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Abgrenzung: "Nein" sagen im Job

Ein einfaches "Nein" wäre in vielen Momenten doch so einfach, ist es aber meist nicht - gerade im Job. Die Folge: Ein erhöhter Stressfaktor und eine Vielzahl an Zusatzaufgaben, die sich kaum bewältigen lassen. Mit diesen Tipps zeigen Sie künftig Profil und überwinden die Angst, "Nein" zu sagen.

Abgrenzung: "Nein" sagen im Job

Das Karriereportal jobscout24.de und Karriereexpertin Kerstin Hof haben drei Tipps für Sie parat, mit denen Ihnen das kleine Wörtchen "Nein" künftig leichter über die Lippen geht. "Nein zu sagen bedeutet zunächst einmal eine Grenze und diese zu setzen fällt vielen schwer", erklärt die Karriereexpertin Kerstin Hof, denn "Nein sagen bedeutet auch Profil zeigen und erkennbar werden. Im Beruf ist dies eine wesentliche Selbstbehauptungsstrategie." 

 

Erster Schritt: Abgrenzung

Dem Vorgesetzten gegenüber treten schnell Zweifel auf, ob und wie man diese Grenze aufzeigen soll. "Auf der Führungsebene können Sie durch ein Nein auch zeigen, dass Sie selbst die Übersicht über Ihre Aufgaben haben und Selbstmanagementkompetenz besitzen", erklärt Kerstin Hof. Doch gerade Berufseinsteiger möchten sich häufig durch viel Einsatz beweisen und nehmen daher jede neue Aufgabe an, um positiv von Vorgesetzten wahrgenommen zu werden.

 

"Es ist grundsätzlich sehr gut, Leistungsbereitschaft zu signalisieren", so Kerstin Hof. "Wird dieser Einsatz aber zur Selbstverständlichkeit, sollte man darauf hinweisen, was man schon auf dem Tisch hat und fragen, wie sich die Prioritäten und Qualitäten durch ein zusätzliches Projekt verändern."

 

Tipp: Auch Berufseinsteiger müssen also nicht jede Aufgabe uneingeschränkt annehmen. Um das in den richtigen Momenten gut einschätzen zu können, muss man zunächst mal sich selbst sehr gut kennen. "Fragen Sie sich, was Ihnen wichtig ist in Ihrer Arbeit, beschäftigen Sie sich mit dem Thema Selbstmanagement indem Sie zum Beispiel eine Zeitlang regelmäßig aufschreiben, was Sie erledigt haben und was nicht“, erklärt die Karriereberaterin. "Sich abgrenzen zu können bedeutet letztendlich ernst genommen zu werden. Chefs wünschen sich Mitarbeiter, die sie erkennen können."

 

"Everybody’s Darling" oder ernstzunehmender Kollege?

Gerade unter Kollegen, mit denen oftmals auch auf freundschaftlicher Basis kommuniziert wird, kommen viele besonders schnell in die Situation, eine Zusatzaufgabe anzunehmen -  auch dann, wenn sie dafür selbst keine Zeit haben. Denn wenn einem das Gegenüber sympathisch ist, möchte man besonders gerne helfen. Doch wo ist die Grenze und wie macht man die deutlich?

 

Tipp: "Jetzt müssen Sie sich entscheiden ob Sie nett sein wollen oder ernst genommen werden wollen", sagt Kerstin Hof. Denn auch auf der Beziehungsebene im Job muss man sich abgrenzen können. "Wenn man wiederholt einem Kollegen bei seiner Arbeit unter die Arme greift, gerät die Beziehung schnell in die Schräglage. Es entstehen Abhängigkeiten und Verstrickungen und die werden schnell konflikthaft."

 

Außerdem müssen Sie sich fragen: "Wollen Sie von allen gemocht werden, oder Karriere machen? Das Ziel, bei allen beliebt zu sein, ist ein nicht erreichbares Ziel. Es wird immer jemanden geben, der Sie nicht gut findet. Als Everybody’s Darling laufen Sie Gefahr beliebig zu werden und sich schnell ausnutzen zu lassen."

 

Spontane Entscheidungen vermeiden

Häufig wird man mit Anfragen regelrecht überrumpelt. Man denkt nicht wirklich nach und schon ist einem ein "Ja natürlich, das mache ich gern" herausgerutscht. Erst im Nachhinein wird einem dann klar, dass man diese Aufgabe gar nicht übernehmen kann oder will. "Das Tempo ist ein weiterer wichtiger Aspekt, denn solche Mechanismen funktionieren, weil ein hoher Zeitdruck aufgebaut wird", erklärt Kerstin Hof. "Genau dieser "Notsituation" führt dann zu spontanen Entscheidungen, die ohne eine echte Überlegungsmöglichkeit getroffen werden."

 

Tipp: "Unterbrechen Sie das Tempo und machen Sie Ihrem Gegenüber klar, dass Sie Zeit brauchen um wirklich bewerten zu können, was es für Sie selbst bedeutet, diese Aufgabe zu übernehmen. Geben Sie dann Rückmeldung, wenn Sie sich darüber klar wurden und scheuen Sie sich dann auch nicht, eine Absage zu erteilen", verdeutlicht die Karriereberaterin. 

 

Auch wenn Sie Ihre Mithilfe schon zugesagt haben, sollten Sie das ganz ehrlich ansprechen und dieses Missverständnis so schnell wie möglich aufklären. "Mit einer eventuellen Enttäuschung seitens des Kollegen müssen Sie rechnen", so Kerstin Hof. "Die Fähigkeit Nein zu sagen, bringt Ihnen aber letztlich Respekt und Sie werden auch von Kollegen künftig ernster genommen."

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.jobs.de und www.hofcoaching.de.

 

 

 

 

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