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Mitarbeiterbindung: Ein Job, der glücklich macht

Neue Führung: Es heißt Feelgood-Management, Corporate Happiness oder schlicht Unternehmenskultur: Die Erkenntnis, dass der Wohlfühlfaktor beim Arbeiten tatsächlich entscheidend ist, bringt immer mehr Firmen zum Umdenken. Experten raten: Macht Feelgood-Management zur Chefsache!

Feelgood-Management

Mit Feelgood kommt Freude an den Arbeitsplatz. Und Freude ist nun einmal, neben Sicherheit, ein menschliches Grundbedürfnis.

Wenn Firmen nach neuen Mitarbeitern suchen, noch dazu nach High Potentials, war in den letzten 20 Jahren meist die Rede vom „War for Talents“. Erstmals verwendet hat den Begriff wohl die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie aus dem Jahr 1997, die den bevorstehenden Fachkräftemangel vor allem in den MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik) beschrieb.

Spätestens jetzt, am Übergang von der analogen zur digitalen Welt, wird offenbar: Die Antwort auf eine kämpferische Herausforderung muss nicht ebenfalls kämpferisch sein. Es geht auch ganz anders. „Feelgood“ lautet das sanfte Zauberwort, mit dem immer mehr Unternehmen heute auf Mitarbeitersuche gehen. Geld, Macht, Status sind damit explizit nicht gemeint.

Monika Kraus-Wildegger vom Beratungs- und Schulungsunternehmen Goodplace definiert den Begriff, der als Begleiterscheinung von New-Work-Unternehmen wie Google & Co. in die Welt kam, so: „Feelgood-Management etabliert Rahmenbedingungen für die Gestaltung eines wertschätzenden Arbeitsumfelds, systematisch, kontinuierlich, nachhaltig und partizipativ.“ Das klingt eher nüchtern, umfasst aber tatsächlich ein schillerndes und sehr breites Programm an betrieblichen Maßnahmen. Vom viel zitierten Obstkorb in der Firmenküche über Feedback-Schulungen bis hin zum gemeinsamen mehrtägigen Betriebsausflug auf eine Insel ist alles dabei.

Die Wahl-Hamburgerin hat viele Jahre als Führungskraft in einem Technologieunternehmen gearbeitet, sie sagt: „Mit Feelgood kommt Freude an den Arbeitsplatz, und Freude ist nun einmal, neben Sicherheit, ein menschliches Grundbedürfnis. Bislang hatten wir in den meisten Jobs einfach zu wenig davon.“

Das Thema gewinnt an Reife

Seit 2014 bietet Monika Kraus-Wildegger auf ihrer Plattform eine „Fachausbildung Goodplace Certified Feelgood Manager“ an, die konform sei mit dem „Job-Profil Feelgood-Manager/-in“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitsmarktforschung und Organisation in Stuttgart. Der berufsbegleitende Lehrplan umfasst vier Stufen: einen Feelgood-Management-3-Tageskurs, eine Fach- und Praxisarbeit, einen Solution Day 1-Tagskurs und eine Online-Prüfung.

Die Absolventen schildern in der Rubrik „Professional-Kreis“, warum sie die Ausbildung gemacht haben und wie sie sie in ihrem beruflichen Umfeld einsetzen wollen. Einer von ihnen ist Matthias von Mitzlaff, 48 Jahre alt, er hat ein technisches Studium absolviert und zahlreiche Fortbildungen angeschlossen, im letzten Jahr die zum Feelgood-Manager bei Goodplace. Als Coach und Veränderungsberater ist er seit vielen Jahren in der freien Wirtschaft unterwegs, vier Tage arbeitet er festangestellt bei IBM Global Business Services, ein Tag ist für die Freiberuflichkeit reserviert.

Als IT-Consultant ist er aktuell im Auftrag der IBM bei der Deutschen Rentenversicherung Bund im Einsatz. Dort begleitet er in der IT circa 20 Führungskräfte und mehr als 150 Mitarbeiter bei der Einführung von Agil/Scrum. Matthias von Mitzlaff führt Einzelcoachings durch, moderiert Großgruppenevents und organisiert Teambuildings. Hinzugekommen ist die Zusammenarbeit mit einer internen Kollegin, „um sukzessiv Feelgood-Maßnahmen einzuführen“.

Das Umfeld entstammt eher der traditionellen Arbeitswelt, noch dazu mit behördenähnlichen Strukturen – was passiert hier in Sachen Feelgood? Von Mitzlaff berichtet von einem sanften Einstieg in die Thematik, über „bewegte“ Pausen, Kanban-Boards, Mitarbeiter-Fotowände und soziale Team-Events wie Geschenke-Aktionen zu Weihnachten für die Kinderabteilung eines Krankenhauses. „Die Mitarbeiter haben die Geschenke selber gefertigt, wir haben die gute Tat mit einer Teambuilding-Maßnahme kombiniert“ – das kam gut an, sagt der Veränderungs-Coach.

Nicht nur in Start-ups und jungen Branchen suchen die Menschen, die dort arbeiten, zunehmend nach Sinn in ihrer Arbeit, Feelgood biete überall einen guten Rahmen für erfüllteres Arbeiten. Dem Umgang mit dem Thema attestiert er eine zunehmende Reife, die auch dringend notwendig sei. „Vor fünf Jahren musste man für die Akzeptanz noch sehr kämpfen, da landete das Thema schnell in der Animations- und Spaßecke. Mittlerweile erkennen die Unternehmen: Wertschätzung und Wohlfühlprogramme sind unser stärkster Hebel in der Demografie-Problematik und bei der Herausforderung, gute Mitarbeiter zu bekommen und zu halten.“

Den gesamten Artikel lesen Sie in working@office 10 | 2018. Hier geht es zum Gratis-Test ...

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