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Im Backoffice der Kunst

Als Kunststudentin jobbte Iris Ludwig im Haus der Kunst als Aufsicht in den Ausstellungsräumen. Heute, mit Kunstdiplom, arbeitet sie für den Direktor Chris Dercon und managt seinen hektischen Alltag. Dafür muss sie oft ganz schön kreativ sein ... working@office hat sie in München besucht.

Im Backoffice der Kunst

Bei einer Kunstkennerin liegt man mit einer solchen Frage offenbar goldrichtig: Wie würde ihre eigene Arbeit wohl als Bild aussehen?   

 

 

 

 

 

20-armige Iris mit Fühlern auf dem Kopf

Iris Ludwig überlegt nur kurz: "Das ist eine sehr bunte, facettenreiche, surrealistische Collage, eine 20-armige Iris mit tausend Fühlern auf dem Kopf." Die 36-jährige Assistentin teilt ihr Büro mit einer Kollegin, eine Tür weiter arbeitet Direktor Chris Dercon. Fragen und Antworten fliegen hin und her, es geht lebhaft und fröhlich zu. Der Humor kommt nie zu kurz, auch nicht, wenn es mal wieder so richtig rund geht, versichert Iris Ludwig. Selbst 20 Arme scheinen dann noch zu wenig für die vielen Aufgaben ...

 

Schnelle Entscheidungen sind gefragt

Morgens widmet sie sich zunächst der Tagespresse, denn der Chef muss als Erster informiert sein; Iris Ludwig legt ihm die Presseausschnitte bereit. Chris Dercon leitet das Haus der Kunst in München seit fünf Jahren, – ein "Turbo", so beschreibt Iris Ludwig ihn. Allerdings: "Was heute brandaktuell ist, kann morgen schon wieder unwichtig sein, weil sich der Blickwinkel geändert hat oder Dinge sich von selbst erledigt haben. Ich musste lernen, selbst Prioritäten zu setzen. Und ich muss sehr flexibel sein. Wenn ich den Anspruch hätte, Dinge in Ruhe fertig machen zu wollen, würde ich hier zerrissen", sagt Iris Ludwig.

 

Neulich mit Patti Smith ...

Vor Ausstellungseröffnungen wird es meist besonders hektisch. Natürlich ist Iris Ludwig auch für das Telefon und für die Korrespondenz zuständig. Sie beantwortet die E-Mails an den Direktor, bearbeitet schriftliche Anfragen und sonstige Post, schreibt diplomatische Briefe ans Kultusministerium und kümmert sich um die Rechnungen. Zu ihren Tätigkeiten gehört es auch, Präsentationen zu erstellen und die oft mehrsprachigen Reden von Chris Dercon redigieren zu lassen. Auch Künstler, deren Werke im Haus der Kunst zu sehen sind, kommen öfter mit organisatorischen Anliegen in ihr Büro. Dann erledigt sie auch mal ein paar Aufgaben für den holländischen Architekten Rem Kohlhaas oder für die Musikerin Patti Smith.

 

Weiter lesen

Wie sie sich vom Aushilfsjob ins Chefbüro hochgearbeitet hat, wie ihr Umgang mit berühmten internationalen Künstlern aussieht und was ihr Chef besonders an ihr schätzt, lesen Sie im working@office-Porträt in der April-Ausgabe.  

 

 

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