Großer Gehaltsreport: Was verdienen Assistenzkräfte wirklich?
Fortbildungen können nicht nur einen positiven Effekt auf das Gehalt haben, sondern auch den Arbeitsplatz im Tätigkeitsfeld des Sekretariats zukunftssicher machen. © Alexander Raths - Adobe Stock

Großer Gehaltsreport: Was verdienen Assistenzkräfte wirklich?

Wer im Assistenzberuf wie viel verdient, hängt von Faktoren wie Branche, Standort und Erfahrung ab. Vor allem aber geht es längst darum, klassische Sekretariatsarbeit mit zukunftsfähiger Denk- und Arbeitsweise zu kombinieren. In die eigenen Kompetenzen zu investieren, lohnt sich.

Routine war gestern: Die Auswirkungen der Pandemie auf den beruflichen Alltag sind wohl überall spürbar, zum Teil massiv. Doch die meisten Office Professionals können mit Chaos gut umgehen, viele fühlen sich momentan geradezu herausgefordert. Kräftezehrend ist die Situation dennoch, zumal das Virus, von Natur aus unberechenbar, kaum auch nur einigermaßen verlässliche Prognosen erlaubt.

In der Corona-Krise müssen Assistentinnen und Assistenten noch viel mehr als Allround-Talente fungieren. Als Mediatoren beispielsweise, wenn es darum geht, dem Team schwierige Entscheidungen der Geschäftsführung zu vermitteln, oder als Enabler, die digitale Kollaborations-Tools einführen, um die Teams im Social Distancing zusammenzuhalten und die Prozesse am Laufen zu halten. Ein dickes Lob ist da schön, ein ordentlicher Gehaltsscheck wäre es ganz sicher auch.  

WIE WIRKT CORONA AUFS GEHALT

Die Höhe eines Gehalts hängt im Assistenzberuf, wie in anderen Sparten auch, nicht ausschließlich von Kompetenz und Leistung ab. Eine ganze Reihe von Faktoren spielen eine Rolle. Generell hat die Corona-Krise Personalexperten zufolge das Gehaltsniveau von Assistenzkräften bislang nicht nach oben geschraubt – aber auch nicht nach unten. „Die Gehälter in der Assistenz wurden durch die Corona-Pandemie nicht wirklich beeinflusst“, sagt Kathrin Schmitz, Senior Director bei Page Personnel.

Das sieht Sophie Descollaz-Dunkel ähnlich: „Wir registrieren, dass die Gehälter im Schnitt aktuell für Neueinstellungen bei circa 60.000 Euro an der Spitze stagnieren, was auch durch Corona bedingt wird.“ Dies könne sich nach der Pandemie wieder ändern. „Das Gehalt kann sich jedoch durch Weiterbildungen und Übernahme neuer Verantwortungsbereiche steigern“, so die Geschäftsführerin des auf Assistenzdienstleistungen spezialisierten Personaldienstleisters PLU Tuning für den Chef. Noch ein wenig an der Gehaltsschraube drehen, das geht individuell also noch immer.

QUALIFIKATIONEN MIT HEBELWIRKUNG

„Verfügt eine Assistenzkraft neben den fachlichen Kenntnissen über relevante Zusatzqualifikationen, beispielsweise im Bereich Projektmanagement, spiegelt sich das auch in der Bezahlung wider“, erklärt Adrian Kandel, Vice President Temporary Services beim Personaldienstleister Robert Half. Auch nach Einschätzung von Sophie Descollaz-Dunkel gehören heute sämtliche Qualifikationen im Bereich Projektmanagement zu den wichtigen. Zum Beispiel eine IHK-Zertifizierung zur Projektleiterin oder die Prince2-Zertifizierung, die Assistenzen und Office-Managerinnen zeigt, wie eine Projektorganisation aufgebaut werden kann – und mit welchen Prozessen Vorhaben gemanagt werden könnten.

„Auch das Thema agiles Projektmanagement mit Scrum wird zukünftig eine wichtige Rolle spielen, da wir eine Entwicklung des Berufs in Richtung Projektmanagement wahrnehmen.“ Nach Einschätzung von Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer und Gründer von Gehalt.de können Fortbildungen nicht nur einen positiven Effekt auf das Gehalt haben, „sondern auch den Arbeitsplatz im Tätigkeitsfeld des Sekretariats zukunftssicherer machen“. Auch das trägt dann in der Konsequenz zu stabilen Gehältern bei.

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