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Von A bis Z: So machen Sie bei geschäftlichen Essen alles richtig

Wenn Sie sich beim Geschäftsessen nicht sicher fühlen, aber Fettnäpfchen vermeiden möchten, erhalten Sie in diesem Beitrag wertvolle Tipps. So können Sie das Essen genießen, ohne sich ständig zu fragen, ob Sie alles richtig machen.

Geschäftsessen von A-Z

Lesen Sie hier, wie Sie sich bei Geschäftsessen stilsicher und korrekt verhalten.

Sicher und korrekt auftreten bei jedem Geschäftsessen

Dass Sie sich als Assistentin um die Organisation von geschäftlichen Essensterminen kümmern, ist selbstverständlich.

Manchmal müssen Sie Ihren Chef auch begleiten: zu einer Abendveranstaltung, bei einer Messe, nach einer Kundenveranstaltung oder einfach so, wenn wichtige Geschäftspartner ausgeführt werden sollen. Zu den geschäftlichen Anlässen gehören auch Firmenveranstaltungen. Betriebsfeste, Weihnachtsfeiern sind solche Events. Auch dann möchten Sie eine gute Figur machen und nicht durch Fettnäpfchen-Hopping auffallen.

Müssen Sie an geschäftlichen Essen teilnehmen?

Einige Assistentinnen scheuen sich, den Chef zu einem Geschäftsessen zu begleiten. Sie hinterfragen die Gründe. Muss ich da wirklich mit hin? Was soll ich da? Soll ich nur zur Deko mit? Warum, weshalb, wieso?

Mein Tipp: Betrachten Sie die Einladung als wertschätzende Geste und als Anerkennung Ihrer Person und Ihrer Position. Sie sollten zwar fragen, ob Sie während des Mittag- oder Abendessens besondere Aufgaben haben, aber Sie sollten nicht Ihr Mitkommen hinterfragen. Das wäre sehr unprofessionell. Wenn Sie einmal ohne ernsthaften Grund abgelehnt haben, wird Ihr Chef Sie so schnell nicht mehr bitten, Aufgaben zu übernehmen, die über Ihre Arbeit im Büro hinausgehen. Sie qualifizieren sich mit einem „Nein“ nicht für weitere Aufgaben.

Wenn Sie an einem Geschäftsessen wirklich nicht teilnehmen können, zum Beispiel wegen einer Familienfeier, eines wichtigen Termins, Schwierigkeiten, Ihr Kind unterzubringen, oder Ähnlichem, können Sie natürlich Ihr Bedauern äußern, ablehnen und um Verständnis bitten.

Geschäftliche Essen: Sie gewinnen von Mal zu Mal mehr Sicherheit

Wenn Sie Ihren Chef das erste Mal zu einem Geschäftsessen begleiten – und dann auch noch in ein teures Restaurant, in dem Sie sonst selbst nicht essen würden –, ist es nachvollziehbar, dass sich einige Unsicherheiten auftun. Dieser Beitrag soll Ihnen Sicherheit geben, kleine und große Herausforderungen zu meistern und die klassischen Fettnäpfchen zu umgehen. Und: Je häufiger Sie an solchen Veranstaltungen teilnehmen, desto sicherer werden Sie, desto mehr präsentieren Sie sich von Ihrer souveränen Seite und desto mehr werden Sie das Essen genießen können.

Profitieren Sie täglich von diesem Wissen

Von den Tipps, die ich in diesem Beitrag für Sie zusammengestellt habe, können Sie täglich beim Gang in die Kantine wie auch im privaten Bereich profitieren. Gute Umgangsformen beim Essen gelten nicht nur für das Business-Dinner. Glänzen Sie immer mit Ihrem guten Benehmen. Das verleiht Ihnen eine sichere, souveräne Ausstrahlung. 

Alkohol bei Geschäftsessen: Allenfalls in Maßen

Auch während eines Geschäftsessens können Sie Alkohol trinken. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Konsum in Maßen hält. Wenn Sie normalerweise beim zweiten Glas Wein lustiger, gesprächiger, ruhiger werden oder Ihr Verhalten in anderer Weise verändern, sollten Sie nach dem ersten Glas Wein Ihren Alkoholkonsum beenden.

Beherzigen Sie außerdem folgende Tipps:

1.  Wenn Sie nach dem Mittagessen noch arbeiten möchten, sollten Sie ganz auf Alkohol verzichten. Auch kleine Mengen machen müde.

2.  Alle trinken Wein und oder Champagner? Man drängt Sie, mitzutrinken? Sie müssen nicht – auch nicht aus Gründen der Höflichkeit. Lehnen Sie einfach freundlich ab, wenn Sie nicht wollen.

3.  Wenn eine gute, teure Flasche Weißwein zum Essen bestellt wurde, sollten Sie sich daraus keine Weinschorle mixen. Ihrem Chef würde bestimmt der Bissen im Hals stecken bleiben, wenn Sie in den 80-Euro-Wein Wasser schütten. Bestellen Sie Ihre Weinschorle separat.

4.  Wenn Sie Rot- statt Weißwein bevorzugen, sagen Sie das, wenn Sie gefragt werden, was Sie trinken möchten. Es wäre unhöflich, der Empfehlung des Einladenden zu folgen, und wenn der Wein dann vor Ihnen steht zu sagen: „Den mag ich nicht.“ Sie dürfen sich separat ein Glas Wein bestellen, wenn Sie den vorgeschlagenen Wein nicht mögen.

5.  Getränke wie Cola, Fanta oder Sprite gelten zu einem guten Essen als stillos. Auch ein Bier hat bei einem sehr guten Essen nichts zu suchen. Alternativ können Sie einen Saft, ein Wasser, eine Apfelsaftschorle bestellen.

Anstoßen: Nur im privaten Umfeld

Miteinander anzustoßen, ist bei offiziellen Anlässen, also auch bei einem Geschäftsessen, nicht empfehlenswert. Heutzutage ist das Gläserklirren familiären Ereignissen oder Feiern im Freundeskreis vorbehalten. Das Anstoßen quer über den ganzen Tisch bei größeren Gruppen ist schon gar nicht zu empfehlen.

Zutrinken ist korrekt

Das Einander-Zutrinken hingegen ist angemessener.

Aperitif: Zuerst den Gästen anbieten

Sie werden vor dem Essen vom Servicepersonal gefragt, ob Sie einen Aperitif wünschen. Fragen Sie oder Ihr Chef am besten zuerst Ihre Gäste, ob sie gern einen Aperitif hätten. Dies gebietet zum einen die Höflichkeit, und zum anderen beeinflussen Sie Ihre Gäste dann nicht durch Ihre eigene Wahl in der Entscheidung für oder gegen ein Getränk als Appetitanreger.

Folgende Getränke gelten beispielsweise als Aperitif:

  • Campari pur oder mit Orangensaft oder Soda
  • Champagner
  • Gin and Tonic
  • Wermut
  • Prosecco
  • Prosecco mit Aperol
  • Sherry
  • Sekt

Worauf Sie bei der Bestellung achten sollten

Warten Sie ab, was Ihr Chef, also der Gastgeber bestellt. Entscheidet sich Ihr Chef beispielsweise für Prosecco, können Sie nicht den wesentlich teureren Rosé-Champagner bestellen – es sei denn, er fordert Sie ausdrücklich dazu auf. Dann dürfen Sie das Angebot natürlich annehmen und müssen sich nicht zieren. 

Beginn des Essens: Auf den Gastgeber kommt es an

Viel Unsicherheit entsteht häufig dadurch, dass niemand so recht weiß, wann mit dem Essen begonnen werden kann und wer richtigerweise den Startschuss gibt. Bei einer privaten Einladung gibt die Hausfrau (als Köchin) das Signal, mit dem Essen zu beginnen. Bei einem Geschäftsessen ist dies die Pflicht des Einladenden.

Also: Wer zum Schluss die Rechnung bezahlt, beginnt mit dem Essen. Dies ist das Zeichen für alle Anwesenden, dass jetzt gegessen werden darf.

Was aber tun, wenn der Einladende, zum Beispiel Ihr Chef, sich dieser Aufgabe nicht bewusst ist und alle auf sein Startsignal warten? Ergreifen Sie die Initiative, indem Sie ganz einfach zu Ihrem Besteck greifen und die Anwesenden mit einem freundlichen Nicken in die Runde zum Essen auffordern.

Mein Tipp: Wenn Sie wissen, dass Ihrem Chef seine Gastgeberpflichten nicht immer bewusst sind, sollten Sie ihn vor dem nächsten Essen auf seine Gastgeberpflichten aufmerksam machen. Ein „Sie denken daran, heute den Startschuss zu geben, wann wir mit dem Essen beginnen können?“ ist ausreichend und keineswegs belehrend.

Lassen Sie Essen nicht kalt werden

Und noch etwas: Wenn Sie beziehungsweise Ihr Chef oder Ihre Chefin feststellen, dass das Essen nicht allen gleichzeitig serviert wird, fordern Sie Ihre Gäste, die bereits ihr Essen haben, auf, schon damit zu beginnen, bevor es kalt wird.

Normalerweise werden Ihnen die Gäste, die noch auf ihr Essen warten, diese Geste nicht übel nehmen – und die anderen sie dankbar annehmen.

Wenn Sie das Essen vor Ihren Gästen erhalten, sollten diese Ihnen höflichkeitshalber anbieten, dass Sie schon mit dem Essen beginnen können. Das passiert leider sehr selten. Wenn Sie große Bedenken haben, dass die Speisen auf Ihrem Teller schnell kalt werden, fragen Sie Ihre Gäste: „Würde es Sie sehr stören, wenn wir schon mit dem Essen beginnen?“

Ganz korrekt ist das nicht; Sie sollten dies nur im Ausnahmefall machen und wenn Sie sich relativ sicher sind, dass niemand Ihnen böse sein wird.

Essensbeginn beim Buffet

Ein Geschäftsessen kann auch in Buffet-Form stattfinden, wenn beispielsweise viele Gäste eingeladen sind. Sie müssen nicht warten, bis alle anderen an Ihrem Tisch mit einem beladenen Teller zurückgekehrt sind und sich gesetzt haben.

Beim Buffet geht es zwangloser zu. Beginnen Sie mit dem Essen, wann Sie mögen.

Besteck

Wann Sie welches Besteck verwenden

Manchmal wirken eingedeckte Tische geradezu respekteinflößend. Verschiedene Gläser und vor allem mehrere Messer, Gabeln und Löffel sind eingedeckt. Die Frage ist: Welches Besteck nehmen Sie wozu?

Die Antwort darauf ist ganz einfach. Es gilt immer noch die alte Regel: Gegessen wird von außen nach innen. Greifen Sie zuerst nach dem außen liegenden Besteck und arbeiten Sie sich dann nach innen vor.

Sonderfall: Besteck zum Gruß aus der Küche

In guten bis sehr guten Restaurants erhalten Sie vorweg einen Gruß aus der Küche. Verwenden Sie dazu das „mitgelieferte“ Besteck. Sollte keines dabeiliegen, wird entweder von Ihnen erwartet, das Essen ohne Besteck zu essen – so zum Beispiel, wenn es auf einem Porzellanlöffel serviert wird, oder Sie sollen das äußere Besteck verwenden.

Wenn Ihnen nicht klar ist, welches Sie benutzen sollen, fragen Sie einfach den Service. Diese Frage ist nicht peinlich, und man ist Ihnen gern behilflich.

Für das Brot gibt es ein eigenes Messer

Die Fettnäpfchen lauern im Detail. Wenn Sie vorweg Brot essen, verwenden Sie für die Butter oder sonstigen Brotaufstrich das Messer, das links von Ihnen auf dem Brotteller liegt. Verwenden Sie keines der großen eingedeckten Messer. Das würde Ihnen dann zur Vor- oder Hauptspeise fehlen beziehungsweise, der Service müsste es neu eindecken.

Um die Butter oder den Aufstrich auf den eigenen Teller zu bekommen, liegt beim Aufstrich idealerweise ein Messer, das Sie dazu auch verwenden sollten.

Der Gourmetlöffel ist für die Sauce

Was ein wenig für Verwirrung sorgen könnte, ist der Gourmetlöffel. Dieser Löffel wird bei einigen Gerichten mit Sauce zusätzlich zu Messer und Gabel eingedeckt. Dieser Löffel hat eine besondere Form, damit Sie die Sauce auf dem Teller gut aufnehmen können.

So handhaben Sie das Besteck richtig

Wenn Sie das Besteck einmal benutzt haben, darf es den Tisch nicht mehr berühren. Das berühmte „Brücken bauen“ – beispielsweise die Gabel liegt halb auf dem Teller und halb auf dem Tischtuch – ist tabu und gilt als stillos. Wenn Sie während des Essens Ihr Besteck ablegen möchten oder müssen, legen Sie es offen, Messer und Gabel gekreuzt, auf den Rand Ihres Tellers.

Besteck kann „sprechen“

Die richtige Handhabung des Bestecks erleichtert die wortlose Kommunikation mit dem Servicepersonal. Das gekreuzt auf dem Teller liegende Besteck signalisiert dem Personal: „Ich esse noch und mache gerade nur eine kleine Pause. Bitte noch nicht meinen Teller abräumen.“

Das parallel zueinander platzierte Besteck bedeutet: „Ich bin fertig – Sie können abräumen“. Legen Sie das Besteck auch so hin, wenn Sie noch einen weiteren Gang erhalten. Der Service deckt das Besteck nach. Sie müssen es nicht „bunkern“.

Auch wenn Sie an einem Buffet teilnehmen gilt, dass Sie das verwendete Besteck auf dem benutzten Teller ablegen, damit alles abgeräumt wird. Sie sollten Ihr Besteck NIE nach Benutzung auf dem Tisch ablegen oder Ihre Serviette als „Unterlage“ auf dem Tisch für Ihr Besteck verwenden.

Neues Besteck liegt am Buffet aus – dort nehmen Sie sich das mit, was Sie für den nächsten Gang brauchen.

Besteck abschlecken ist ein No-go

Es gilt als sehr schlechtes Benehmen, das Messer abzuschlecken. Ähnlich verhält es sich mit dem Löffel zum Kaffee. Schlecken Sie den Löffel nach dem Umrühren nicht ab. Bei Latte Macchiato oder anderem schaumigen Kaffeegetränken gilt das Löffeln des Kaffees ebenfalls als unfein. 

Betreten des Lokals: Die richtige Reihenfolge

Wer betritt das Lokal zuerst? Der Herr oder die Dame? Der Geschäftspartner oder der Chef? Oder die Assistentin, da sie die vielleicht einzig anwesende Frau ist?

Es gilt, allerdings nur in Deutschland: Der Herr betritt das Lokal vor der Dame. Erschwert wird die Prozedur dadurch, dass er ihr die Tür aufhalten sollte. Damit alles vorschriftsmäßig funktioniert, geht die Dame durch die für sie aufgehaltene Tür, hält dann inne, damit der Herr vor ihr im Lokal steht. So einfach!

Allerdings: Wenn Sie mit Geschäftspartnern ein Restaurant aufsuchen, werden die Gäste bevorzugt behandelt. Hier gilt: Sie sollten nicht darauf warten, dass die Herren Ihnen die Tür öffnen, sondern Sie sollten sich für das Wohl der Gäste verantwortlich fühlen und den Spieß umdrehen. Gut erzogene – vor allem ältere – Herren werden das häufig nicht dulden und Ihnen wiederum die Tür aufhalten.

Also bleibt das ganze Prozedere kompliziert …

Wichtig für Sie ist dabei: Sie warten als Frau nicht wie selbstverständlich darauf, dass man Ihnen die Tür aufhält. Das wäre unangenehm. Sie verstehen sich als Gastgeberin und halten die Tür für die Gäste auf. Alternative: Ihr Chef hält die Tür für die Gäste auf.

Bezahlen: Am besten überweisen

Wenn Sie beziehungsweise Ihr Chef Geschäftspartner zum Essen einladen, ist die eleganteste Art, die Rechnung zu begleichen, sie sich in die Firma schicken zu lassen. Meist funktioniert dies nur, wenn Sie beziehungsweise Ihr Unternehmen dem Chef des Restaurants bekannt sind. In der Praxis sieht es so aus, dass Sie bei der Tischreservierung ankündigen, dass Sie eine Bezahlung auf Rechnung wünschen, die in die Firma geschickt werden soll. Man bittet Sie dann wahrscheinlich um eine vorherige schriftliche Kostenübernahme, die Sie an das Restaurant schicken.

Wenn Sie vor Ort bezahlen

Zahlen Sie oder Ihr Chef gleich im Restaurant, sollte das dezent vonstattengehen. Elegant ist es, die Kreditkarte zur Rechnung zu legen. Oder noch besser: Zahlen Sie oder Ihr Chef nicht am Tisch, sondern direkt am Tresen/an der Kasse, damit die Gäste den Zahlvorgang nicht miterleben.

Trinkgeld nicht vergessen

Werfen Sie vor Verlassen des Restaurants auf jeden Fall einen Blick auf die Rechnung, denn wahrscheinlich lässt man Sie diese quittieren.

Sagen Sie dem Service, wie viel Trinkgeld auf die Rechnung gesetzt werden soll. Der Trinkgeldbetrag kann handschriftlich vom Service ergänzt werden und wird zusätzlich von ihm gegengezeichnet.

Beachten Sie: Bei Geschäftsessen kein Trinkgeld zu geben, ist peinlich.

Wenn Sie direkt im Restaurant bezahlen

Wenn Sie vor Ort bezahlen gilt: Das Trinkgeld sollte dezent und für die anderen Gäste am Tisch möglichst nicht nachvollziehbar überreicht werden. Das gilt nicht nur fürs Geschäftsessen.

Am elegantesten ist es, Sie legen das Trinkgeld in bar zur Rechnung. Wenn Sie das Trinkgeld gern erstattet hätten, bitten Sie den Service, Ihnen das Trinkgeld auf der Rechnung zu quittieren: „Quittieren Sie mir das Trinkgeld bitte auf der Rechnung.“

Wie Sie letztendlich bezahlen, bleibt Ihnen überlassen – ob bar oder mit Kreditkarte.

Mein Tipp: Einige Gastgeber bezahlen nicht am Tisch, sondern entschuldigen sich für ein paar Minuten und bezahlen unbeobachtet von ihren Gästen – ebenfalls eine empfehlenswerte Alternative.

Brot: Niemals ganz bestreichen

Vor dem Essen erhalten Sie in vielen Restaurants Brot, entweder geschnittenes Brot oder Baguette beziehungsweise Brötchen.

Viele Menschen nehmen sich ein Brötchen, legen es auf den Brotteller und schneiden es in zwei Hälften. Anschließend wird eine der Hälften mit Brotaufstrich oder Butter bestrichen. Das ist nicht korrekt.

Der Grund: Brot oder Brötchen werden nicht wie beim Frühstück im Ganzen bestrichen, weil, wenn Sie davon abbeißen, Ihnen noch Krümel am Mund hängen können.

Richtig ist: Legen Sie das Brot auf Ihren Brotteller, der sich links neben dem Besteck befindet. Lassen Sie den Teller dort stehen und stellen Sie ihn nicht in die Mitte. Sie brechen vom Brot oder vom Brötchen, das Sie nicht aufgeschnitten haben, ein Stück ab, das klein genug ist, um es sich in einem Rutsch in den Mund zu stecken. Streichen Sie die Butter auf das Stück Brot und stecken Sie es sich mit einem Mal in den Mund. Kein Kleckern und kein Krümeln!

Buffet: Vermeiden Sie diese 3 Fallen

Beim Buffet lauern gleich mehrere Fallen.

Falle Nr. 1 – Der Teller ist vollgepackt

Immer wieder sieht man, dass Buffet-Esser sich Unmengen von verschiedenen Gerichten auf den Teller packen. Alles, was zu haben war, wurde auf den Teller gelegt. Es gilt als stillos, sich den Teller vollzuladen. Auch ist es nicht okay, sich mehrere Gänge auf einmal auf den Teller zu schaufeln. Korrekt ist es, mehrmals zum Buffet zu gehen und sich jeweils kleine Mengen von Vor- und Hauptspeisen auf den Teller zu legen.

Falle Nr. 2 – Den gebrauchten Teller wieder mit zum Buffet nehmen

Es ist ein absolutes No-go, Ihren benutzen, leer oder halb leer gegessenen Teller noch einmal zu verwenden. Sie sollten sich niemals mit Ihrem benutzen Teller erneut am Buffet bedienen. Es sieht nicht sehr schön aus, wenn Sie mit einem schmutzigen Teller durchs Restaurant gehen. Lassen Sie deshalb Ihren benutzten Teller stehen und holen Sie sich am Buffet einen frischen. Der Service wird Ihren benutzten Teller abräumen.

Sollte der Service Ihren benutzten Teller nicht schnell genug abräumen, stellen Sie ihn einfach neben sich oder vor Ihren neuen Teller. Ist der Tisch sehr klein und würden Sie damit Ihre „Mitesser“ belästigen, machen Sie den Service auf sich aufmerksam und bitten Sie freundlich darum, dass man Ihren Teller abräumt.

Falle Nr. 3 – Die Serviette auf dem Stuhl

Sie machen sich auf zum nächsten Gang und legen in der Zwischenzeit die Serviette auf den Stuhl? Bitte nicht. Sie sollten die Serviette, mit der Sie sich den Mund abwischen, nicht auf den Stuhl legen, auf dem wer weiß schon gesessen und wer weiß was gemacht hat – zumindest nicht in Deutschland. Legen Sie Ihre Serviette locker zusammengelegt links neben Ihren Teller.

Digestif: Nicht alle Arten sind für das Geschäftsessen geeignet

Es ist durchaus üblich, ein vor allem mehrgängiges Essen mit einem Digestif, der die Verdauung anregt, zu beenden. Es gehört zu den Aufgaben des Gastgebers, seine Gäste danach zu fragen, falls dies das Servicepersonal nicht ohnehin aus eigenem Antrieb übernimmt.

Digestifs sind beispielsweise:

  • Cognac
  • Grappa
  • Obstbrand
  • Obstgeist

Digestifs wie Aquavit, Jägermeister oder gar ein Korn werden von den meisten Restaurants zwar bevorratet, gehören aber nicht an den Schluss eines guten Essens. Sie gehören eher in die Kneipe um die Ecke. Averna, Fernet Branca oder Ramazotti sind sozusagen „Zwitter“. Sie sind zwar häufig im Angebot, sind nicht ganz so „kneipenatmosphärig“ wie ein Korn, werden aber auch häufig nicht zwischen den anderen Digestifs im Restaurant präsentiert. Beachten Sie: Bietet Ihnen der Gastgeber zum Schluss einen Kaffee an, sollten Sie keinen Digestif bestellen, sondern etwas in der Preisklasse „Kaffee“. 

Einschenken beim Geschäftsessen: Meist Aufgabe des Personals

Damit Sie es dem Service nicht unmöglich machen, Ihr Glas nachzufüllen, sollten Sie wissen, dass Gläser von rechts auf- oder nachgefüllt werden.

In guten Restaurants ist ausschließlich das Personal für gefüllte Gläser verantwortlich. Sie sollten deshalb nicht selbst nachschenken. Sollte das Personal nicht ganz so aufmerksam sein und Sie zuerst beobachten, dass einer Ihrer Gäste vor einem leeren Glas sitzt, geben Sie dem Servicemitarbeiter ein Zeichen. Das gilt sowohl für die Flasche Wasser als auch für die Flasche Wein – es sei denn, die Wasserflasche steht auf dem Tisch, denn dann dürfen Sie sich selbst nachschenken. Achten Sie dabei darauf, dass Sie zuerst den anderen nachschenken, wenn gewünscht, und dann sich selbst. Das ist höflicher, als zuerst an sich zu denken.

Empfehlungen an Ihre Gäste

Falls Sie nicht vorab ein Menü bestellt haben, sollten Sie Ihren Gästen einen Anhaltspunkt geben, in welchem preislichen Rahmen sie sich bei der Speisenwahl bewegen können. Äußerungen wie „Es sollte nicht zu teuer werden“ wären wohl eher ungeschickt. Ein eleganter Wink ist die Empfehlung eines bestimmten Gerichts.

Beachten Sie: Wenn Sie oder Ihr Chef nur das Matjesfilet zu 9 Euro – auch wenn es ausgezeichnet ist – empfehlen, wird dies als eindeutiger Hinweis empfunden, dass Sie oder Ihr Chef versuchen, sich möglichst preisgünstig aus der Affäre zu ziehen. Empfehlen Sie ein tatsächlich gutes, aber preiswertes und gleichzeitig ein teures Gericht, ist jedem klar, dass der Preisrahmen nach oben nicht begrenzt ist.

Gläser: Die Auswahl ist nicht Ihr Problem

In einem guten Restaurant stehen meist mehrere Gläser vor Ihnen – und nur ein sehr geübtes Auge kann die einzelnen Gläser ihren Getränken zuordnen. Keine Sorge: Das Servicepersonal nimmt Ihnen die Entscheidung, welches Glas zu welchem Getränk gehört, ab, da man Ihnen einschenkt und die nicht benötigten Gläser abräumt.

Zu Ihrer zusätzlichen Orientierung: Gläser sind so angeordnet, dass sie von rechts nach links benutzt werden.

Fassen Sie Weingläser immer am Stiel an

Stellen Sie sich vor, Ihr Chef hat einen teuren Bordeaux bestellt. Das Öffnen des Weines gleicht einer kleinen Zeremonie, die Gäste freuen sich auf den edlen Tropfen. Endlich ist es soweit: Sie trinken einander zu und können gleich den ersten Schluck genießen.

Auch Sie freuen sich und greifen beherzt zum Glas. Während alle um Sie herum das Glas am Stiel anfassen, umfassen Sie das ganze Glas. Ein Fauxpas.

Nicht nur bei teuren Weinen kommt es darauf an, dass sie richtig temperiert getrunken werden. Wenn Sie das ganze Glas umfassen, beeinflussen Sie die Temperatur maßgeblich. Das Getränk erwärmt sich. Schade um den Wein. Gerade bei gekühltem Weißwein ist das sehr ärgerlich.

Außerdem: Das Glas ist nach kurzer Zeit mit Fingerabdrücken übersät und sieht unschön aus.

„Guten Appetit“ ist überholt

Guten Appetit“ zu sagen, gehört der Vergangenheit an. Bei einem Geschäftsessen ist ein „Guten Appetit“ absolut tabu! Signalisieren Sie oder Ihr Chef durch das Ergreifen des Bestecks und durch ein aufmunterndes Nicken in die Runde, dass mit dem Essen begonnen werden kann. „Guten Appetit“ wird lediglich von demjenigen gewünscht, der gekocht hat. So könnte der Koch an Ihren Tisch kommen und Ihnen einen guten Appetit wünschen. Auch die Hausfrau oder der Hausmann, der gekocht hat, wünscht seinen Gästen einen „Guten Appetit“. Weisen Sie Ihren Chef jedoch nicht vor den Gästen darauf hin, wenn er es doch sagt.

Das sollten Sie bei Buffets beachten

Gerade bei Buffets ist es äußerst ärgerlich, wenn jeder immer wieder den anderen am Tisch einen „Guten Appetit“ wünscht. Denn beim Buffet beginnt man normalerweise unterschiedlich mit dem Essen, und immer mal wieder stößt ein neuer Esser dazu, der die anderen mit einem erneuten „Guten Appetit“ unterbricht.

Hände – wohin damit?

Nicht nur, wenn Sie stehen, kann es schwierig sein, die Hände richtig zu platzieren. Auch beim Sitzen im Restaurant weiß man manchmal nicht so recht, wohin mit den Händen.

Generell gilt: Ihre Ellenbogen haben auf dem Tisch nichts zu suchen – weder, wenn Sie eine Pause zwischen den Gängen einlegen, noch wenn Sie zum Glas greifen. Sich beim Trinken auf dem Tisch abzustützen, gilt als stillos.

Mein Tipp: Sie können Ihre Hände auf den Tisch legen, aber nur bis zum Handgelenk. Abgestützte Ellenbogen und die Hände in der Luft zusammengefaltet sind nicht zu empfehlen. Auch ganz auf dem Tisch liegende Unterarme sehen nicht sehr elegant aus.

Am elegantesten: Hände nur bis zu den Handgelenken auf den Tisch legen. Alternativ können Sie Ihre Hände natürlich in den Schoß legen.

Beachten Sie: Sie löffeln Ihre Suppe, und Ihre linke (bei Linkshändern die rechte) Hand hat nichts zu tun? Legen Sie die bis zum Handgelenk neben den Teller. Ihr Unterarm gehört auch dann nicht auf den Tisch, wenn es sich bequem für Sie anfühlt. Das ist unelegant und schlechtes Benehmen. Die Hand, die Sie im Augenblick nicht benutzen, sollte nicht in Ihrem Schoß liegen. Amerikaner machen das – in Europa gilt das nicht als gutes Benehmen.

„Mahlzeit“ sagt man nicht

Das Wort „Mahlzeit“ ist weit verbreitet, was jedoch nicht bedeutet, dass es in Ordnung ist, es zu sagen. Vor allen Dingen als Ersatz für „Guten Appetit“ oder als Aufforderung, nun mit dem Essen zu beginnen, ist es absolut tabu. „Mahlzeit“ gehört nicht an den Tisch! Weder im Restaurant noch in der Kantine.

Make-up nachlegen am Tisch?

Der Lippenstift ist der Bestandteil des Make-ups, der beim Essen am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob es in Ordnung ist, den Lippenstift nach dem Essen am Tisch zu erneuern?

Sie dürfen am Tisch Ihre Lippen nachziehen! Alles, was darüber hinausgeht, Pudern und Ähnliches, sollten Sie auf der Toilette erledigen.

Allerdings: Wenn Sie sich bei Ihrer kleinen kosmetischen Reparatur unwohl und beobachtet fühlen, nehmen Sie auch das Lippenstift-Auftragen lieber nicht am Tisch vor.

Menü(vor)auswahl: Ab 8 Personen zu empfehlen

Wenn Sie oder Ihr Chef eine große Gruppe bewirten, ab zirka acht Personen, sollten Sie das Essen vorbestellen, um lange Wartezeiten oder Verzögerungen im Ablauf zu vermeiden. Viele Küchen können spontan nicht acht verschiedene Hauptgänge zur gleichen Zeit servieren, was leicht nachzuvollziehen ist, wenn alles frisch gekocht wird.

Beachten Sie bei der Zusammenstellung der Speisen Folgendes:

Sie sind fast immer gut beraten, sich vom Küchenchef ein paar Vorschläge machen zu lassen und sich für eines der Menüs, idealerweise mit zwei oder drei Hauptgerichten zur Auswahl, zu entscheiden.

Vermeiden Sie zu Außergewöhnliches: Lamm oder Jakobsmuscheln mag nicht jeder. Bestellen Sie etwas mit geringem Ablehnrisiko vor. Bewirten Sie ausländische Gäste, informieren Sie sich unbedingt vorher über deren Essgewohnheiten. Viele Asiaten beispielsweise haben eine Laktose-Unverträglichkeit. So etwas sollten Sie dem Küchenchef unbedingt sagen.

Denken Sie an Vegetarier, Veganer und Menschen mit Allergien

Sie sollten heutzutage immer daran denken, Gäste nach Essenspräferenzen zu fragen und bei der Essensauswahl beispielsweise vegane oder glutenfreie Speisen berücksichtigen. Sollte Ihnen nichts über besondere Vorlieben bekannt sein, fragen Sie im Restaurant sicherheitshalber vorher nach, ob spezielle Wünsche auch kurzfristig erfüllt werden können.

Mittagessen: Unterscheiden Sie Arbeitsessen und Geschäftsessen

Beachten Sie grundsätzlich, dass Sie, wenn Sie oder Ihr Chef Termine über die Mittagszeit einplanen, Ihre Gäste in irgendeiner Form bewirten. Einen Termin um 12 Uhr anzusetzen und den Gast um 14:30 Uhr unbewirtet zu „entlassen“, ist unhöflich. Reichen Sie zumindest ein paar Häppchen oder vermeiden Sie Mittagstermine.

Wenn Sie gemeinsam mit den Gästen zu Mittag essen, sollte das Essen nicht länger als eineinhalb Stunden dauern. Um die Abwicklung des Essens zu beschleunigen, können Gerichte vorbestellt werden, entweder in der Kantine oder in einem Lokal, das Ihnen bekannt ist.

Geschäftsessen zur Mittagszeit

Ein Geschäftsessen zur Mittagszeit dient nicht in erster Linie dem Sattwerden, was das hauptsächliche Kriterium eines Essens ist, sondern sein eigentlicher Sinn besteht darin, geschäftliche Angelegenheiten in entspannter Atmosphäre zu besprechen. Diese Art von Essen bedarf einer aufwändigeren Vorbereitung als das Arbeitsessen/der Lunch und dauert etwa eineinhalb bis drei Stunden. Reservieren Sie rechtzeitig einen Tisch.

Bei einem mittäglichen Geschäftsessen ist es normal, wenn Sie und die Gäste sich mehrere Gänge inklusive anschließendem Kaffee gönnen. Bei einem „normalen“ Lunch bleibt es häufig nur bei der Hauptspeise.

Prost: Sagen Sie besser „Zum Wohl“

Wenn Sie mit Freunden zusammensitzen, ist ein „Prost“ okay. Für das Geschäftsessen gilt: Verzichten Sie komplett auf „Prost“. Das wäre ganz und gar unangebracht. Besser: Beim „Zuprosten“, besser gesagt beim „Zutrinken“, sagen Sie „Zum Wohl“. Das wäre auch unter Freunden stilvoller.

Serviette: Richtig platzieren und benutzen

Die Serviette befindet sich häufig genau vor Ihnen, hübsch und aufwändig dekoriert. Man mag das Kunstwerk gar nicht zerstören … Und oftmals wird man vom Servicepersonal, wenn die Vorspeise gereicht wird, aufgefordert, die Serviette zu entfernen. Da kann doch irgendetwas nicht stimmen, oder? Ist dies nicht eleganter zu handhaben? Ja!

Legen Sie sich die Serviette auf den Schoß

Überwinden Sie sich und zerstören Sie das Gesamtkunstwerk Serviette, wenn Sie Platz nehmen. Legen Sie die also relativ unmittelbar auf Ihren Schoß, auch wenn Sie bislang weder bestellt noch etwas zu essen erhalten haben. Breiten Sie die Serviette nicht ganz aus, sondern lassen Sie sie zu einem Drittel – in Richtung Ihrer Knie, gefaltet; das hat den Vorteil, dass Sie sich an dem eingeschlagenen Drittel den Mund abtupfen können, ohne dass Lippenstift- oder Speisereste auf Ihrer Kleidung landen.

Beachten Sie: Wischen Sie nicht, sondern tupfen Sie Ihren Mund mit der Serviette ab. Dass dabei ein wenig Lippenstift an die Serviette gerät, ist nicht schlimm und lässt sich kaum vermeiden. Wenn Sie während des Essens trinken, sollten Sie sich vor jedem Schluck den Mund abtupfen, damit keine Speisereste an das Glas oder gar in das Glas gelangen. Lesen Sie unter „Buffet“ nach, was Sie mit der Serviette machen, wenn Sie den Platz verlassen.

Sitzordnung: Die internationale Variante

Bei einem Arbeitsessen zur Mittagszeit können Sie selbstverständlich auf eine Sitzordnung verzichten, da dies zu offiziell wirken würde. Haben Sie hingegen Geschäftspartner eingeladen oder einen besonderen Anlass für Ihre Einladung, sollten Sie, selbst wenn Sie nur „Interne“ eingeladen haben, Wert auf eine Sitzordnung legen. Es gibt zwei unterschiedliche Empfehlungen zur Sitzordnung: die deutsche und die internationale, wobei sich die internationale in letzter Zeit zunehmend durchsetzt. Zur Vereinfachung und um es nicht noch komplizierter zu machen, als es ist, wird an dieser Stelle deshalb die internationale Sitzordnung erläutert, die Sie immer anwenden können. Grundsätzlich: Platzieren Sie Damen und Herren möglichst abwechselnd nebeneinander.

Wohin mit dem wichtigsten Gast?

Der Ehrengast sitzt rechts neben der einladenden Person. Wenn Sie mehrere Personen eines Unternehmens eingeladen haben, platzieren Sie den Ranghöchsten neben der einladenden Person, also wahrscheinlich Ihrem Chef. Haben Sie hingegen Gäste des gleichen Ranges aus mehreren Unternehmen, müssen Sie sich wohl oder übel für einen Ehrengast entscheiden.

Der zweitwichtigste Gast wird links vom Gastgeber platziert.

In der Praxis sieht das so aus: Sind Sie und Ihr Chef das „Gastgeberpaar“, sollten Sie jeweils an den Kopfenden sitzen, damit Sie als Gastgeber Ihre Gäste auf beiden „Seiten“ unterhalten können. Oder: An einer langen Tafel, wenn niemand am Kopf sitzt, säßen Sie beide in der Mitte der Tafel – einander gegenüber.

Tischkarten für offizielle Anlässe

Ab etwa zehn Personen und mit dem entsprechenden offiziellen Rahmen sind Tischkarten sinnvoll und nützlich. Beschriften Sie die Karten mit dem Titel und dem Vor- und Nachnamen des Gastes. Bei geschäftlichen Anlässen sollten die Karten nüchtern und nicht verspielt sein. Sie erhalten solche entweder im Bürofachhandel oder können sie aus fester Pappe mithilfe eines professionellen Schneidegeräts selbst herstellen.

Tischreservierung: Vermeiden Sie zu enge Lokale

Es gibt Lokale, die ein angenehmes Ambiente bieten und deren Küche ausgezeichnet ist, die aber wegen ihrer räumlichen Aufteilung für ein geschäftliches Essen nicht infrage kommen. Denn was Sie sich auf gar keinen Fall wünschen, ist, dass Personen am Nachbartisch Ihre Tischgespräche aufschnappen. Deshalb fallen häufig Lokale durchs Raster, deren Tische eng an eng stehen, sodass man den Nachbarn problemlos aufs Essen schauen kann. Wählen Sie für ein Geschäftsessen ein Restaurant, dessen Tische weit genug auseinander stehen oder das einen Tisch anbietet, der sich etwas abseits der anderen befindet. Abgetrennte Räume isolieren und sollten nur dann gewählt werden, wenn von vornherein vertrauliche Themen auf der Tagesordnung stehen.

Trinkgeld: 5 bis 10 Prozent sind üblich

Das „Bedienungsgeld“, wie es so schön auf den Speisekarten steht, ist bereits in den Preisen der Speisen deutscher Restaurants enthalten. Trotzdem ist es üblich, vorausgesetzt Sie sind mit dem Service zufrieden, dass Sie Trinkgeld geben. Sollten Sie mit dem Service unzufrieden sein, ist es nicht unhöflich, kein Trinkgeld zu geben. Unhöflich wäre es hingegen, seinem Unmut durch eine sehr geringe Summe Trinkgeld, beispielsweise einen Cent, Luft zu machen. Wenn Sie zu Ihrer Zufriedenheit bedient wurden, sind 5 bis 10 Prozent Trinkgeld der Rechnungssumme üblich. Formulierungen wie „Der Rest ist für Sie“ oder „Stimmt schon“, gepaart mit einem gönnerhaften Grinsen, sind unangebracht. Ein freundliches „Danke“ signalisiert, dass Sie kein Wechselgeld wünschen. Falls Sie das Trinkgeld nicht „klein“ parat haben, sind Formulierungen wie „Geben Sie mir 10 Euro zurück“ empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht zu Ungunsten des Servicepersonals verrechnen – auch das passiert schon mal. Sie zahlen mit Kreditkarte? Dann lesen Sie unter „Bezahlen“, wie Sie das Trinkgeld am besten übergeben können.

Verlassen des Lokals: Die richtige Reihenfolge

Beim Verlassen des Lokals lassen Sie Ihren Gästen und den Ranghöheren den Vortritt. Schwierig wird es nur, wenn Ihre männlichen Gäste gut erzogen sind und Ihnen, der Frau, den Vortritt lassen möchten. Machen Sie der Einfachheit halber von diesem Angebot Gebrauch.

Warten auf weitere Gäste

Wenn noch nicht alle Gäste eingetroffen sind, können Sie sich das Warten bei einem Aperitif vertreiben. Hat das Restaurant einen Barbereich, können Sie Ihren Aperitif auch dort nehmen. Bis 15 Minuten nach dem vereinbarten Termin sollten Sie warten. Sollten dann noch nicht alle da sein, beginnen Sie mit dem (vorbestellten) Essen oder bestellen.

Wein: So wählen Sie aus und verkosten

Die Regel, dass weißer Wein zu „weißem Fleisch“, also zu Fisch und Geflügel, und roter Wein zu „rotem Fleisch“ getrunken wird, gilt heute nicht mehr so rigoros. Warten Sie beziehungsweise Ihr Chef mit der Weinbestellung, bis alle Gäste ihre Speisen ausgewählt haben. Denn viele machen die Präferenz für einen Weiß- oder Rotwein nach wie vor natürlich von den Speisen abhängig, da Weine Speisen in idealer Weise ergänzen können. Der Einladende wählt den Wein; zusätzlich fragt er in die Runde, ob die Damen und Herren mit Rot oder Weiß einverstanden sind. Möglicherweise sollte Ihr Chef einen Roten und einen Weißen bestellen. Wenn kein offener, sondern eine Flasche Wein bestellt wurde, wird dieser der Person zum Verkosten angeboten, die ihn bestellt hat.

Achtung: Bei der Verkostung haben Sie nicht die Möglichkeit, einen Wein abzulehnen, weil er Ihnen nicht schmeckt. Es geht lediglich um zwei Fragen:

  • Hat der Wein die richtige Temperatur?
  • „Korkt“ er beziehungsweise hat er einen anderen Fehler?

Nur wenn die Temperatur nicht in Ordnung oder der Wein einen Fehler hat/korkig ist, können Sie ihn ablehnen. Sollten Sie unsicher sein, bitten Sie den Ober um sein Urteil. Er wird den Wein in Ihrer Gegenwart verkosten. Der gute Ton empfiehlt, dass Sie sich auf seine Expertise verlassen; es ist tabu, mit dem Servicepersonal eine Diskussion über den Wein zu beginnen. In guten Restaurants wird man Ihnen aber, wenn Sie sich unzufrieden zeigen, sofort eine neue Flasche anbieten.

Zutrinken: So geht‘s

Die Alternative zum Anstoßen ist das Zutrinken. Es ist die einzige für den geschäftlichen Bereich akzeptierte Möglichkeit, sich „zuzuprosten“. So funktioniert’s: Das Glas wird leicht angehoben, etwa auf Hals- bis Kinnhöhe, man blickt einander kurz in die Augen, sagt „Zum Wohl“ und trinkt. Das Glas sollte nach dem Trinken nicht einfach wieder abgesetzt werden, sondern das perfekte Zutrinken verlangt, dass die Anwesenden nach dem genommenen Schluck einander nochmals kurz in die Augen schauen und das Glas noch einmal kurz anheben. Peinlich wäre es, wenn Sie diese Sitte nicht kennen und schon die Gabel schwingen, während alle anderen sich noch einmal zutrinken.

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