Gehaltsreport: Was Office-Kräfte verdienen
Auf das Gehalt wirken viele Faktoren ein: Neben der Qualifikation sind das auch die Branche oder Größe des Unternehmens und das regionale Gefälle.

Gehaltsreport: Was Office-Kräfte verdienen

Die Anforderungen wachsen, doch das eigene Gehalt wächst selten in gleichem Maße mit. Oder ist das nur ein subjektiver Eindruck? Werfen Sie doch mal einen Blick in die aktuellen Gehaltsspiegel für Office-Kräfte. working@office hat für Sie bei Personal- und Gehaltsexperten recherchiert.

Eines vorweg: Office-Anwendungen sind und bleiben die Voraussetzung für Fachkräfte im Assistenz-Bereich. Und auch sonst bleibt das klassische, kompetente Skill-Set bei der Office-Kraft gefragt – und wird auch bezahlt. Zwischen 24.000 und 70.000 Euro, das Feld spreizt sich gewaltig. Denn die Höhe der Vergütung hängt von vielen Faktoren ab. Da wären zunächst einmal die Fertigkeiten. Ganz generell wird hier inzwischen zunehmend mehr an Fähigkeiten von der Mitarbeiterin am Empfang über die Office-Managerin bis hin zur Vorstands-Assistenz erwartet.

„Neben der Aufgabe, den Vorgesetzten und die Kollegen im Office zu entlasten, geht es in diesem Aufgabenfeld mittlerweile häufig auch um eine wichtige Beratungsfunktion“, erklärt etwa Jochen Leprich, Director bei Page Personnel. Mitarbeiter im Bereich Sekretariat und Assistenz beschafften nicht nur die Informationen, die für ihre Vorgesetzten im Rahmen einer Entscheidungsfindung wichtig sind. „Sie entscheiden häufig mit und sprechen selbst Empfehlungen und Lösungsvorschläge aus. Sie sind stärker in die Projekte eingebunden und agieren bei den meisten Themen beziehungsweise in den meisten Bereichen eigenverantwortlich“, so Leprich. Und seine Typologie wird noch anspruchsvoller: „Assistenzen ergreifen die Initiative, treffen selbstständig Entscheidungen und übernehmen dafür auch die Verantwortung.“

Was die Chefs sich wünschen

Für so ein Kompetenzprofil ist nicht erst seit heute ein ausgeprägter Mix an Fähigkeiten gefragt. Doch im Zeitalter von Digitalisierung und globalisierter Projektwirtschaft gewinnen die klassischen Aufgaben einer Assistenzkraft noch an Bedeutung, Team- und Kommunikationsfähigkeit etwa, ohne die in Zeiten von New Work praktisch nichts mehr läuft. Organisationstalent, Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft zur Projektarbeit, gutes Zeit- und Selbstmanagement, gute Sprachkenntnisse und interkulturelles Know-how in einem internationalen Umfeld, alles das listet Leprich von Page Personnel als gewünschte Fähigkeiten auf.

Neben diesen Soft Skills gibt es einen Katalog an fachlichen Qualifikationen, der kaum kürzer ist: Englisch, IT-Affinität, agile Projektmanagementmethoden und entsprechende Tools, Know-how im Bereich Betriebswirtschaft, HR, Controlling, Marketing, Datenschutz, zählt Sophie Descollaz-Dunkel, Geschäftsführerin PLU Tuning für den Chef, auf.

Auch Adrian Kandel, Director bei Robert Half, meint: „Assistenzfachkräfte sollten vermehrt IT-Know-how mitbringen, um in den Büros die entsprechende Unterstützung zu leisten.“ In Stellenanzeigen häufig genannt werden Software-Tools wie OneNote, MS-Project oder Anwendungen von SAP. Auch Cloud-Lösungen gehören in immer mehr Unternehmen zur gängigen Praxis. „Assistenzen sollten sich auch in solchen Umgebungen bewegen können und beispielsweise ein Dokument auf SharePoint einstellen können“, sagt Leprich. Kurz: „Assistenzen und Office-Manager müssen mittlerweile Alleskönner sein.“ Zumal sich immer mehr Firmen auf agile Arbeitsmethoden verlegen. Und im Zuge der Digitalisierung wird das Office nicht nur agiler, sondern auch papierloser, das wirkt auf die To-dos.

Neue Profile: agil und komplex

„Durch die Digitalisierung verändert sich das Tätigkeitsfeld von Sekretariatskräften stark und wird zunehmend komplexer. Digitale Kompetenz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind und bleiben somit auch zukünftig essentiell. Auf diese Weise können diese gekonnt auf die Veränderungen durch den digitalen Wandel reagieren“, bestätigt Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer der Gehalt.de GmbH. Konkret verändert die Digitalisierung die Anforderungen in vier Fähigkeitsbereichen, jedes wiederum ein Einflussfaktor auf die Verdiensthöhe: IT-Skills, Sprachen für die internationale Zusammenarbeit, Projektarbeit und für die zunehmende Vernetzung auch Teamarbeit.

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