Soforthilfe-Tipps für Deep Work: Wie Sie wirklich effizient arbeiten und trotzdem kreativ bleiben
Deep Work – der Begriff beschreibt einen Zustand völlig konzentrierter und fokussierter Arbeit. Es gibt Regeln und Denkweisen, die ein solch fokussiertes Arbeiten fördern.

Soforthilfe-Tipps für Deep Work: Wie Sie wirklich effizient arbeiten und trotzdem kreativ bleiben

Die aktuelle Situation hat Tagesabläufe und Job-Routinen massiv verändert. Unterbrechungsfreie Zeit ist rarer geworden. Wie es gelingt, trotz immer mehr Ablenkungen im Arbeitsalltag effizient zu arbeiten und trotzdem kreativ zu bleiben. n.

Ständige Ablenkung ist in einem digitalen Arbeitsalltag das Hindernis Nummer eins für effizientes Arbeiten. Seit Corona sind wir mit Homeoffice, virtuellen Meetings und zahlreichen neuen Kommunikationskanälen konfrontiert. Sich ganz auf eine Sache konzentrieren zu können wird damit zu einer raren, aber wertvollen und entscheidenden Fähigkeit im Job. Der U.S.-amerikanische Informatikprofessor Cal Newport prägte hierfür den Begriff „Deep Work“. Der Begriff beschreibt einen Zustand völlig konzentrierter und fokussierter Arbeit, im Gegensatz zu „Shallow Work“, womit kognitiv anspruchslose Aufgaben gemeint sind, die wir trotz Unterbrechungen oder Ablenkung erledigen können.

Newport begann die Regeln und Denkweisen zu erforschen, die solch fokussiertes Arbeiten fördern. Für sich selbst hat er drei verschiedene Strategien für fokussiertes Arbeiten entwickelt. Strategie Nummer eins lautet: Schaffen Sie Platz für Deep Work. Nehmen Sie sich wöchentlich so viel Zeit, wie sie brauchen, tragen Sie sich die Zeit in den Kalender ein und bleiben Sie dabei. Deep Work als fester Termin, sozusagen. Strategie Nummer zwei: Er geht bewusst mit seiner Zeit und Aufmerksamkeit um; zwei Ressourcen, die für Deep Work unerlässlich sind. Deshalb ist er nicht in sozialen Netzwerken präsent und minimiert Surfen im Internet auf das Allernötigste. Seine dritte Strategie besteht darin, sich Rituale zu schaffen, die seine Konzentration befördern. Gibt es einen Platz, an dem Sie besonders gut arbeiten können? Oder eine bestimmte Uhrzeit?

VIER STUNDEN PRO WOCHE STATT 80

Auch Timothy Ferriss hat eine Methode entwickelt, wie sich in weniger Arbeitszeit mehr erledigen lässt. Der junge Unternehmer war lange Zeit Workaholic mit einer 80-Stunden-Woche. Dann erfand er MBA (Management by Absence). Er reiste fünfzehn Monate durch die Welt und merkte, dass er seine Firma nebenbei in vier Wochenstunden führen kann. Seine Devise lautet: Maximale Ergebnisse bei minimalem Einsatz. Ferriss ist überzeugt: Jeder sollte und kann sich im Job rar machen – und wird dadurch freier, reicher und glücklicher. „Das Modell von Arbeit als ein Ort, an dem man sich für eine festgelegte Zahl von Stunden aufhält, ist heute obsolet“, sagt Ferriss. „Man kann seinen Chef und auch die Kollegen daran gewöhnen, Arbeit als die Ergebnisse zu betrachten, die man produziert. Dadurch eröffnet sich eine ganze Welt von Möglichkeiten.“   

E-MAILS ERST AB 11 UHR LESEN

Ferriss rät dazu, E-Mails erst ab 11 Uhr vormittags zu lesen und in der gewonnenen Zeit ungeliebte Aufgaben zu erledigen, die Sie ansonsten gerne vor sich herschieben. Außerdem ist er ein Verfechter des Pareto-Prinzips. Demnach sorgen 20 Prozent des Inputs für 80 Prozent des gesamten Outputs. „Machen Sie zuerst eine 80/20-Analyse, womit Sie Ihre Zeit verbringen“, erklärt Ferriss. „Welches sind die 20 Prozent an Aktivitäten und welches die 80 Prozent an Ablenkungen und Unterbrechungen, die den Großteil Ihrer Zeit verbrauchen?“ Notieren Sie die zwei bis vier schlimmsten Zeitfresser auf einer „Not-to-do-Liste“ und schauen Sie sie jeden Morgen an. Sie werden überrascht sein, wieviel Zeit Sie plötzlich zur Verfügung haben, wenn Sie sich an Ihre „Not-to-do-Liste“ halten.

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