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12 Tipps, die Ihr Handy sicherer machen

Seit der Affäre um Angela Merkels Diensthandy ist die Panik groß in Deutschland. Viele fragen sich: Gibt es einen optimalen Schutz für Handys?

12 Tipps, die Ihr Handy sicherer machen

Ja, sagen die Präventionsexperten vom Sicher-Stark-Team.


Es gibt zwar keine 100-prozentige Sicherheit, sonst hätte die NSA es nicht geschafft, das Diensthandy unserer Bundeskanzlerin abzuhören, aber man kann vorbeugend viel unternehmen, um Lauschangriffe zu verhindern. Das Handy wird in der heutigen Zeit ja nicht nur zum Telefonieren genutzt. Sowohl Erwachsene als auch Kinder nutzen die Technik, um Fotos und Videos aufzunehmen, SMS zu verschicken, in das Adressbuch persönliche Daten einzutragen, Kontoverbindungen und Pin- oder Tan-Nummern im Notizbuch zu speichern, Termine einzutragen und vieles mehr. Wenn das Handy erst einmal geknackt wurde und die Daten beim Hacker auf dem PC sind, sind die Sorgen groß.


Tipp 1: Updates

Genauso wie am Computer sind aktuelle Updates sehr wichtig. Viele Handys sind noch immer mit der gleichen Software, die beim Kauf erworben wurde, ausgestattet und wenige Kinder oder Erwachsene halten Ihr Handy auf dem neusten Stand. So nutzen Hacker die Sicherheitslücken, um Zugriff zu erlangen.


Tipp 2: Codierung nutzen

Bei neueren Handys können Sie Ihre Daten verschlüsselt verschicken. Sie sollten immer persönliche Daten, Anmeldedaten, E-Mails und Websites verschlüsselt übertragen. Mails können beispielsweise mit Hilfe von Apps wie dem Android Privacy Guard vor dem Senden unleserlich gemacht werden. Während die Daten übertragen werden, kann dann niemand mithören.


Tipp 3: Achten Sie auf das richtige Smartphone

Jeder Hersteller hat Vor- und Nachteile. Informieren Sie sich vor dem Kauf. Laut Testergebnissen sind iPhones und das Windows Phone 8 zur Zeit die sichersten Systeme.


Tipp 4: Zugangscode aktivieren

Nach Kauf sollten Sie auf jeden Fall die Sperrmöglichkeiten, die das Handy bietet, nutzen. In der Regel Pincodesperre und Kartensperre auf "aktiv" setzen, um es vor Fremden zu schützen. Auch die Displaysperre/Tastensperre sollten Sie aktivieren, sodass sich das Handy in der Tasche nicht selbst aktiviert und mit dem Internet verbindet oder jemanden unbeabsichtigt anruft.


Tipp 5: Vorträge besuchen

Informieren Sie sich frühzeitig auf Vorträgen/Workshops über die neuen Gefahren und den Schutz für das Handy, den PC und mobile Geräte. Auch Ihre Kinder sollten Sie in diese Sicherheitsthemen einbeziehen. Das Sicher-Stark-Team beispielsweise bietet seit Jahren deutschlandweite Vorträge unter www.sicher-stark-team.de/sicher-stark-vortraege.cfm an.


Tipp 6: Bluetooth abschalten

Gerade Bluetoothverbindungen lieben Hacker als Einfallstor. Schalten Sie generell Funkdienste ab, wenn sie nicht gebraucht werden. WLAN, GPS und Bluetooth brauchen Sie bestenfalls bei Google Maps und Datenabgleich mit anderen Handys. Deshalb: Wenn Sie nicht gerade diese Funktion nutzen, abschalten. So können Fremde keinen Zugriff erlangen. Sie kosten außerdem unnötig Strom.


Tipp 7: Hotspots beachten

Gerade öffentliche Internet-Hotspots bieten nur wenig Sicherheit. Leider können Sie nur selten prüfen, ob ein Hotspot wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Hacker können gefälschte Zugangspunkte installierten: Wenn Sie diese dann mit Ihrem Handy nutzen, können Gauner mithören oder persönliche Zugangsdaten abgreifen.


Tipp 8: Fremde Rufnummern

Bevor Sie eine Rufnummer zurückrufen, sollten Sie prüfen, ob es sich um eine kostenpflichtige Mehrwertrufnummer handelt. In der heutigen Zeit ist es kein Problem, mehrere Rufumleitungen zu legen, was Mehrkosten verursachen kann.


Sofern möglich, sollten Sie einen Einzelverbindungsnachweis für Ihre Telefonrechnung beantragen. Prüfen Sie die Abrechnung sehr genau. Dort finden Sie sofort teure Mehrwertrufnummern. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie kostenpflichtige Mehrwertdienste und mobilen Zahlungsverkehr für das Kinderhandy sperren lassen. Dann gibt es keine bösen Überraschungen am Monatsende.


Tipp 9: Niemals SMS und MMS von Fremden anklicken

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, sollten Sie niemals auf Links in SMS, E-Mails oder anderen Nachrichten klicken. Leider nutzen Cracker dies als Einfallstor, um das Handy mit Maleware anzugreifen oder zu infizieren.  Danach kann der Hacker nach Lust und Laune alle Funktionen Ihres Handys bedienen und abrufen. Öffnen Sie MMS nur, wenn Sie auch sicher sind, dass die Bildnachricht von der Person kommt, die sie geschickt haben soll.


Tipp 10: Apps

Installieren Sie nur vertrauenswürdige Apps. Jede App will verschiedene Funktionen Ihres Smartphones nutzen, beispielsweise die Internetverbindung oder die Daten Ihres Adressbuches. Bei der Installation einer App muss der Nutzer immer zunächst sein Einverständnis geben. Stimmen Sie der Installation nur dann zu, wenn Sie sicher sind, dass die App aus vertrauenswürdigen Quellen stammt, denn hinter einigen Apps verstecken sich Viren. Im Zweifel nehmen Sie von der Installation Abstand und suchen nach einer anderen App. Installieren Sie zunächst Apps, die Viren auf Ihrem Smartphone ausfindig machen können.


Tipp 11: Diebstahl

Sollte Ihr Handy einmal gestohlen werden, so aktivieren Sie von einem anderen Handy aus den Löschcode. Neuere Smartphones haben diese Funktion bereits installiert. Ältere Geräte können durch eine App nachgerüstet werden. F-Secure bietet für Smartphones und Tablets bereits solche Apps an. Auch eine Sperre der Smartphones von Kindern kann eingerichtet werden. So können Sie im Notfall immer sämtliche Daten von einem anderen Handy aus löschen, sodass sie für den Dieb unzugänglich sind.


Tipp 12: Backups

Denken Sie auch daran, immer regelmäßig Backups zu machen. Sollte das Handy verloren gehen, spielen Sie die Sicherungskopie einfach auf Ihr Handy zurück.


Mehr Informationen finden Sie unter: www.sicher-stark.de

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