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Frauen nach vorne!

Warum stoßen Frauen an die vielzitierte "Gläserne Decke", ist eine Frauenquote wirklich notwendig und wieso erfand eine Wiesbadener Fremdsprachensekretärin mobile Geldautomaten? Antworten gab es beim 3. Symposium der Business and Professional Women. Mit Bildergalerie.

Frauen nach vorne!

Warum stoßen Frauen an die vielzitierte "Gläserne Decke", ist eine Frauenquote wirklich notwendig und gehen junge Frauen als Gewinnerinnen aus der Krise hervor? Wieso stellt Scheitern eine Chance dar und warum erfand eine Wiesbadener Fremdsprachensekretärin mobile Geldautomaten? Antworten gab es beim 3. Symposium der Business and Professional Women.


Noch immer sind Frauen in Führungsebenen deutlich unterrepräsentiert. Gründe, Auswege und Perspektiven dazu bewegen auch angestellte und selbstständige Frauen in der Rhein-Main-Region.


Mut. Macht. Geld.

Beim 3. BPW-Symposium "Mut. Macht. Geld. Was Frauen ErfolgReich macht.", das die Business and Professional Women Wiesbaden erstmals gemeinsam mit der IHK Wiesbaden veranstalteten, wurde der Stand der Entwicklung analysiert und diskutiert.


Top-Referentinnen

Namhafte Referentinnen, die bereits in den Medien zu dieser Problematik Stellung nahmen, waren am Symposium am 19. September 2009 in der IHK Wiesbaden vertreten.  Darunter:  Schirmherrin und Keynote Speakerin Prof. Jutta Allmendinger Ph. D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Communicator 2009-Preisträgerin.


Vorbilder

Weitere renommierte Rednerinnen aus Deutschland und Europa vervollständigten die Runde:  U. a. Anne Koark ("Insolvent und trotzdem erfolgreich", München), Constanze Hintze (Svea Kuschel + Kolleginnen, Vermögensberatung, München) oder Dr. Mary Papaschinopoulou (Leiterin der Vertretung der IHK-Nord bei der EU, Brüssel). Die Region Rhein-Main vertraten Dipl. Betriebswirtin Tatjana Trömmer-Gelbe (Geschäftsführerin tüfa-team GmbH, Mitglied der IHK-Vollversammlung) sowie Michaela Gratz (Inhaberin Fa. Bargeldquelle). working@office unterstützte die Veranstaltung als Sponsor.


Von der Assistentin zur Gründerin

Die gelernte Fremdsprachensekretärin Michaela Gratz machte sich nach ihrer Erziehungszeit selbständig mit einer Geschäftsidee, die ihr überhaupt nicht vertraut war: Business, Banker, Technik. Nichtsdestotrotz entwickelte sie mobile Geldautomaten, vermietete diese an Banken und stellte die Automaten bei Veranstaltungen auf. Damit belegte sie 2007 den Platz 1 beim Wiesbadener Gründerpreis. Ihre "Bargeldquelle" expandiert weiter, derzeit führt sie eine Pilotphase mit einer deutschen Großbank durch. "Als hätte die Welt auf meine Idee gewartet", lachte sie und fügt hinzu: "Ich suche übrigens jemanden für mein Back-Office!"


Erfolgreich in der Männerdomäne

Wie schwierig es war, Fuß in der Männerdomäne zu fassen und wie viel Ausdauer und Durchhaltevermögen nötig waren, berichtete  Tatjana Trömmer-Gelbe, Geschäftsführerin tüfa-team GmbH. Auch sie verließ mutig ihren eigentlichen Karriereweg, als eine Erkrankung ihres Vaters das Familienunternehmen führungslos machte.  "Ich musste immer einen Zacken besser sein, einen Zacken schneller und einen Zacken mehr überzeugen", erzählte sie den etwa 120 Teilnehmerinnen der Symposiums, "trotzdem hörte ich damals oft: Wie lange bleibt denn die Tochter noch?". Mittlerweile ist ihre Firma erfolgreich in der 3. Generation und von 5 auf 35 Mitarbeiter angewachsen.


Frauen nach vorne!

Frauenquote, Gläserne Decke, Beförderungen, Kinderbetreuung und Insolvenz – diese und viele andere Themen wurden von den Teilnehmerinnen engagiert diskutiert. Rosemarie Steinhage, 1. Vorsitzende des BPW Club Wiesbaden e. V., forderte "nun konkrete Werkzeuge zu entwickeln und die Männer, die derzeit die Verantwortung beispielsweise als CEOs oder Personalchefs tragen, in die Diskussion mit einzubeziehen. Ich bin dafür, dass alle Vorstands- und Führungspositionen je zur Hälfte mit Frauen und Männern besetzt werden. Steht das jeweilige Geschlecht nicht zur Verfügung, bleibt die Position frei, bis der Platz wieder mit dem entsprechenden Geschlecht besetzt werden kann." Oder – wie es der einzige Mann der Veranstaltung, Gordon Bonnet, Leiter der Unternehmenskommunikation der IHK, formulierte: "Wir rufen ein lautes 'Frauen nach vorne!' in die Wirtschaft."


Business Professional Women

Mit 40 Clubs und 1.750 Mitgliedern sind die Business and Professional Women (BPW) Germany eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland. 2008 zeichnete das Netzwerk für die Einführung des Equal Pay Day, des internationalen Aktionstages für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, in Deutschland verantwortlich. Der BPW Germany ist Teil des BPW International, der in über 80 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt.

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