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Urlaubsantrag: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" gilt nicht

Dass Arbeitgeber Urlaub nicht allein nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ bewilligen dürfen, hat jetzt das Arbeitsgericht Frankfurt entschieden.

ich steht der lang ersehnte Jahresurlaub vor der Tür. In vielen Unternehmen wird die "schönste Zeit des Jahres" jedoch durch vorangegangene Verteilungskämpfe zwischen den Kollegen getrübt: Wer darf wann Urlaub nehmen?


Auch wenn andere Kollegen ihren Urlaubsschein schon eher eingereicht haben, ist das allein kein ausreichender Grund für eine Urlaubsablehnung. Die Richter gaben damit im Eilverfahren dem Antrag eines Gepäckwagenfahrers statt und verurteilten das Transportunternehmen, ihm im Juli einen dreiwöchigen Urlaub zu genehmigen (Az.: 7 Ga 94/02). Das Unternehmen hatte dem Mitarbeiter den beantragten Urlaub allein auf Grund des Umstands verweigert, dass andere Arbeitnehmer bereits vor ihm einen Urlaubsantrag gestellt hätten und deshalb bevorzugt behandelt werden müssten. Betriebliche Gründe für die Ablehnung führte die Firma nicht an.


Laut Urteil kann der Zeitpunkt eines Urlaubsantrags bei der Vergabe nur dann eine entscheidende Rolle spielen, wenn dieser extrem kurz vor dem gewünschten Urlaub liegt. Der Gepäckwagenfahrer habe aber bereits im Februar seinen Antrag gestellt.

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