten Drittstart antreten und innerhalb der EU landen. Die Verordnung gilt auch für die Schweiz, Norwegen und Island. Sie findet daher auch auf allen Flügen aus und innerhalb dieser Länder Anwendung. 

 

Ausgleichsanspruch bei Streiks

Generell gehören Streiks zu den wenigen „außergewöhnlichen Umständen“, welche die Airlines von der Ausgleichspflicht entbinden. Der Europäische Gerichtshof lässt aber unter bestimmten Voraussetzungen Entschädigungen auch bei streikbedingter Nichtbeförderung zu: So wurde in einem Fall entschieden, dass Streiks oder extremes Wetter, die einen früheren Flug betreffen, die Nichtbeförderung in späteren Maschinen nicht rechtfertigen können. 

 

Wem stehen die Ausgleichszahlungen zu?

Die EU-Verordnung Nr. 261/2004 spricht ausschließlich vom "Fluggast" als Anspruchsinhaber. Demnach können Geschäftsreisende die Ausgleichszahlungen behalten und müssen diese nicht an den Arbeitgeber abtreten. Anders sieht es aus, wenn der Arbeitsvertrag Klauseln zum Abführen eventueller Schadensersatzzahlungen an den Arbeitgeber enthält. Tipp für alle Geschäftsreisenden: Ausgleichsansprüche unterliegen den üblichen Verjährungsfristen und können Rückwirkend für Fälle bis ins Jahr 2010 geltend gemacht werden. 

 

Bündelung der Ansprüche reduziert den Aufwand

In größeren Unternehmen kommt es vor, dass mehrere Mitarbeiter auf ein und dieselbe Maschine gebucht werden. In diesem Fall müssen anfallende Zahlungen nicht für jeden einzelnen Mitarbeiter eingefordert werden. Liegt eine Abtretungserklärung von Mitarbeitern, oder eine entsprechende Reiserichtlinie des Unternehmens vor, können Travelmanager Ausgleichsansprüche bündeln. Sie bieten für Firmen eine ausgelagerte Anspruchsverwaltung an. Hierbei werden alle vom Unternehmen absolvierten Flüge regelmäßig überprüft und berechtigte Ansprüche eingefordert und verwaltet. 

 

Weitere Informationen auf www.fairplane.net

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