Wie es Ihnen gelingt, Kritik leichter anzunehmen
Das beste Mittel, die eigene Kritikfähigkeit zu verbessern, ist, negatives Feedback als Chance zu betrachten, sich weiterzuentwickeln.

Wie es Ihnen gelingt, Kritik leichter anzunehmen

Wohl jeder wird lieber gelobt als kritisiert. Dabei ist es gerade das kritische Feedback, von dem Sie enorm profitieren können. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie es Ihnen gelingt, Kritik leichter anzunehmen, souverän darauf zu reagieren und Ihren Vorteil daraus zu ziehen.

Positives Feedback ist ein Grund zur Freude. Denn wer wird nicht gerne gelobt? Fällt das Feedback jedoch negativ aus, haben Sie sicherlich erst mal schwer daran zu schlucken – vor allem, wenn es unverblümte Kritik enthält oder unsachlich vorgebracht wird. Kritik führt oft zu reflexartigen Reaktionen, dann ist es schwierig, das Feedback nicht persönlich zu nehmen und sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Wir empfinden Kritik schnell als verbale Attacke und reagieren auch so, als wären wir tatsächlich angegriffen worden: Das Adrenalin in unserem Körper steigt und versetzt uns in Alarmbereitschaft. Das führt oft reflexartig zu einer dieser drei möglichen Verhaltensweisen: Angriff, Flucht oder hilfloses Erstarren. Diese Reaktionen spiegeln sich auch in den spontanen Antworten auf harsche Kritik wider:

Haben Sie sich in dem einen oder anderen Beispiel wiedererkannt? Sie wissen es selbst: Um auf Kritik professionell zu reagieren, ist keine dieser Reaktionen geeignet. Viel mehr bringt es Ihnen, wenn Sie Ihre Einstellung zum negativen Feedback ändern und an Ihrer Kritikfähigkeit arbeiten.

SEHEN SIE KRITIK ALS CHANCE

Das beste Mittel, die eigene Kritikfähigkeit zu verbessern, ist, negatives Feedback als Chance zu betrachten, sich weiterzuentwickeln. Das fällt bei unangebrachten oder unfairen Rückmeldungen natürlich schwerer als bei konstruktiver Kritik, doch Sie können aus beidem etwas lernen! Sagen Sie sich: „Auch wenn ich im Augenblick verärgert oder gar verletzt bin, werde ich die Chance nutzen, mein Verhalten (meine Leistung) zu prüfen und zu optimieren.“

Ihre Einstellung zu Kritik zu ändern, fällt Ihnen leichter, wenn Sie sich Folgendes vor Augen halten:

  • Kritik ist zunächst einmal nur die Meinung Ihres Gegenübers, die zutreffend oder unzutreffend sein kann.
  • Ein negatives Feedback bedeutet keine generelle Zurückweisung Ihrer Person; es geht um eine einzelne Angelegenheit: Dadurch werden weder Ihre fachlichen noch Ihre persönlichen Qualitäten grundsätzlich in Frage gestellt.
  • Ihr Kritiker ist Ihr Trainingspartner, der Ihnen hilft, an sich zu arbeiten. Seine Meinung ist ein Geschenk, aus dem Sie vielleicht großen Nutzen ziehen können. Seien Sie dankbar dafür.

WER? WAS? WIE?

Wie souverän Sie mit Kritik umgehen können, hängt nicht nur davon ab, was genau an Ihrem Verhalten, Ihrer Leistung oder Ihrer Arbeit kritisiert wird, sondern auch davon, wer die Kritik vorbringt und wie er oder sie das macht. 

1. Wer ist Ihr Kritiker? Kommt die Kritik von Ihrem Chef, einer Kollegin oder einer Ihnen weniger bekannten Person? Genauso wie im Privatleben befinden Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz in Beziehungen zu Menschen. Zu einigen haben Sie ein gutes, zu anderen ein eher neutrales und zu manchen womöglich auch ein angespanntes Verhältnis. Je nachdem, in welcher Beziehung Sie zu der Person stehen, die Ihnen Feedback gibt, reagieren Sie vielleicht unterschiedlich.

Beispiel: „Du hast vergessen, mir die Unterlagen auf den Tisch zu legen.“

Stammen diese Worte von einer Kollegin, mit der Sie sich gut verstehen, wird es Ihnen gewiss leichter fallen, die Kritik sachlich zu betrachten als wenn Ihr Verhältnis zu ihr angespannt ist. Je harmonischer Ihre Beziehung ist, desto weniger vermuten Sie hinter der Kritik eine böse Absicht. Wenn Sie professionell auf negatives Feedback reagieren möchten, trennen Sie Ihr Verhältnis zum Feedback-Geber vom Inhalt seiner Worte. Achten Sie darauf, was er sagt. Versuchen Sie mögliche negative Gefühle, die aus Ihrer Beziehung zueinander resultieren, zu ignorieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.