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Die Prognosen-Pleite

Fast scheint es, als hätten die Wirtschaftsexperten unisono ihr gesamtes Wissen vergessen: Kaum einer hat verlässlich vorausgesagt, was wir derzeit in der Weltwirtschaft erleben. Wie Voraussagen entstehen und warum sie manchmal so daneben liegen.

Die Headlines, mit denen die Medien seit Wochen aufmachen, verbreiten nicht nur trübe Stimmung, sondern werfen vor allem eine Frage auf: Wie konnte uns die Konjunkturflaute nur so plötzlich überraschen?

 

Globale Verunsicherung

Die Wirtschaftsexperten haben sich im vergangenen Jahr in puncto Treffsicherheit ihrer Prognosen nicht gerade hervorgetan. Und auch die Regierungen wirken eher ratlos. Mit hunderten Milliarden schweren Konjunkturprogrammen versuchen sie derzeit, die Krise in den Griff zu bekommen. Manchmal scheint es fast, als würden die bestehenden Wirtschaftsordnungen gänzlich auf den Kopf gestellt und alles aus dem konjunkturpolitischen Handwerkskasten verheizt, was die Finanz- und Wirtschaftspolitiker irgendwie kennen. Doch welche Wirkungen die Maßnahmen haben werden, wagt niemand mehr vorauszusagen. Sicher ist allenfalls eine globale Verunsicherung.

 

Abschwung im Schnelldurchlauf

Noch Mitte des letzten Jahres schien alles eitel Sonnenschein. Dann kam scheinbar wie aus heiterem Himmel der Einbruch. Von der Heftigkeit gaben sich die Ökonomen überrascht. "Risiken haben viele gesehen; dass die Finanzkrise beinahe den Kollaps des gesamten Systems bewirken und nun die schärfste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg drohen würde, das hat vor einem Jahr bis auf ein paar Katastrophenpropheten keiner zu denken gewagt", griff der Internet-Dienst FAZ.Net Ende des Jahres 2008 das Phänomen auf. Das Online-Portal skizzierte im Schnelldurchlauf die Stationen der wirtschaftlichen Talfahrt: "Erst machte der Ölpreis große Sorgen, der im Juli auf die Rekordmarke von fast 150 Dollar kletterte, was kaum ein Prognostiker so schnell für möglich gehalten hatte. Zwischenzeitlich wertete der Euro gegenüber dem Dollar bedenklich auf, wodurch der deutsche Export belastet wurde, der wegen der sich abkühlenden Weltwirtschaft ohnehin langsamer wuchs." Und im September habe dann die Finanzkrise voll zugeschlagen und auf die Realwirtschaft übergegriffen.

 

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Welche Messgrößen für die Beurteilung gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen zugrunde gelegt werden, wie Konjunkturzyklen funktionieren und welche Faktoren außerdem großen Einfluss haben, erklärt Journalistin Monika Feiser in der März-Ausgabe von working@office. Ihr nächster Beitrag erscheint im April.

 

 

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