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Steuerregelung fördert Fahrrad-Leasing durch den Arbeitgeber

Gehalt ist nicht alles, Motivation schon. Um qualifiziertes Personal zu finden und zu halten bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern daher oft einen zusätzlichen Motivationsschub: sogenannte Fringe Benefits.

Steuerregelung fördert Fahrrad-Leasing durch den Arbeitgeber

Diese  individuellen  Leistungen  werden  zusätzlich  zum  Gehalt  gewährt  und  bestehen  meist  aus  Leistungen,  die  die  Mitarbeiter  ohnehin  privat  finanzieren  müssten.  Übernimmt  der  Arbeitgeber  diese  Kosten,  kommt  das  einer  Gehaltserhöhung  gleich  –  nur  steuerlich  günstiger. 

Erste  Wahl  der  Mitarbeitermotivation  war  lange  Zeit  der  Dienstwagen.  Doch  im  November  2012  haben  die  Finanzminister  der  Länder  entschieden,  dass  das  so  genannte  Dienstwagenprivileg  auch  für  Fahrräder,  Pedelecs  und  E-Bikes  gilt.  Unternehmen  haben  seitdem  die  Möglichkeit,  ihren  Mitarbeitern  statt  eines  Dienstwagens  auch  ein  Dienstfahrrad  zur  Verfügung  zu  stellen.  Und  das  lässt  sich  dank  der  Neuregelung  ebenso  in  der  Freizeit  nutzen.  
 
Mountainbike  oder  Rennrad

Bei  der  Wahl  des  Fahrradtyps  ist  man  völlig  frei.  „Letztendlich  ist  es  eine  individuelle  Entscheidung,  welche  Vorzüge  ein  Unternehmen  seinen  Mitarbeitern  bieten  möchte“,  sagt  Anatol Sostmann von ROSES BIKES.  Steuerlich  ist  das  Leasen  eines  Bikes  mittlerweile  genauso  lukrativ,  wie  das  Leasen  eines  Dienstwagens.  Beim  Dienstwagen  käme  noch  eine  Pauschale  hinzu,  die  von  der  Länge  des  Arbeitswegs  abhängt.  In  diesem  Punkt  ist  das  Jobrad  sogar  bessergestellt  als  ein  Dienstwagen,  denn  hier  gibt  es  diese  Pauschale  nicht.    

Finanzierungsmodell
Die  monatlichen  Raten  zahlt  der  Arbeitgeber  als  Leasingnehmer,  indem  er  einen  Teil  des  Mitarbeitergehalts  als  Leasingrate  einbehält,  statt  ihn  auszuzahlen.  Dadurch  verringert  sich  das  zu  versteuernde  Einkommen  des  Mitarbeiters.  So  spart  er  jeden  Monat  Steuern  und  fährt  dabei  ein  hochwertiges  Fahrrad,  das  er  sich  sonst  wahrscheinlich  nicht  gegönnt  hätte.  Die  Einsparung  im  Vergleich  zum  Direktkauf  liegt  zwischen  10  und  40  Prozent,  kann  aber  auch  höher  liegen,  wenn  der  Arbeitgeber  als  Teil  einer  Lohnerhöhung  einen  Anteil  an  der  
Leasingrate  übernimmt. 

Eine  Beispielrechnung  von  LeaseRad.de 
Bei  einem  Fahrradkaufpreis  von  1.000  €  (inkl.  MwSt.),  einem  Bruttomonatsentgelt  von  3.000  €  in  der  Steuerklasse  I  und  einer  Versicherung  des  Rads  über  den  Arbeitnehmer  muss  der  Arbeitnehmer  eine  monatliche  Gesamtrate  von  31,76  €  zahlen.  Die  tatsächliche  Nettobelastung  für  ihn  beträgt  bei  36  Monaten  Laufzeit  20,73  €  im  Monat.  Eine  Ersparnis  von  453,60  €  (34,90  %)  gegenüber  dem  Direktkauf.  Übernimmt  nun  der  Arbeitgeber  die  Versicherung  des  Rads,  muss  der  Arbeitnehmer  nur  noch  27,56  €  monatlich  bezahlen,  die  tatsächliche  Nettobelastung  reduziert  sich  auf  18,67  €  im  Monat.  Das  macht  eine  Ersparnis  von  527,76  €  (40,60  %)  gegenüber  Direktkauf.  Übernimmt  der  Arbeitgeber  als  Teil  einer  Lohnerhöhung  einen  Teil  der  Leasingrate,  beispielsweise  25  €,  sinkt  die  tatsächliche  Nettobelastung  des  Arbeitnehmers  für  das  Jobrad  auf  6,31  €  im  Monat  und  die  Ersparnis  für  das  Fahrrad  steigt  auf  972,72  €  (74,83  %)  gegenüber  dem  Direktkauf. 

Vorteile für beide Seiten
Durch  das  Jobrad-Leasing  gibt  es  also  für  beide  Seiten  steuerliche  Vorteile:  Für  Arbeitnehmer,  da  die  Leasingrate  vom  Bruttogehalt  abgeht  und  für  den  Arbeitgeber,  da  er  auf  die  Gehaltserhöhung  keine  Lohnsteuer  und  keine  Sozialleistungen  zahlen  muss.  Versteuern  muss  der  Arbeitnehmer  nur  den  sogenannten  geldwerten  Vorteil  und  der  beträgt  ein  Prozent  des  Brutto--Listenpreises  monatlich.

„Die  Arbeitgeber  unterstützen  mit  dem  Jobrad  die  Mobilität  ihrer  Mitarbeiter  und  tun  etwas  für  ihre  Gesundheit.  Gleichzeitig  kann  sich  die  Geschäftsführung  als  modern,  umweltbewusst  und  weltoffen  positionieren.  Wichtige  Punkte  im  Wettbewerb  um  die  besten  Köpfe“,  sagt  Sostmann.  Die  Mitarbeiter  kommen  günstig  an  ein  hochwertiges  Rad,  dass  sie  für  einige  Jahre  nutzen  können.  Nach  Ablauf  der  Laufzeit,  können  sie  es  zum  Restwert  übernehmen  oder  wählen  ihr  neues  Traum-Bike.

So  funktioniert Jobrad-Leasing  
1.   Arbeitgeber  ansprechen  und  Angebot  vorlegen.  Bietet  der  Arbeitgeber  Fahrradleasing  noch  nicht  an,  gibt  es  Infos  unter  www.rosebikes.de  und  www.leaserad.de.    
2.   Wunschrad  auswählen  und  Angebot  einholen.
3.   Unkomplizierte  Abwicklung  mit  dem  ausgewählten  Leasing-Unternehmen  als  zentralen  Ansprechpartner.  Der  Arbeitnehmer  bezahlt  nicht  direkt,  sondern  durch  Gehaltsumwandlung  über  die  monatliche  Gehaltsabrechnung.  
4.   Das  ROSE  Rad  wird  direkt  nach  Hause  geliefert  oder  man  holt  es  in  der  ROSE  
BIKETOWN  in  Bocholt  oder  München  ab  und  erhält  noch  eine  Einweisung.  

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