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Verabschieden bei Stellenwechsel: Kolleginnen, Kollegen und Geschäftspartnern „Auf Wiedersehen“ sagen

Wenn Sie das Unternehmen verlassen – oder Ihr Chef – sollten Sie nicht einfach so verschwinden. Ein paar Zeilen an Geschäftspartner und Kolleginnen und Kollegen – das gehört sich, wie man so schön sagt. Hier lesen Sie, wie Sie einfühlsam und persönlich formulieren.

Sich verabschieden bei Stellenwechsel

Wenn Sie Ihr Unternehmen verlassen, verabschieden Sie sich zusätzlich per E-Mail – so erreichen Sie alle Kolleginnen und Kollegen und „verschwinden“ nicht einfach.

Weshalb Sie sich verabschieden sollten

Sich zu verabschieden, adieu zu sagen, gehört zum guten Ton. Man kann nicht einfach so verschwinden. „Nach mir die Sintflut“, das funktioniert nicht. Denn Sie wissen selbst: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Also, verabschieden Sie sich! „Französisch verabschieden“ nennt man es, wenn jemand geht, ohne „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Es ist die unhöflichste Art zu gehen.

Auf Partys hat man den guten Grund, dass man keine Abschiedsstimmung verbreiten will. Hat man allerdings jahrelang zusammengearbeitet, also tagaus, tagein mit den gleichen Menschen verbracht, dann kommt der Abschied dem Ende einer Beziehung gleich. Und da geht man nicht ohne ein Wort. Auch wer in der gleichen Firma lediglich die Abteilung wechselt, sollte den Kolleginnen und Kollegen angemessen Lebwohl sagen. Denn rasch hat sich herumgesprochen, wie Ihr Abgang aufgenommen wurde. Sorgen Sie dafür, dass diese „Visitenkarte“ Sie bei den neuen Kolleginnen und Kollegen ins beste Licht rückt.

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Ist ein Abschied per E-Mail stillos?

Ganz und gar nicht. Sondern eher zeitgemäß. Schließlich erreichen Sie auf diese Weise alle Menschen, die Sie erreichen wollen. Also: Schreiben Sie intern eine E-Mail! An besonders liebe Kolleginnen und Kollegen können Sie noch einen persönlichen Gruß schreiben – vielleicht eine Karte – und ihnen überreichen oder am Arbeitsplatz hinterlegen. An Kunden oder externe Mitarbeitende versenden Sie Ihre Abschiedsgrüße am besten auf dem Weg, auf dem bisher die Kommunikation stattgefunden hat. Sie sollten allerdings auch bei Kunden, mit denen Sie hauptsächlich telefonischen Kontakt hatten, eine E-Mail schicken, da ein schlichter Anruf hier zu wenig Gewicht hätte. Wenn der Chef geht, sollte er an die wichtigsten Kunden auf jeden Fall einen kurzen Brief schreiben. Das zeigt Wertschätzung. Und: Vielleicht wird Ihr Chef in seiner neuen Position wieder Kontakt zu seinen „alten“ Ansprechpartnern haben.

Mein Tipp: Verabschieden Sie sich zusätzlich mit einem Ausstand

Wer jahrelang in einem Unternehmen gearbeitet hat, sollte sich nicht nur mit einer E-Mail verabschieden, sondern darüber hinaus einen kleinen Ausstand geben, den man in der E-Mail ankündigen kann. Verabschieden sollten Sie sich hierbei von allen regelmäßigen Kontakten, wie der eigenen Abteilung – inklusive Hausmeister und den Kolleginnen und Kollegen am Empfang.

Wem schreiben Sie eine Abschieds-E-Mail?

Falls Sie die E-Mail schreiben, weil Sie selbst gehen, adressieren Sie eine Version an die Kolleginnen und Kollegen, eine zweite an die Geschäftspartner. Auch Ihrem Chef sollten Sie ein paar freundliche Zeilen schreiben, wenn Sie freiwillig gehen und jahrelang gut zusammengearbeitet haben. Derjenige, der geht, verabschiedet sich aktiv. Wenn Sie die E-Mail für Ihren Chef formulieren, dann sollten Sie ebenfalls zwei verschiedene Versionen kreieren: eine für Geschäftspartner und Kunden, die andere für die Mitarbeitenden.

Achtung: Versenden Sie keine Massen-E-Mails. Die Empfänger sollten im CC nicht erkennen, wer die E-Mail sonst noch erhalten hat. Das wäre stillos.

Die richtige Anrede bei der Abschieds-E-Mail

In manchen Unternehmen, vor allem im Medienbereich, duzen sich heute alle. In anderen Firmen richtet sich das Duzen und Siezen oft danach, wie lange Sie schon dabei sind oder aber nach der Hierarchie. In einem solchen Fall, sollten Sie zwei verschiedene Schreiben verfassen: einmal mit der Anrede „du“ und einmal in der „Sie“-Form. Was gar nicht geht: Auf die Anrede verzichten, um es sich einfach zu machen.

So formulieren Sie Ihre Abschieds-E-Mail

Wie leicht passiert es, dass man sich in abgegriffenen Formulierungen verliert. Ein Abschiedsbrief sollte wie eine kurze Rede formuliert werden. Er sollte ohne Bitterkeit sein und weder hölzern noch flapsig klingen.

 Diese Formulierungen wirken distanziert und beliebigSo formulieren Sie wirklich persönlich und herzlich

Hiermit möchte ich mich von Ihnen allen verabschieden.

Meine Meinung: „Hiermit“ galt schon vor 20 Jahren als altmodisch. 

Ich sage heute adieu.

Meine Meinung: Das ist schön und emotional.

Hiermit möchte ich mich bei Ihnen allen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

Meine Meinung: Über die gute und konstruktive Zusammenarbeit liest man überall. Langweilig und distanziert.

Heute gibt es Kuchen! Den habe ich für Sie alle mitgebracht! Geburtstag habe ich zwar nicht, aber ich möchte Ihnen allen „Danke“ sagen.

Meine Meinung: Trauen Sie sich. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mein Arbeitsverhältnis bei dieser Firma endet zum 12. Juli.

Meine Meinung: Das liest sich, als hätte man schon jetzt nichts mehr mit seinem Unternehmen am Hut. 

Ich verlasse die xy GmbH zum 12. Juli.

Meine Meinung: Kurz und besser – durch die Nennung des Firmennamens und das emotionale Wort „verlassen“.

Meine Nachfolge tritt übrigens Herr XY an.

Meine Meinung: Das klingt unfreundlich.

Ich wünsche meiner Nachfolgerin, Ute Binerkens, erreichbar unter u.binerkens@anders.de, dass sie hier so viel Unterstützung erfährt, wie ich sie immer erleben durfte.

Meine Meinung: Freundlich und sympathisch formuliert.

Wann verschicken Sie am besten die Abschieds-E-Mail?

Um Ihren Kolleginnen und Kollegen und Geschäftspartnern die Möglichkeit zu geben, angemessen auf Ihre Information zu reagieren, sollten Sie diese ein bis zwei Wochen vor Ihrem letzten Arbeitstag verschicken. In jedem Fall sollten Sie das zuvor mit Ihrem Chef absprechen. Falls es einen Nachfolger gibt, sollten Sie diesen mit einem Satz erwähnen.

Trotz Abschied vernetzt bleiben

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Dementsprechend groß ist auch die Fluktuation. Hinzu kommt die Globalisierung. Es ist nicht mehr ungewöhnlich, dass man den Arbeitsplatz auch über Landesgrenzen hinaus wechselt. Sorgen Sie jedoch dafür, dass Sie für ehemalige Kolleginnen und Kollegen nicht aus der Welt sind. Bleiben Sie in Kontakt. Hinterlassen Sie in Ihrer Abschieds-E-Mail unbedingt Ihre neuen Kontaktdaten oder vernetzen Sie sich über XING, Facebook oder LinkedIn.


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