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Wirtschaftskanzleien als attraktive Arbeitgeber

"Wirtschaftskanzleien in Deutschlands Großstädten bieten hervorragende Berufsaussichten im Assistenzbereich". Diese Aussage stammt von Renate Gregor, Geschäftsführerin von Professional People Services - Personal für Kanzleien.In unserem folgenden Interview mit Renate Gregor lesen Sie, welche Möglichkeiten es gibt und wie viel berufliches Potenzial in dieser speziellen Branche steckt.

Wirtschaftskanzleien als attraktive Arbeitgeber

"Wirtschaftskanzleien in Deutschlands Großstädten bieten hervorragende Berufsaussichten im Assistenzbereich".  Diese Aussage stammt von Renate Gregor, Geschäftsführerin von Professional People Services - Personal für Kanzleien.

In unserem folgenden Interview mit Renate Gregor lesen Sie, welche Möglichkeiten es gibt und wie viel berufliches Potenzial in dieser speziellen Branche steckt.



W@O: Frau Gregor, Sie vermitteln Personal an Kanzleien.
Viele Ihrer Kunden sind Wirtschaftskanzleien. Was kennzeichnet diese im Gegensatz zu "üblichen"
Anwaltskanzleien?

RG:
Wirtschaftskanzleien bedienen andere Rechtsgebiete, sie sind auf die Beratung der Wirtschaft spezialisiert. Das kann zum Beispiel im Wettbewerbs- und Kartellrecht sein oder im Bank und Kapitalmarktrecht, im Unternehmenssteuerrecht, im Gesellschaftsrecht usw. Die Prozessabteilung, also
der Bereich, der für Mandanten Gerichtsprozesse führt, ist eine Abteilung, neben anderen. In den üblichen Anwaltskanzleien werden meist Privatmenschen zu rechtlichen Anliegen beraten. Sei es im Mietrecht, Arbeitsrecht, bei Verkehrsunfällen und ähnlichem.


In Wirtschaftskanzleien gibt es das nicht. Die Mandanten dort sind in aller Regel Unternehmen, oftmals große, internationale Konzerne aber natürlich auch zahlreiche Mittelständler. Diese werden zu rechtlichen Fragen beraten, manchmal wird auch für sie prozessiert.




W@O: Welche Ausbildung benötigen Fachkräfte in Wirtschaftskanzleien?

Müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Rechtsanwälte alle ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte sein?


RG: Sowohl Rechtsanwaltsfachangestellte als auch andere Berufe. Ja, wenn es um die Prozessabteilung geht, nein wenn es um Rechtsgebiete geht, in denen Mandanten nur beraten werden. Hier wird nicht prozessiert, daher sind die Aufgaben für die Assistenz im Grunde ähnlich wie in anderen Unternehmen und Branchen: Die Vorgesetzten sind zu organisieren, es sind Pitches vorzubereiten, Honorare abzurechnen, Terminkalender zu führen, Reisen zu buchen, Reports und Gutachten zu verfassen und vieles mehr. Eines ist besonders wichtig: Weil Wirtschaftskanzleien international arbeiten, sind Englischkenntnisse notwendig. Dies gilt für Rechtsanwaltsfachangestellte genauso wie für Assistentinnen bzw. Assistenten.




W@O: Wie groß sind solche Wirtschaftskanzleien?


RG: Nun, es gibt Kanzleien, die weltweit mehrere tausend Mitarbeiter haben. In den deutschen Großstädten sind die meisten Firmen von Rang und Namen vertreten. Bei großen Kanzleien sind bis zu 500 Mitarbeiter angestellt. Genauso gibt es aber die sogenannten "Boutiquen", also kleine, spezialisierte Wirtschaftskanzleien mit vielleicht 20-30 Menschen an Bord.




W@O: Gibt es kulturelle Unterschiede zwischen den großen und kleinen Kanzleien?


RG: Die Unterschiede sind wie überall - es gibt die konservativen wie die progressiven, die stillen wie die extrovertierten. In manchen Häusern ist der Stil, auch in Sachen Kleidung, eher klassisch, in anderen gilt "casual Friday" jeden Tag, außer wenn Mandanten im Hause sind.




W@O: Sie haben festgestellt, dass der Fachkräftemangel sich

bereits bei Kanzleien und Notariaten zeigt, so dass aus gute berufliche Chancen

in solchen Wirtschaftskanzleien bestehen.




RG: Ja, denn der Markt der Kanzleien ist insgesamt groß. In Deutschland gab es

insgesamt letztes Jahr etwa 162.695 zugelassene Rechtsanwälte. Davon im Kammerbezirk von Frankfurt am Main etwa 17.839, im Kammerbezirk München sogar 20.301, in Düsseldorf und Köln jeweils über 12.000. Derzeit gibt es mehr offene Stellen als Bewerber. Die Chancen für Fachkräfte in diesem Bereich sind nicht sehr bekannt. Dabei gibt es tolle Assistenz-Stellen im internationalen Umfeld,

die sogar relativ sicher sind. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hat kaum eine Wirtschaftskanzlei Mitarbeiter entlassen müssen.




W@O: Also insgesamt eine Branche mit Entdeckungspotenzial?


RG: Es ist eine eigene Branche und wer einmal dort arbeitet, geht selten wieder weg. Man lernt viel über die Wirtschaft, über Rhetorik und Kommunikation und das alles quasi im Vorbeigehen. In solchen Wirtschaftskanzleien arbeiten Anwälte mit Top-Qualifikationen und es ist sehr spannend, Teil dessen zu sein.

Erinnern Sie sich zum Beispiel daran, dass unlängst Facebook WhatsApp übernommen hat? Dass diese Übernahme selbstverständlich von Wirtschaftskanzleien vorbereitet und begleitet wurde, entnehmen nur wir "Insider" den Meldungen. Wenn ich höre, dass Microsoft von Nokia die Handysparte gekauft hat, dann forsche ich sofort nach, welche Kanzleien diesen Kauf begleitet haben.




W@O: Frau Gregor, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.




Weitere Information über Renate Gregor und Professional People Services - Personal

für Kanzleien finden Sie unter www.pps-jobs.de.

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