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Bessere Chancen fürs Bewerbungsgespräch

39 Prozent aller Personaler nutzen Suchmaschinen, um sich ein Bild von Kandidaten zu machen und Informationen zu prüfen. Jeder Vierte hat sogar einmal einen Bewerber aufgrund der Recherche im Netz abgelehnt. Bewerber können dieser Vorgehensweise nun dank eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs entgegenwirken. Links, die die Persönlichkeitsrechte verletzen, muss Google löschen.

Bessere Chancen fürs Bewerbungsgespräch

 

Wer seinen Namen bei Google eintippt, ist über die Ergebnisse manchmal überrascht: Die letzte ausschweifende Party, Teilnahme an politischen Versammlungen, aber auch unkonventionelle Vorlieben kommen plötzlich zum Vorschein. Nicht selten kann das ein - wenn auch unfaires - Ausschlusskriterium im Bewerbungsprozess sein.


"Mit dem 'Recht auf Vergessen' stärkt der europäische Gerichtshof den Datenschutz in Europa", erklärt Dr. Daniel Biene, Geschäftsführer vom Online-Rechtsratgeber SmartLaw. "Jeder kann nun von Google verlangen, dass Einträge und Links im Index der Suchmaschine gelöscht werden, die gegen das Persönlichkeitsrecht verstoßen." Das betrifft falsche oder private Informationen, die die Öffentlichkeit nichts angehen, aber auch Sachverhalte, die heute nicht mehr relevant sind.


Löschungsantrag

Da Google noch keinen eigenen Mechanismus zur Bearbeitung der Löschungsanträge hat, müssen Bewerber die Sache selbst in die Hand nehmen. Hilfe bei der Erstellung der Schreiben bietet unter anderem SmartLaw auf seiner Website unter dem Stichwort "Löschungsantrag". Dieses am besten ausgefüllt per Einschreiben an Google senden (Google Germany GmbH, ABC-Strasse 19, 20354 Hamburg). Für eine schnellere Bearbeitung lohnt sich der Vorabversand per Mail (support-de@google.com) oder per Fax (+49 40 49219194).


"Die Löschpflicht bei Google hat jedoch ihre Grenzen", warnt Biene. "Handelt es sich um eigene Kommentare etwa in Foren, besteht kaum Anspruch auf Löschung des Links - die Aussage hat man ja selbst bewusst getätigt. Und ob das Urteil auch die Bildersuche einschließt, ist unklar."


Bewerber müssen sich zudem bewusst sein, dass zwar der Link gelöscht wird, aber nicht die Quelle. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte Beschimpfungen, wilde Partybilder und alles Private, was man dem Arbeitgeber nicht im ersten Gespräch erzählen würde, auch genauso behandeln: privat und im Zweifelsfall offline. Dann steht dem Karrieresprung nichts im Wege.


SmartLaw

SmartLaw wurde im August 2012 in Berlin von den Volljuristen Dr. Daniel Biene, Dr. Christoph Herrlich und Dr. Ralf-Michael Schmidt gegründet. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen und Privatpersonen rechtssichere, individuell maßgeschneiderte Verträge und Dokumente aus nahezu allen Lebensbereichen zur Verfügung zu stellen. SmartLaw ist mit dem Trusted Shops-Siegel ausgezeichnet und im Bereich Datenschutz TÜV-zertifiziert.


Hier finden Sie weitere Informationen.

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