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Leser fragen Leser: Mein Chef ist ein Choleriker! Was soll ich tun?

Eine Leserin bittet um Hilfe: Ihr Chef ist ein Choleriker und sie weiß nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll. Lesen Sie hier die Ratschläge anderer Leserinnen.

Choleriker

Der Chef einer Leserin ist ein Choleriker – hier erhält sie Tipps, wie sie am besten damit umgeht.

Mein Chef ist ein Choleriker! Was soll ich tun?

Monika aus Freiburg bittet um Hilfe.

Ihr Chef ist jeden Tag schlecht gelaunt und lässt das an seinen Mitarbeitern aus – auch an ihr. Das zeigt sich vor allem in cholerischen Ausrastern aus nichtigsten Gründen: Einmal ist der Kaffee nicht passend zubereitet, ein anderes Mal kann er eine Auswertung nicht schnell genug finden. Schon beginnt die Rumschreierei.

Unsere Leserin hat schon richtig Angst davor. Sie tut mittlerweile alles, um ihn bei Laune zu halten, und achtet peinlich genau darauf, keine Fehler zu machen. Das kann aber kein Dauerzustand sein, und sie fragt nach Hilfe, wie sie sich verhalten soll.

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Lesen Sie hier die Antworten auf folgende Leserfrage: Die Kommunikation mit meinem neuen Chef läuft gar nicht – was kann ich tun?

Leserfrage – hier sind Ihre Tipps:

Das, was Sie schildern, kommt mir sehr bekannt vor. Wir hatten vor Jahren auch so ein Exemplar von Chef, der oft schlecht gelaunt war und seine cholerischen Ausraster hatte. Offensichtlich lassen Sie sich zu viel gefallen. Sie sind nicht sein Mülleimer, in dem er alles abladen kann. Sie schreiben, dass Sie alles tun, um ihn bei Laune zu halten oder um ihm alles recht und ja gar keinen Fehler zu machen.

Das ist genau der Punkt! Menschen seiner Art nutzen gnadenlos die Schwächen anderer aus; so war mein Chef auch. Wer sich nicht gewehrt hat, hatte in jeder Hinsicht das Nachsehen. Nachdem er mich mal früh morgens, als er ins Büro kam, ohne einen Morgengruß recht rüde aufforderte, mit in sein Büro zu kommen, hatte ich genug. Ich bin am Platz sitzen geblieben und habe ihm erst einmal einen guten Morgen gewünscht mit dem Hinweis, „nicht in der Tonart“ mit mir rumzukommandieren. Er stutzte, sagte dann aber schon viel freundlicher: „Nun kommen Sie mal mit.“ In seinem Büro habe ich ihm dann noch mal gesagt, wie ich seine Verhaltensweise finde – ganz ruhig und sachlich. Mit mir ist er dann anders umgegangen, aber die, die sich nicht gewehrt haben, bekamen seine cholerischen Anfälle immer noch zu spüren. Also mein guter Rat – lassen Sie sich nicht alles gefallen und versuchen Sie, einen günstigen Zeitpunkt zu finden, um mit ihm mal zu reden und um einen respektvollen Umgang zu bitten. Schreit er immer noch rum, würde ich mir überlegen, mir einen anderen Job zu suchen.

Anne S. aus Lemgo

Ich denke, dass du deine innere Einstellung in dieser Sache ändern solltest. Wenn dein Chef rüde mit dir umgeht, dann liegt der Grund mit Sicherheit nicht in deinem Verhalten oder deiner Arbeit. Zeig ein bisschen mehr Selbstbewusstsein. Wenn du nichts dafür kannst, dass er eine Auswertung nicht schnell genug findet oder der Kaffee nicht passend ist, dann musst du dich deswegen nicht schlecht fühlen. Halte dir immer vor Augen, dass dies nicht der Grund für seine schlechte Laune sein kann. Du wirst sehen, schon bald bietest du ihm keine Angriffsfläche mehr für seine Ausraster.

Sabine K. aus Leipzig


Auch ich hatte vor vielen Jahren einen cholerischen Chef. Es ist nicht einfach, damit umzugehen, aber ich habe „den Stier bei den Hörnern gepackt“ und ihm gesagt, dass ich Angst vor ihm habe, wenn er so rumpoltert und schreit. Ich hatte dann ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Chef, aber durch seinen schlimmen Ruf hatte er Probleme, eine Nachfolgerin für mich zu bekommen, als ich in Mutterschutz ging. Das Problem ist ja auch, dass man immer nervöser wird und dazu neigt, mehr Fehler zu machen, als man sonst machen würde. Es hat keinen Sinn, so weiterzuarbeiten, und darüber musst du unbedingt mit ihm sprechen, denn durch eine solche Belastung leidet ja auch die Gesundheit, und das ist kein Job wert! Ich wünsche dir eine gute Zeit mit deinem Choleriker und Mut, mit ihm zu sprechen!

Monika K. aus Ergolding

Zum Glück hatte ich noch nie einen cholerischen Chef. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich meinem Chef sehr wohl auch mal „Stopp“ sagen kann. Als Sekretärin und rechte Hand hat man, so wie jeder andere Mitarbeiter auch, das Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden.

Sicherlich ist es verständlich, dass der Vorgesetzte eine hohe Verantwortung hat und auch des Öfteren unter enormem Druck steht. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass alle anderen Mitarbeiter von oben herab behandelt werden dürfen. Jeder macht mal Fehler, und das ist auch legitim. Meiner Meinung nach kann es vorkommen, dass man sich mal im Ton vergreift; das ist menschlich. Jedoch sollte diese Situation vom Vorgesetzten erkannt werden, und er sollte sich auch dafür entschuldigen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass ein Vorgesetzter eine ehrliche und offene Meinung verträgt und oft auch für ein Feedback dankbar ist. Denn dieses bekommt er in seiner Position viel zu selten. Und meistens bekommen immer wieder die Mitarbeiter cholerische Attacken zu spüren, die sich das gefallen lassen. Mein Rat hierfür: Sollte sich der Chef wieder einmal cholerisch benehmen, sag ihm freundlich und bestimmt, dass du dich gern um sein Anliegen kümmern wirst, wenn er sich wieder beruhigt hat und seine Wünsche in einem ruhigen Ton äußert. Dann einfach aus dem Büro gehen und die Tür zumachen.

Nicole D. aus Braunschweig


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