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Knarrende Stimme schmälert Karrierechancen bei Frauen

Frauen mit einer nach unten verzerrten, knarrenden Stimme erwecken einen weniger kompetenten, weniger gut ausgebildeten und weniger vertrauensvollen Eindruck. Das hat eine aktuelle Untersuchung der Duke University´s Fuqua School of Business ergeben.

Die Fuqua-Professoren Bill Mayew und Mohan Venkatchalam haben gemeinsam mit dem Duke-Forscher Rindy Anderson und Casey Klofstad, Professor der Universität von Miami, die Tonalität von Männern und Frauen untersucht. Das zentrale Ergebnis: Der sogenannte Vocal Fry wirkt bei beiden Geschlechtern wenig überzeugend. Der Effekt wirkt sich bei Frauen stärker aus als bei Männern. Der als "Vocal Fry" bekannte Stimmeffekt - das deutsche Pendant ist der weibliche Strohbass - außerdem die Attraktivität sowie die Chancen auf eine Anstellung. Die Ergebnisse haben die Forscher in einer Veröffentlichung mit dem Titel "Vocal Fry May Undermine the Success of Young Women in the Labor Market" zusammengefasst, die in der Mai-Ausgabe der internationalen Online-Fachzeitschrift der Public Library of Science (PLOS ONE) erschienen ist.  

 

Phänomen unterbewusst hervorgerufen

"Eine mögliche Erklärung ist, dass tiefere Register bei Frauen einfach als unnatürlicher angesehen werden", so Mayew. "Bemerkenswert ist, dass weibliche Zuhörer das Verzerren der Stimme nach unten als störender empfinden als Männer." Das Phänomen trete seit einigen Jahren bei jungen US-Amerikanerinnen verstärkt auf. Der Forscher geht davon aus, dass vermeintliche soziale Vorteile die Frauen dazu verleiten könnten, ihre Stimme nach unten zu verzerren. Auch eine scheinbar erreichbare stärkere Dominanz und Vorteile am Arbeitsplatz zählen demnach zu den denkbaren Ursachen dieses Verhaltens - dabei ist genau das Gegenteil der Fall. 

 

Schnarrende Frauen fallen bei Testhörern durch

An dem Experiment hatten über 800 Online-Hörerinnen und -Hörer teilgenommen. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen war dabei ausgewogen. Den Hörprobandinnen und -probanden wurden dabei zufällig sieben entweder männliche oder weibliche Stimmen zugewiesen. Im Anschluss galt es, anhand des Gehörten die Kompetenz, Bildung, Vertrauenswürdigkeit und Attraktivität einzuschätzen. Eine starke Abneigung gegen den "Vocal Fry" insbesondere bei Frauen war das Ergebnis.  

 

Natürliche Stimmlage erhöht Erfolgschancen

"In einer Standard-Interviewsituation im Bewerbungsgespräch spielt das Bauchgefühl eine wichtige Rolle bei Für und Wider einer Anstellung", sagt Venkatachalam. "Der Vocal-Fry-Effekt könnte dieses Gefühl schnell gegen Bewerber drehen lassen." Da es Frauen ohnehin schon schwerer am Arbeitsplatz hätten, sollten sie gemäß dieser Ergebnisse "das Verzerren ihrer Stimmen unterlassen. Die natürliche Stimme und Stimmlage erhöht die Chancen auf Erfolg am Arbeitsmarkt", so Mayew. 

 

 

 

 

 

Über Duke University Fuqua School of Business

Die US-amerikanische Duke University Fuqua School of Business (DUFSB) an der Duke University in Durham, North Carolina, gilt als eine der weltweit renommiertesten Wirtschaftsfakultäten. Weitere Infos unter www.fuqua.duke.edu.

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