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Energieräuber: Abgrenzen auf Augenhöhe

Ein gutes Verhältnis zu Kolleginnen und Kollegen macht den Job meist erst so richtig nett. Vorsicht aber, wenn daraus zu häufig Wünsche oder gar Anforderungen an Sie werden: Freundlich, aber bestimmt abwehren, raten Expertinnen – und weiterhin gut miteinander auskommen.

Abgrenzung

„Wer gut sein möchte im Job, gut zu Kollegen, der muss auch gut für sich selbst sorgen”, so Alexandra Friedhoff, Assistentin und Coach.

Bestimmt sind Sie eine gute Zuhörerin, helfen gern und fühlen sich wohl in Ihrer Rolle als Drehscheibe zwischen Chef(s), Kolleginnen und Kollegen. Und das alles auch, wenn es stressig wird, sonst wären Sie wohl kaum Assistentin geworden. Manchmal allerdings werden Ihre Einsatzbereitschaft und Geduld auch von den lieben Kollegen überstrapaziert. Das kostet Energie, hält sie von Ihren eigentlichen Aufgaben ab und könnte im schlimmsten Fall sogar gefährlich für Ihre Position werden.

„Wehret den Anfängen“ lautet deshalb die Devise unserer Expertinnen Alexandra Friedhoff aus Berlin und Gabriele Cerwinka aus Wien. Beide Coachs kennen aus ihrer Beratungstätigkeit Situationen, in denen es aufzupassen gilt. So schützen Sie sich vor Zeit- und Energiefressern:

Kannst du mal eben schnell ...

Ein Kollege spricht Sie an, weil er das neue Reisemanagement-Tool nicht versteht. Klar kümmern Sie sich, schließlich ist man ja ein Team. Vielleicht nimmt diese Person Sie auch mit ihrer netten zurückhaltenden Art oder ihrem Charme besonders ein? Außerdem kennen Sie sich als Assistentin in der Regel als erste mit neuen Programmen aus und betrachten es als Ihre Aufgabe, das Wissen an andere weiterzugeben.

Alexandra Friedhoff: „Wenn es nötig ist, zeigen Sie dem Kollegen sicher auch noch ein zweites Mal, was zu tun ist. Doch beim dritten Mal sollte er es eigentlich beherrschen, und das dürfen Sie auch offen und ehrlich kommunizieren.“ Insbesondere, wenn es sich um jemanden handelt, der offenbar wenig Motivation hat, sich selbst in die Materie einzuarbeiten, oder wenn Ihr Schreibtisch voll ist, Sie sowieso schon rotieren und schauen müssen, wie Sie Ihre Aufgaben termingerecht erledigen.

Etwa so: „Letzte Woche hatte ich die Zeit, heute habe ich Land unter. Entweder du fragst jemand anderen oder du kommst morgen noch einmal mit der Sache auf mich zu!” Nett gemeint, aber trotzdem falsch ist, ungeschickte oder untalentierte Kollegen zu decken, indem Sie ihnen immer wieder unter die Arme greifen. Kommt Ihr Chef dahinter, wird er zu Recht verärgert sein, Ihr Verhalten unter Umständen sogar als Vertrauensbruch werten („Das hätten Sie mir doch sagen müssen!“).

Außerdem ist es nicht fair, wenn Sie ein oder zwei Leute im Team regelmäßig unterstützen, während die restlichen sieben oder acht ohne Ihre Unterstützung zurechtkommen müssen. Wollen Sie dem Kollegen wirklich helfen, dann sprechen Sie mit ihm darüber, wie er sich für die Aufgabe fit machen kann. Vielleicht können Sie sich dann auch gegenüber dem Chef für ihn verwenden.

Manchmal sind es auch neue unerfahrene Kollegen, die die Abläufe noch nicht kennen. Sie appellieren an das berühmte Helfer-Syndrom, wenn Sie sich immer wieder an die Assistentin wenden. Doch wie gesagt: Ihre Hilfsbereitschaft hat berechtigterweise Grenzen. Alexandra Friedhoff: „Fragen Sie den neuen Mitarbeiter, ob er die Abläufe und Zuständigkeiten schon kennt, ob man ihm das schon erklärt hat und machen Sie ihm klar, dass Sie nicht weiter für ihn zuständig sind.“

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