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Rollenwechsel zieht High Potentials an

Das hört man von Unternehmen immer wieder: Wir würden ja gern mehr Frauen in Führungspositionen einstellen – aber es bewerben sich einfach zu wenige! Warum ist das so, wollten die Professorin Anja Iseke von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Fachbereich Produktion und Wirtschaft) und die Professorin Kerstin Pull von der Eberhard Karls Universität Tübingen herausfinden. Ihre Studie brachte eigentlich längst Erwiesenes an den Tag: Es sind die Rollenbilder, die Frauen motivieren oder auch demotivieren.

Nur ein Bruch mit den üblichen Geschlechterstereotypen wird etwas an dem weiblichen Rekrutierungserfolg von Unternehmen ändern.

Rollenwechsel zieht High Potentials an

Woraus sich für die Wissenschaftlerinnen der klare Schluss ergibt: Nur ein Bruch mit den üblichen Geschlechterstereotypen wird etwas an dem weiblichen Rekrutierungserfolg von Unternehmen ändern.

Die beiden Forscherinnen haben für ihre Untersuchung Bilder und Motive unter die Lupe genommen, die bei der Anwerbung von Personal eingesetzt werden. Zum Beispiel sitzt da eine Frau mit Kind auf dem Schoß am Laptop, um zu demonstrieren, dass Familie und Karriere sich gut verbinden lassen. Die Chancen, dass Frauen sich daraufhin bewerben, steigen tatsächlich etwas.

Aber: Noch mehr, vor allem leistungsorientierte Frauen bewerben sich, wenn statt einer Frau auf dem Bild ein Mann den Spagat zwischen Kind und Beruf darstellt. Das ist eines der Ergebnisse der Online-Befragung, die die Professorinnen Anja Iseke und Kerstin Pull durchgeführt haben.

Einfluss weiblicher Führungskräfte auf die Bewerbungsneigung

In einer zweiten Befragung untersuchten sie, welchen Einfluss weibliche Führungskräfte auf die Bewerbungsneigung von weiblichen Hochschulabsolventen haben. Die Wissenschaftlerinnen zeigten in der ersten Studie 294 Studierenden ein Stellenangebot eines fiktiven Automobilzulieferers als Management-Trainee.

Die erste Gruppe erhielt nur die Stellenausschreibung, die zweite und dritte Gruppe sah zusätzlich einen Ausschnitt der Karriere-Homepage des Unternehmens mit Informationen über flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung. Die Infos waren ergänzt um eine persönliche Aussage zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in diesem Unternehmen, einmal von einer Mutter und einmal von einem Vater präsentiert.

Das Ergebnis: Die Bewerbungsneigung männlicher und weiblicher Absolventen ist höher, wenn das Unternehmen mit familienfreundlichen Personalpraktiken wirbt. Für männliche Absolventen macht es dabei keinen Unterschied, ob das familienfreundliche Angebot mit einer Frau oder einem Mann präsentiert wird. Weibliche Absolventen zeigen jedoch ein höheres Interesse an einer Bewerbung, wenn das Thema mit einem Mann beworben wird.

Quelle: Hochschule Ostwestfalen- Lippe, November 2017

Der Artikel stammt aus der working@office-Ausgabe 02 | 2018. Hier geht es zum Gratis-Test ...

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