In 4 Schritten zum agilen Mindset
So kommen Sie in 4 Schritten zum agilen Mindset. © hakinmhan - AdobeStock

In 4 Schritten zum agilen Mindset

Das Konzept der Agilität wird im Rahmen der digitalen Transformation wieder besonders aktuell. Entscheidend sei aber nicht so sehr die Methodik, sondern das richtige Mindset, erklären zwei Expertinnen.

Business- und Karrierecoach Alexandra Fahnenschreiber hat bereits agile Methoden angewendet, als der Begriff noch nicht so stark im Fokus stand. In der Unternehmensberatung, in der sie viele Jahre angestellt tätig war, wurde zum Beispiel bereits früh die Routine eines wöchentlichen Stand-ups etabliert: ein kurzes Meeting im Stehen mit einem Rückblick der letzten und einer Vorschau der kommenden Woche.

„Das ist ein kleines und wirkungsvolles Tool, das sich schnell überall einführen lässt. Denn durch die Kürze und das Stehenbleiben verändert sich bereits ganz viel in der Dynamik eines Meetings“, sagt Alexandra Fahnenschreiber, die heute selbstständig in eigener Coachingpraxis arbeitet.

Auch die Retrospektive, also die Praxis vergangene Projekte im Hinblick auf Geglücktes und Verfehltes zu reflektieren, hat sie als agiles Tool schätzen gelernt. Doch sie kennt auch die Kehrseite von nicht gelingenden Change-Prozessen in Unternehmen, wenn agile Methoden den Mitarbeitenden aufgezwungen werden, ohne sie dabei auf Augenhöhe einzubinden. Oft heiße es: „Wir müssen jetzt agil werden.“ Doch für Unternehmen sei es extrem wichtig, sich vorher zu überlegen: Was ist eigentlich das Gesamtziel? Was leiste ich als Führungskraft, um Veränderungen zu erreichen?

4 Schritte zum agilen Mindset

Alexandra Fahnenschreiber ist Business- und Karrierecoach in München. Unter dem Motto „Work smart, not hard“ unterstützt sie ihre Klientinnen und Klienten dabei, die eigene Arbeit als sinnvoll zu betrachten, um engagiert, kreativ und leidenschaftlich die Herausforderungen des Alltags zu meistern. „Ich möchte, dass meine Klientinnen und Klienten wieder an sich glauben und zu der Überzeugung gelangen, dass sie das Zeug dazu haben, alles zu lernen, um ihre Ziele zu erreichen. Und genau das beinhaltet ein agiles Mindset“, sagt Alexandra Fahnenschreiber. Neben Einzelsitzungen im Businesskontext bietet sie zum Thema Agilität auch Teamevents an sowie Beratung von Führungskräften, zum Beispiel „Agil führen“ oder „Die Führungskraft als Coach und Botschafter“. Mehr Informationen zu Alexandra Fahnenschreiber finden Sie auf ihrer Homepage.

1. Sinn und Selbstbestimmung: Wie definiere ich meine Arbeit? Stiftet sie Sinn in meinem Leben oder erledige ich sie als bloßen „Brotjob“ und gebe die Verantwortung ab? Selbstbestimmt zu arbeiten und die eigene Arbeit als sinnvoll zu empfinden, hilft dabei, komplexe Probleme zu lösen und alltägliche Herausforderungen zu meistern.

2. Rollenverständnis: Wie definiere ich meine Rolle? Was möchte ich ausprobieren? Unabhängig von klassischen Hierarchien bedeutet Agilität Arbeit auf Augenhöhe. Das heißt, egal, ob Assistenz- oder Führungskraft, agile Prozesse orientieren sich nicht an vorgegebenen Rollen, sondern an Fähigkeiten, Selbstverantwortung und selbst gesteuertem Arbeiten.

3. Kundenzentrierung: Wo möchten die Kunden hin? Es geht nicht darum, den größten Profit mit einem Unternehmen zu machen, sondern die Kundenbedürfnisse in den Fokus zu rücken.

4. Lebenslanges Lernen: Alles ist möglich?! Bei agilen Prozessen hat jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin im Unternehmen den Raum, immer wieder etwas Neues zu lernen. Dabei ist nicht die klassische Weiterbildung ausschlaggebend, sondern vor allem das informelle Lernen. Durch agile Methoden und gemischte Teams werden neue Lernerfahrungen abseits von eingefahrenen Strukturen für die Kolleginnen und Kollegen erlebbar.

 

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