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Gesunder Eigensinn: Stille Kraft voraus!

Erfolg wünschen wir uns alle – und schielen dabei oft auf andere. Schade, denn womöglich rennen wir so am Glück vorbei. Sich rundum gut zu fühlen hat viel damit zu tun, eigenen Werten zu folgen. Wer diesen Weg einschlägt, kommt eher ans Ziel, auch ohne viel Trommelwirbel um die eigene Person.

gesunder Eigensinn

Die eigenen Werte – und die Entscheidung, diese Werte auch zu leben – sind die Basis für persönlichen Erfolg.

Gesunder Eigensinn: Stille Kraft voraus!

Maren Martschenko macht Marken. Mit ihrer „Espressostrategie“ berät die Betriebswirtin und Organisationspsychologin Start-ups, Solopreneure und kleine Mittelständler in Marketing-Fragen. Jeden Freitag malt sie Kühe, Vorträge hält sie auch schon mal im Bademantel* – man könnte sagen, die Endvierzigerin ist im besten Sinne eigensinnig.

Seitdem sie das nicht nur erkannt, sondern zu ihrem Markenzeichen gemacht hat, fühlt sich die Münchnerin richtig gut im Leben und gibt ihre ganz persönliche Definition des Begriffs gern weiter: Eigensinn, das bedeutet für sie, sich „des eigenen Sinnes, der eigenen Bedeutung bewusst zu sein“.

Vorgesetzte mögen eigensinnige Mitarbeiter

Wie wichtig dieses Bewusstsein ist, beschreibt auch Ursula Nuber in ihrem Ratgeber „Eigensinn“ (siehe Buchtipps), der, so die Autorin, sogar vor Burnout und Depressionen schützen könne, weil er ein selbstbestimmtes Leben ermögliche.

Aber kann eine individualistische Eigenschaft wie Eigensinn auch in einem stark dienstleistungsorientierten Beruf wie Sekretärin oder Assistentin gelebt werden? Für die Diplom- Psychologin Ursula Nuber, die viele Jahre die Zeitschrift „Psychologie heute“ leitete und heute in eigener Praxis psychologisch berät und coacht, ist Eigensinn kein Hindernis bei einer Karriere aus der zweiten Reihe.

Gerade in Dienstleistungsberufen, also in Berufen, in denen viel „Gefühlsarbeit“ abverlangt wird – immer freundlich, immer höflich –, sei Eigensinn notwendig, um nicht auf Dauer auszubrennen: „Es kostet enorm viel Energie, immer nur auf andere und deren Bedürfnisse eingehen zu müssen. Sekretärinnen und Assistentinnen sind besonders gefährdet, irgendwann die Freude an der Arbeit zu verlieren oder gar in die innere Kündigung zu gehen.“

Eine eigensinnige Gegenstrategie könne davor schützen, meint die Diplom-Psychologin: „Zum Beispiel, indem Sie nicht zu allem Ja und Amen sagen, also auf ein Anliegen, einen Auftrag nicht automatisch „Ja, mache ich“ antworten. Eine gute eigensinnige Strategie ist für sie das „positive Nein“, bestehend aus drei Schritten:

  1. „Erstens, Ja-Sagen zum Anliegen: ‚Ich verstehe Ihren Ärger/Ihre Zeitnot’.
  2. Zweitens, Nein sagen, eine Grenze setzen: ‚Leider habe ich im Moment noch andere wichtige Aufträge’. ‚Ich muss heute unbedingt pünktlich zu Hause sein.’
  3. Und drittens, ein selbstbestimmtes Angebot machen: ‚Am Nachmittag, morgen, sobald ich etwas mehr Luft habe, kann ich mich um Ihr Anliegen kümmern.’“

Aber kommt das nicht fast wie Arbeitsverweigerung an bei einem Chef oder einer Chefin, die doch oft eine ganz andere Erwartungshaltung haben? Buchautorin Ursula Nuber beruhigt: „Studien zeigen, dass Vorgesetzte durchaus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit eigenem Kopf wünschen. Allerdings muss man darauf achten, dass Chefs und Chefinnen ihr Gesicht wahren können. Das positive Nein erfüllt dieses Kriterium.“ Eigensinn als eine wesentliche Säule von Akzeptanz und Erfolg: Was für eine befreiende Definition, die nicht von uns weg, sondern zu uns hin führt.

Den gesamten Artikel lesen Sie in working@office 05 | 2018. Hier geht es zum Gratis-Test ...

* Maren Martschenko – Warum wir immer im Bademantel netzwerken sollten, Vortrag auf Meet’n Match 2017, Youtube

Zum Weiterlesen:
  • Der Klügere denkt nach. Von der Kunst, auf die ruhige Art erfolgreich zu sein, von Martin Wehrle, Mosaik, 2017 (3. Auflage), 421 Seiten, 15 Euro
  • Eigensinn: Die starke Strategie gegen Burn-out und Depression – und für ein selbstbestimmtes Leben, von Ursula Nuber, Fischer, 3. Auflage, 2016, 256 Seiten, 14,99 Euro
  • Viel Fleiß, kein Preis, von Martin Wehrle, Goldmann, 2017, 354 Seiten, 10 Euro (Das Buch erschien bereits unter dem Titel „Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!“ im Mosaik Verlag.)
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