Lesen für den Frieden
Petra Wörsching ist Direktionsassistentin bei der IJB in München, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinderliteratur aus aller Welt als Kulturerbe zu fördern, zu sammeln und zu vermitteln.

Lesen für den Frieden

Um ihren Arbeitsplatz bei der Internationalen Jugendbibliothek wird die Direktionsassistentin gleich mehrfach beneidet: In einem hübschen kleinen Schloss im Westen Münchens geht es von morgens bis abends um Kultur – und um einen gesellschaftlichen Auftrag, der das Team jeden Tag aufs Neue motiviert.

Für Petra Wörsching steckt das Reizvollste ihres Berufs bereits im Namen ihres Arbeitgebers: Die Internationale Jugendbibliothek (IJB) lebt eine weltweite Mission. „Und genau das, der ständige Kontakt mit Menschen aus aller Welt, macht mich glücklich hier in der IJB“, sagt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau. IJB, die drei Buchstaben sind in der Buchwelt bestens bekannt. Wer es hört, dem zaubert das Kürzel ein Lächeln ins Gesicht. Womöglich erfüllt sich damit einer der Herzenswünsche der Gründerin Jella Lepman, denn im Gründungsjahr 1949 gab es allen Grund, das Lächeln in die Gesichter und in die Herzen der Menschen zurückzuholen.

Freiräume für Neues nutzen

Seit 1999 ist Petra Wörsching für die Internationale Jugendbibliothek als Direktionsassistentin tätig, seit 2007 leitet Dr. Christiane Raabe die Spezialbibliothek für Kinder- und Jugendliteratur. Die beiden sind ein eingespieltes Team, zwölf Jahre Zusammenarbeit bringen Routine in viele Abläufe. Dennoch, Bücher sind ein unendliches Kulturgut, mit lebendigen Klassikern und immer wieder neuen Entdeckungen. Da geht es um Abdruck- und Fotorechte, um Ausstellungen und Autorenlesungen, um Einladungen und Drucksachen, Literaturworkshops und Veranstaltungen für Schulen. Das 32-köpfige Team um Direktorin Christiane Raabe ist sich seines besonderen Auftrags, die Kinderliteratur in die Welt zu tragen, sehr bewusst. In vieles ist die Direktionsassistentin eingebunden, die interne Kommunikation ist, wie für diesen Beruf typisch, eine ihrer Hauptaufgaben. Hinzu kommen Terminplanung, Reisevor- und -nachbereitung, Informationsbeschaffung, Zuarbeit.

Neue Aufgaben schaffen Abwechslung

Und immer wieder gibt es neue Herausforderungen, freut sich Petra Wörsching. Auch solche, die sie mittlerweile mehr oder weniger eigenständig übernommen hat, die Betreuung des Social-Media-Auftritts zum Beispiel. „Die klassischen Sekretariatsaufgaben werden immer weniger“, sagt die 52-Jährige, „in den letzten 20 Jahren hat sich sehr viel verändert. Meine Chefin beantwortet viele Mails selber, ich sortiere meistens vor“.

Das schafft Freiräume, die Petra Wörsching gern nutzt, zum Beispiel jeden Morgen gleich in der ersten Stunde. Dann kümmert sie sich um die Homepage und schreibt Beiträge für Instagram, Twitter und Facebook. Keine ganz einfache Aufgabe, denn die Zielgruppen, die die IJB über die sozialen Medien anspricht, sind durchaus verschieden: „Wir adressieren die internationale Wissenschaft und befreundete Bibliotheken, aber natürlich auch die Familien mit ihren Kindern, die wir einladen, uns und unsere Bücher zu besuchen.“ Ein halbes Jahr Schulung hat sie fit gemacht für diese spannende Aufgabe, die ihr immer wieder besondere Freude macht, „weil ich stolz bin auf unsere Institution“, und weil sie ihre Affinität zu Sprachen ausleben kann. Gepostet wird mehrsprachig, Englisch und Spanisch hat Petra Wörsching als Fremdsprachenkorrespondentin gelernt.

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