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Office-Star: Knotenpunkt im Ideen-Netz

ANJA HAUENSCHILD: Wenn man sie nach dem Hauptmerkmal ihrer Arbeit fragt, fällt ihr das Wort „Freiheit“ ein. Bei der intrinsify.me GmbH hält die gelernte Hotelfachfrau den Laden am Laufen, überwiegend virtuell – und doch mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Ein Gespräch mit einer, die in der New Work angekommen ist.

Anja Hauenschild

Arbeiten ohne Ansagen, das motiviert: Anja Hauenschild arbeitet bei intrinsify in einem New-Work-Team: „Ich gucke nicht auf die Uhr, und ich werde nicht kontrolliert. So macht mir das Arbeiten Spaß ...“

Es fängt schon damit an, wenn man Anja Hauenschild nach ihrer Funktion fragt. „Hm“, antwortet sie, „ich bin bei uns verantwortlich für die Organisation und die Projekte“. So steht es auch in der E-Mail-Signatur. „Im Arbeitsvertrag heißt es „Assistentin der Geschäftsführung“, aber ich brauche solche Bezeichnungen eigentlich nicht.“

Es gibt noch einiges mehr, was die 40-Jährige in ihrem Job nicht – mehr – braucht: Ein festes Büro zum Beispiel, feste Arbeitszeiten und dauernde Chef-Ansagen. Stattdessen arbeitet sie von zu Hause aus, auch mal im Café oder im Kleingarten; sie pausiert, wenn die Kinder sie brauchen oder sie eine Runde Sport einlegen möchte; sie sucht sich ihre Aufgaben selbstständig und bezieht sie zum Beispiel aus der Team-Konversation über das Instant-Messaging-Tool Slack.

Natürlich möchte man genauer wissen, was sie denn nun eigentlich organisiert bei ihrem Arbeitgeber, um welche Projekte es geht und wer und wie groß das Team ist. Eine Art Unternehmensberatung vielleicht? Das sind Fragen aus der „old economy“, das spürt man bald, wenn man in die Tiefe geht und einfach mal weiterklickt, oder aber wenn Anja Hauenschild die frisch formulierte Unternehmensstrategie rüberschickt: „intrinsify will Menschen fit für die neue Arbeitswelt machen und so zu einer lebenswerteren Arbeitswelt beitragen: Wir liefern gute Ideen für Arbeit und Dich. Wir klären auf, wir rüsten aus, wir ordnen ein, wir bieten Ideen und Angebote.“

Mit einem Buzzword würde man vielleicht von Enabling sprechen. Der Rahmen dafür ist ein Netzwerk, dem man sich für einen Monatsbeitrag anschließen kann. Anja Hauenschild fühlt sich als Teil dieser Community, so wie die anderen fünf Team-Mitglieder auch. Das sind neben den beiden Geschäftsführern Prof. Dr. Lars Vollmer und Mark Poppenborg ihre Kollegin Lena Stiewe, Christopher H. Stappert und Katharina Staudinger.

Kollegin Lena Stiewe, zuständig für Content und Social Media, wohnt zufälllig in der gleichen Straße wie Anja Hauenschild, was die Virtualität im Team angenehm unterbricht. „Wir treffen uns öfter einfach mal zum Mittagessen.“ Katharina Staudinger ist über eine Mitgliedschaft im Netzwerk von intrinsify an den Job gekommen. Sie ist Anja Hauenschilds Ansprechpartnerin, wenn es um Trainings und Workshops geht – und das „Einhorn“ im Team, wie die Website verrät. Kollege Christopher H. Stappert ist laut Business-Porträt „#new work-Enthusiast“ und verbindet Digitales, Geisteswissenschaftliches und Agiles sinnvoll miteinander.

Offline-Meetings sind wichtig

Lars Vollmer lebt meist in seiner Traumstadt Barcelona, Mark Poppenborg mit Frau und Sohn in Brighton, England. Anja Hauenschild und ihre Kollegin Lena Stiewe wohnen in Hannover, Christopher H. Stappert in Lippetal und Katharina Staudinger in Köln. Man trifft sich dennoch in regelmäßigen Abständen, die nächsten Strategietage finden beispielsweise in Brighton statt. „Diese Offline-Meetings sind uns sehr wichtig“, sagt Anja Hauenschild, „dann kleben wir mit Post-Its die Wände voll und besprechen so ziemlich alles, was strategisch von Bedeutung ist“.

Ansonsten gibt es einen regelmäßigen „Call“ im Vierer-Kernteam, immer freitags und begrenzt auf eine Stunde. Eine WhatsApp-Gruppe gibt es für alle sechs, und wenn alle miteinander telefonieren, geht das über ein Telefonkonferenztool. Strukturen ergeben sich mit der Zeit für die Zusammenarbeit, meint „Organisationsgenie“ Hauenschild (das schreiben die Kollegen über sie), und das gelte auch für ihre eigene Arbeitszeit. „Ich jedenfalls komme mit dieser großen Freiheit gut klar.“

Das Vertrauen von ihren beiden Chefs hat sie uneingeschränkt: „Die Rahmenbedingungen, die man den Mitarbeitern zur Verfügung stellt, sind die Grundlage für ihr Verhalten. Deshalb ist das Entscheidende, dass man dabei ein positives Menschenbild zu Grunde legt. Egal wie man tickt und ob man sonst eher ein misstrauischer Typ ist“, sagt Geschäftsführer Mark Poppenborg. Über Anja Hauenschild sagt er: „Sie ist extrem gut organisiert und eine Art Rückgrat unserer Organisation. Bei einem virtuellen Team mit vielen parallelen Aufgaben und Projekten ist ein solches Talent unverzichtbar.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office 05.2019. Hier geht es zum Gratis-Test.

Die intrinsify.me GmbH

Gegründet wurde der Think Tank im Jahr 2011 von Prof. Dr. Lars Vollmer und Mark Poppenborg. Die Geschäftsidee ist es, das Wissen, die Erfahrung, die Kreativität und die Kontakte der beiden Geschäftsführer in „Paketen“ zu verkaufen. Der Rahmen dafür ist das Netzwerk, dem man sich für 16 Euro im Monat (Studierende zahlen fünf Euro) anschließen kann. Damit haben die Mitglieder – rund 600 sind es mittlerweile – Zugriff auf verschiedenste Leistungen, die zum Teil kostenfrei, zum Teil gegen Bezahlung angeboten werden.

Dazu zählen Netzwerk-Aktionen wie Online-Diskussionsforen, Think-Tank-Gruppen innerhalb des Netzes, Tipps und Hintergrundwissen per E-Mail und Zugriff auf Wissensdatenbanken, die Teilnahme an E-Learning und Webinaren, zahlreiche Events und auch Großveranstaltungen für das gesamte Netzwerk, Kaminworkshops mit namhaften Experten und manches mehr. Exklusiv für die Mitglieder ist die Erlaubnis, das intrinsify-Mitgliederlogo zu verwenden, um die Zugehörigkeit zu dieser speziellen Community sichtbar zu machen. In einem Shop gibt es Bücher und ein Kartenspiel, das spielerisch zu „wirksamer Arbeit“ hinführen soll.

Beide Gründer sind tief in der New-Work-Szene vernetzt. Lars Vollmer ist bekannt als Querdenker und Provokateur, er ist Buchautor, Vortragsreisender, Jazz-Pianist, Ingenieurwissenschaftler, Lehrbeauftragter und Honorarprofessor. In seiner Beratungsfirma Vollmer & Scheffczyk ist er nach wie vor Gesellschafter. Mark Poppenborg ist in erster Linie Unternehmer und gewissermaßen das Gesicht von intrinsify. Nach der Gründung von mittlerweile vier Unternehmen fokussiert sich der gelernte Wirtschaftsingenieur derzeit darauf, Menschen beim „Abschütteln“ lästiger Konventionen zu unterstützen. Der gebürtige Gütersloher hat einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem er Managementwissen für die neue Arbeitswelt in gut verständlichen Minutenbeiträgen vermittelt.

Mehr Infos unter www.intrinsify.de, www.larsvollmer.com und markpoppenborg.com.

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