Unzufrieden mit dem eigenen Gehalt? Nicht einfach munter weiterarbeiten!
Unzufrieden mit dem eigenen Gehalt? Nicht einfach munter weiterarbeiten! Reden Sie über Geld: Ein vernünftiges Gehalt ist einfach nur der Gegenwert für gute Arbeit – Sie haben es sich also verdient! © Cisek Ciesielski/AdobeStock

Gehaltsverhandlung: Die 5 wichtigsten Expertentipps für Ihr Jahresgespräch

Mit Vorgesetzten über eine Gehaltserhöhung zu verhandeln, fällt vielen Frauen immer noch besonders schwer. Dabei ist ein vernünftiges Gehalt einfach nur der Gegenwert für gute Arbeit – Sie haben es sich also verdient! Eine Personalexpertin gibt Tipps.

Was unsere Arbeit wert ist, bestimmen nicht nur Arbeitgeber, Arbeitsmarkt und formale Kriterien wie Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung. Wie viel Monat für Monat auf dem Konto landet, bestimmen auch wir selbst. Denn die Höhe des Gehalts ist häufig Verhandlungssache und deshalb durchaus variabel, auch bei vergleichbarer Ausgangssituation. Das ist gut und schlecht zugleich. Gut für jene, die mit dem Verhandeln kein Problem haben, schlecht für alle, die sich damit schwer tun – und das sind immer noch mehr Frauen als Männer.

In einer Follow-up-Studie haben das zwei Forscherinnen bestätigt, am Institut für wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Forschung Frankfurt. Martina Vogt und Andrea Ruppert hatten zwischen 2006 und 2009 untersucht, welche Rolle die geschlechtstypische Verhandlungskompetenz von Frauen für ihren Aufstieg und das erzielte Gehalt spielt. Rund zehn Jahre später, im Jahr 2017, überprüften die beiden Wissenschaftlerinnen diese Fragestellung, mit dem gleichen methodischen Design. Das traurige Fazit: Auch zehn Jahre nach Durchführung der Ursprungsstudie hatte sich nicht viel verändert. Im Follow-Up zeigte sich, dass Männer zum Verhandeln generell eine deutlich positivere Einstellung haben.

„Frauen gehen öfter nervös und ängstlich in Gehaltsverhandlungen“, stellten die Forscherinnen fest. Besonders frappierend: Obwohl beide Geschlechter nicht viel in die Vorbereitung der Verhandlungen investieren, erzielen Männer am Ende dennoch signifikant bessere Ergebnisse beim Verhandeln.

Gendergerechtigkeit? Fehlanzeige

„Viele Studien legen dar, dass Frauen, die eins zu eins das Verhalten übernehmen, das Männer erfolgreich macht […] – wie Zielfokussierung und forderndes Verhalten –, Normen verletzen, die das Gegenüber oft unbewusst Frauen zuschreibt. Für diese Normverletzung werden sie sanktioniert“, schreibt Business Coach und Trainerin Claudia Irsfeld in einem Beitrag über Frauen in Gehaltsverhandlungen.

„Es geht um die Erwartungen an ein sympathisches Auftreten. Und die sind im beruflichen Alltag zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt.“ Viele Jahre lang hat sie als Leiterin des Personalbereichs einer Managementberatung Einstellungsgespräche geführt, mittlerweile berät sie Fach- und Führungskräfte in Karrierefragen. Es nütze deshalb nicht wirklich, männliches Auftreten zu kopieren, sagt die Hochschulfachökonomin Personal, oder darauf zu warten, bis sich in den Köpfen etwas geändert habe, Frauen müssten ihr Gehaltsglück selbst in die Hand nehmen. Worauf es dabei ankommt, beantwortet die Buchautorin hier.

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