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Rivalität am Arbeitsplatz

Zurzeit sorgen die packenden Duelle auf dem Rasen und fairer sportlicher Wettkampf für Gesprächsstoff in den Büros. Doch eine aktuelle Studie besagt, dass es gerade am Arbeitsplatz nicht überall fair zugeht ...

Rivalität am Arbeitsplatz

Laut einer internationalen Umfrage von Monster ist für viele Arbeitnehmer Rivalität im beruflichen Umfeld ein grobes Foul, auf das sie gegenüber dem Arbeitgeber mit der roten Karte reagieren. Nahezu die Hälfte der Befragten gab an, dass allzu starker Konkurrenzkampf in der Arbeit sie dazu veranlasst, über einen Jobwechsel nachzudenken oder diesen tatsächlich zu vollziehen und sich selbst vom Platz zu nehmen. Die internationalen und deutschen Ergebnisse auf einen Blick:


Rivalität am Arbeitsplatz: Haben Sie deshalb schon einmal Ihren Job gekündigt oder darüber nachgedacht?

  • Ich habe deshalb bereits einen Job gekündigt: 20 Prozent (Global) / 27 Prozent (DE)

  • Ich habe schon einmal darüber nachgedacht, zu kündigen: 26 Prozent (Global) / 30 Prozent (DE)

  • Nein, ich habe noch nie meinen Job deshalb gekündigt oder daran gedacht: 54 Prozent (Global) / 43 Prozent (DE)

Deutsche Arbeitnehmer am stärksten betroffen

Bei der länderspezifischen Aufschlüsselung der Zahlen zeigten sich die deutschen Teilnehmer am stärksten von rivalisierenden Kollegen betroffen: 27 Prozent haben deshalb bereits einen Job gekündigt, ein Drittel hat schon einmal diese Option erwogen. Im Durchschnitt der teilnehmenden EU-Länder gaben nur 18 Prozent der Befragten an, einen Arbeitsplatz aufgrund von vorherrschender Rivalität verlassen zu haben; für 57 Prozent hingegen kam eine Kündigung bisher nicht in Frage. Die Ergebnisse im internationalen Vergleich:

  • Ja, bereits gekündigt oder darüber nachgedacht: 43 Prozent (EU) / 57 Prozent (DE) / 49 Prozent (USA) / 47 Prozent (Kanada) / 46 Prozent (Indien)
  • Nein: 57 Prozent (EU) / 43 Prozent (DE) / 51 Prozent (USA) / 53 Prozent (Kanada) / 54 Prozent (Indien) 

Gesunder Wettbewerb versus Neiddebatten

"Arbeiten ähnlich qualifizierte und motivierte Menschen zusammen, entsteht oftmals eine Konkurrenzsituation", erklärt Thomas Zahay, Senior Director Human Resources Zentraleuropa & Skandinavien. "Dabei ist (gesunder) Wettbewerb nicht zwingend etwas Schlechtes und kann uns zuweilen sogar zu Bestleistungen anspornen - aber nur, wenn uns nicht Ärger mit sehr wetteifernden Kollegen oder auch Neiddebatten ablenken. Ausgewogenheit und Gelassenheit sind die Schlüssel zum Erfolg."


Tipp: "Sollten Sie Spannungen mit Kollegen nicht abbauen können oder sogar in eine Mobbing-Situation geraten, informieren Sie Ihren Vorgesetzten und distanzieren Sie sich von Ihrem konkurrierenden Gegenüber, sei es im Zuge eines Wechsels des Schreibtisches, der Abteilung oder - in letzter Instanz – des Unternehmens", so Zahay.

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