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Office Star: „Ich bin eine Marke“

Philipp Spittel: Wenn einer weiß, was er will, kann dabei trotzdem ganz etwas anderes herauskommen – und genau das Richtige sein. Wie das geht und warum er gern Botschafter seines Berufs ist, erzählt der 31-jährige Personal Assistant und Head of Back Office bei der Managementberatung BrandTrust in Nürnberg.

Philipp Spittel

„Bei uns teilt jeder sein Wissen und Können. Davon profitieren alle.“ - Philipp Spittel, 31, ist gern Botschafter – für seinen vielseitigen Beruf und für seinen Arbeitgeber. Im Job gibt er alles – neue Energie tankt er als Musical-Star auf der Bühne.

Es kommt nicht oft vor, dass an dieser Stelle Männer über ihre Assistenzstelle erzählen. Aber immer öfter. Für Philipp Spittel, 31, ist es höchste Zeit für einen Schlussstrich unter all den vielen Klischees, die diesen Beruf seit Jahrzehnten begleiten. „Die Assistenz sieht sich oft als kleinstes Rad am Wagen. Doch das ist nicht so. Im Gegenteil.“

Und was ist das Gegenteil? Philipp Spittel legt los und zählt auf, was seine aktuelle Position – Personal Assistant und Head of Back Office – umfasst: Zwei Chefs zuarbeiten, einem davon als persönlicher Assistent; in den jeweiligen Teams die Projekt-Aufgaben abstimmen und verteilen; neue Berater und Mitarbeiter im Unternehmen onboarden und einbinden; Angebote an Kunden Korrektur lesen, rausschicken und nachkontakten; die Räumlichkeiten für die Kunden-Workshops vorbereiten; zwischendurch immer wieder koordinierende Besprechungen.

„Ich bin mit mehreren Berater-Teams und mit allen Projektbeteiligten in stetigem Austausch. Für neue oder potenzielle Kunden sind wir im Back Office die ersten Ansprechpartner und damit auch so etwas wie die Visitenkarte des Unternehmens.“ Exzellenz habe eine große Bedeutung bei BrandTrust und diesen Anspruch habe deshalb auch er an seine Arbeit, „egal, ob beim Kundenkontakt oder bei der Vorbereitung der Workshops“.

Dazu kommen die klassischen Office-Aufgaben wie Terminplanung, Telefon, komplexe Reiseplanungen und -abrechnung, Gäste empfangen und betreuen, dafür sorgen, dass alle notwendigen Materialien da sind, die IT-Tools am Laufen halten etcetera.

Dienstleistungsorientierung ist für den jungen Assistenten ohnehin so etwas wie ein Wesenszug, schließlich stammt er aus einer Gastronomen-Familie. Und dann ist da noch „dieses Spittel-Ding“. Bitte was?! „Wenn ich an den Büros vorbei gehe oder in Besprechungen über diverse Projekte etwas höre, bringe ich mich gern ein und gebe ‚meinen Senf’ dazu. Ich versetze mich in die Rolle des Kunden und gebe unseren Beratern Feedback zu ihren Ideen.“

„Dieses Spittel-Ding“ scheint ok zu sein für die Kolleginnen und Kollegen. Bei BrandTrust wird Management eben anders verstanden als in Unternehmen, die noch in alten Strukturen denken und handeln. Was man weiß und kann, teilt man, was ein anderer beitragen möchte, nimmt man bereitwillig auf. Und alle profitieren.

Die Brand Trust GmbH

Markenberatung, die nichts mit Logo und Design zu tun hat: BrandTrust ist eine Managementberatung für markenzentrierte Unternehmensführung im deutschsprachigen Raum. Die Berater unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung regionaler und globaler Markenstrategien. Ziel ist es, die Attraktivität der Marke und über diesen Weg das Unternehmenswachstum und den Unternehmenswert systematisch und zukunftsorientiert zu erhöhen.

BrandTrust ist weltweit tätig und verfügt neben dem Sitz in Nürnberg und Wien über Repräsentanzen in Ljubljana und Zürich. „Dass wir auf dem richtigen Weg sind, bestätigt die Wahl durch Kunden und Kollegen unter die TOP 5 der 'Besten Berater 2017' im Bereich 'Marketing, Marke & Pricing' (ermittelt von brand eins und Statista), heißt es auf der Unternehmens-Website. Mehr Infos unter www.brandtrust.de.

Ein Abschied mit Tränen

Der Assistenzberuf ist Philipp Spittels Leidenschaft. Nach dem Abitur auf einem Gymnasium für Gestaltung und Multimedia wollte der gebürtige Niedersachse 2007 eigentlich Deutsch und Kunstgeschichte auf Lehramt studieren. Doch nachdem er während eines Jobs bei einem Energiekonzern Praxisluft geschnuppert hatte – „mir hat die Arbeit dort einfach so gefallen!“ – stieg er vom geplanten Studium in die Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation um. 2010 schloss er sie erfolgreich ab.

Nie bereut habe er diesen Wechsel, sagt er heute, „dieser Beruf ist wirklich meine Berufung“. Als das Unternehmen, bei dem er seine Ausbildung und seine ersten erfolgreichen Berufsjahre verbracht hat, mit einer anderen Firma fusionierte, wehte plötzlich ein anderer Wind durch die Flure. Aber nicht etwa in Richtung Aufbruch, sondern eher – so hat es Philipp Spittel empfunden – wie der Staub von gestern: „Change war nicht möglich, ständig hieß es, das sei historisch so gewachsen ... Das war einfach nicht meins.“ Die Trennung fiel ihm nicht leicht, zumal die Zusammenarbeit mit seiner damaligen Chefin harmonisch und herzlich war. „Ich hatte sie irgendwann in meine Weggang-Pläne eingeweiht, sie wollte mich aber keinesfalls ins Ungewisse ziehen lassen.“

Den gesamten Artikel lesen Sie in working@office 10 | 2018. Hier geht es zum Gratis-Test ...

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