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Qualifizieren statt kündigen

Not macht erfinderisch. Dass dieser Spruch eine gute Portion Wahrheit enthält, lässt sich in immer mehr Unternehmen beobachten, die der Kurzarbeit Positives abgewinnen können. Qualifizieren statt kündigen lautet die Devise, die Vater Staat derzeit großzügig bezuschusst.

Qualifizieren statt kündigen

BMW macht es, Daimler macht es, Audi, VW und Opel – und sie sind in bester Gesellschaft mit Maschinenbauern wie Kuka, Viastore und Trumpf.

 

 

 

 

 

Kurzarbeit trifft immer mehr Unternehmen

Und für die Metaller ist die Kurzarbeit in Konjunkturflauten fast schon eine Routine-Übung. TUI, REWE, BASF, Infineon, Deutsche Post, Deutsche Bahn, die Zeitarbeitsfirma Adecco, Springer, Lufthansa Cargo, Edel-Uhrenhersteller Lange & Söhne, Cartier, die Praktiker-Baumärkte – alle haben Kurzarbeit angemeldet, für 2,7 Millionen Beschäftigte insgesamt seit Jahresanfang. Rund 1,4 Millionen davon haben Ende Juli Kurzarbeitergeld bezogen. Die Anmeldung ist nur eine Option, keine Verpflichtung.

 

Die Sekretärin ist eine der letzten

In den vergangenen Jahren hatte die mit Lohneinbußen verbundene unfreiwillige Freizeit in der Regel nur Arbeiter am Band getroffen, wenn die Produktion mangels Nachfrage heruntergefahren werden musste; selten einmal jemanden aus dem kaufmännischen Bereich. "Und die Sekretärin ist eigentlich ohnehin eine der letzten, die in Kurzarbeit geht", meint Claudia Zimmermann aus der Pressestelle der Agentur für Arbeit Köln, "der Chef muss ja auch arbeiten."

 

Das Beste daraus machen

Doch in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten wird mittlerweile vom Vertrieb über das Marketing bis zur Personalabteilung quer durchs Unternehmen das Stundensoll gekappt. Das Gute: Die Regierung hat im Laufe der Krise die Bestimmungen immer weiter gelockert. Jetzt machen viele einfach das Beste daraus.

 

Die Last auf viele Schultern verteilen

"Wir sind nun mal keine Fabrik und können nicht einfach die Produktion drosseln", erklärt Michael Blum von der TUI Deutschland GmbH in Hannover die neuen Kug-Anforderungen im Markt. Tatsächlich mache es erst einmal genauso viel Arbeit, Bettenkontingente in Hotels einzukaufen oder den Reisekatalog herauszubringen, wie sonst auch. "Doch wenn wir nur jene in Kurzarbeit schicken, die wirklich kaum noch zu tun haben, dann würden ein paar wenige die ganze Last tragen. Wir haben uns deshalb entschieden, solidarisch zu handeln." So hat TUI zehn Prozent Kurzarbeit für alle eingeführt, jeweils für vier Monate, die individuell zwischen Mai 2009 und Januar 2010 genommen werden.

 

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Egal ob Mitarbeiterin in einem Touristikkonzern, bei einem Luxus-Hersteller oder einem Verlag: Für die meisten der Kurzarbeiter ist die Situation völlig neu. Wie die Unternehmen mit dieser Situation umgehen und warum es sich doppelt lohnt, seine Mitarbeiter in Kurzarbeit weiterzubilden, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von working@office. Lesen Sie hier außerdem: Wie zwei Assistentinnen die Kurzarbeit nutzen

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