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Krawatte abschneiden?

Nach Silvester nähert sich die närrische Jahreszeit ihrem Höhepunkt, dem Rosenmontag. In den Karnevalshochburgen wird gesungen, geschunkelt und getrunken. Für die Hochzeit des bunten Treibens schreibt Ihnen hier Birgit Eggerding, Vizepräsidentin des BUNDESVERBANDS Farbe Stil Image e.V. ein paar Empfehlungen, damit alle Freude haben.

Selbst wenn Sie in einer Karnevalshochburg wie Mainz oder Köln arbeiten, können Sie sich nicht darauf berufen, es sei Tradition an Weiberfastnacht Kollegen die Krawatte abzuschneiden. Immer wieder gibt es Herren, die an diesem Tag morgens schlichtweg vergessen ohne Krawatte ins Büro zu fahren und dann mit einem teuren Edel-Schlips in der Kanzlei oder Verwaltung erscheinen. Ohne Einwilligung des Krawattenträgers kann ein Schnitt teuer werden. Erst recht in nicht karnevalistisch geprägten Regionen. Eine allzu jecke Mitarbeiterin im Rheinland musste für eine abgeschnittene Krawatte schon einmal Schadenersatz zahlen.

 

Alkohol im Büro?

Alkoholkonsum ist keine Pflicht bei einer Karnevalsfeier im Büro und kein Gradmesser für Fröhlichkeit! Immer wieder werden Feiernde durch erhöhten Alkoholkonsum und eine tarnende Maskerade dazu verleitet, Grenzen zu überschreiten.

Seien Sie sich ihrer "Selbst"-bewusst und trinken auch an diesen Tagen nicht mehr als Sie vertragen können. Und bitte nur, wenn der Chef das ausdrückliche GO für Hochprozentiges  gegeben hat. Somit bewahren Sie sich ihr Wohlbefinden und vermeiden am nächsten Tag einen Kater. Das Auto lassen Sie bitte unbedingt in der Garage, denn die Polizei kennt an Karneval (zu Recht) keinen Spaß. Um von A nach B zu kommen, nutzen Sie Alternativen: Taxi, Bus, Bahn oder ein Fußmarsch bringen Sie wieder sicher nach Hause.

 

Karnevalsbützchen

Überwiegend im Rheinland wird an den närrischen Tagen gerne und oft ein Bützchen (Küsschen) verteilt. Doch bitte nicht falsch verstehen. Denn das Bützchen ist lediglich ein kleines Küsschen auf die Wange und keine Knutscherei. Ein Bützchen sollte auch nicht mit einer Anmache verwechselt werden, es gehört im Rheinland einfach zum Karneval dazu. Ansonsten heißt es: keine Küsse, Berührungen oder Umarmungen, die nicht ausdrücklich gewünscht wurden.


Karnevals-Sitzungen

Wenn Sie auf Prunksitzungen feiern, gehen Sie unbedingt in Verkleidung hin. Nichts ist langweiliger, als eine Person die in Alltagskleidung zwischen festlich Kostümierten sitzt. Schunkeln Sie mit, wenn Schunkellieder gespielt werden und schenken Sie den Künstlern Gehör, wenn die - meist Ehrenamtlichen- auf die Bühne gehen. Bei Sitzungen nutzen Künstler häufig den Weg durch den Saal auf die Bühne. Dies ist für sie auch der erste Kontakt mit dem Publikum.

 

Zum Zeichen des Willkommens und der Vorfreude auf die Darbietung sollte sich das Publikum im Saal erheben. Meist wird der Einmarsch von der Saalkapelle musikalisch begleitet. Das Aufstehen ist eine Ehrerweisung den Künstlern gegenüber, das Klatschen im Takt bringt gute Stimmung. Das Gleiche gilt auch für den Ausmarsch von Künstler, Büttenrednern und Garden. Zwischenrufe und lautstarke Unterhaltungen während der Darbietungen sollten unterbleiben, um die Büttenredner und Sänger nicht zu stören. Die meisten Karnevalisten, vor allem in den kleinen Vereinen, treten ehrenamtlich auf, um den Gästen während der närrischen Tage eine Freude zu bereiten. Ihnen darf man für ihr Engagement mit einem großzügigen Applaus herzlich danken.

 

Straßen-Umzüge

Zu Karnevalsumzügen gilt: gestalten Sie mit, putzen Sie sich heraus und verkleiden sie sich. Denn auch hier gehört das Mitmachen zum guten Ton und man fühlt sich nicht als Außenseiter, wenn man in Alltagskleidung am Straßenrand steht. Während eines Karnevalsumzuges ist es gute Sitte, Helau oder Alaaf zu rufen. Doch verwechseln Sie niemals die Schlachtrufe "Helau" und "Alaaf". Denn wer in Köln "Helau" ruft und in Düsseldorf "Alaaf" kann mit bösen Blicken bestraft werden. Jede Karnevals-Hochburg hat ihren eigenen Schlachtruf, den es zu respektieren gibt.

 

Kreppel-Kaffee

Wenn Ihnen das närrische Treiben in Sälen, Kneipen und sonstigen Lokalen zu aufregend ist, laden Sie doch selbst zum "Kreppel-Kaffee" ein. Kreppel ist eine Bezeichnung für Berliner, die heute zwar das ganze Jahr angeboten werden, aber gerade zur Faschingszeit am meisten gefragt sind. Wenn Ihre maskierten Freunde zu Kreppel, Kaffee und Sekt kommen, seien Sie an diesem Tag nicht allzu empfindlich, denn an Rosenmontag könnte es auch mal Konfetti im Wohnzimmer regnen. Auch die Office-Kollegen freuen sich an den närrischen Tagen über eine Tüte des süßen Hefegebäcks. Sie wissen ja, Netzwerke wollen gepflegt werden.

 

Fasching, Karneval oder Fastnacht im Büro

Zu Fasching nach Feierabend oder noch während der Arbeitszeit ein Glas Sekt oder eine Flasche Bier zu trinken ist in einigen Betrieben kein Problem. Doch Vorsicht, nur wenn der Chef grünes Licht zur geselligen Runde im Büro gibt, kann sprichwörtlich die Pappnase aufgesetzt werden, denn ohne Erlaubnis wäre dies sogar ein Kündigungsgrund! Wenn Sie ohne Kundenkontakt arbeiten, können Sie sich gerne verkleiden - wenn Ihr Chef nichts dagegen hat. Als Pförtner, Banker oder Kanzlei-Angestellte sollten Sie aber darauf verzichten. Ebenso ist es ratsam, sich mit Duz-Angebote an Kollegen zurückzuhalten. Der nächste Arbeitstag kommt unausweichlich und dann bereuen sie dies vielleicht. Eine Faschingsparty ist auch kein geeigneter Zeitpunkt für Anfragen nach einer Gehaltserhöhung, auch wenn die Runde noch so gesellig ist.

 

An Karneval sollen alle gemeinsam tanzen, singen und lachen und Spaß haben.

 

Helau & Alaaf!

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