Gehaltsreport 2022: Das verdienen Office-Professionals wirklich
„Grundsätzlich sind die Gehälter bei den Assistenzprofilen branchenabhängig.“ Kathrin Schmitz, Senior Director bei Page Personnel © andreaobzerova – AdobeStock

Gehaltsreport 2022: Das verdienen Office-Professionals wirklich

Hat sich die Pandemie auf die Gehälter im Office-Bereich ausgewirkt? Welche Branchen zahlen gut und wo gibt es regional vielleicht weniger? working@office hat die aktuelle Gehaltssituation recherchiert.

Die BMW Group hat 2021 einen Rekordgewinn erzielt, Kuka das zweithöchste Auftragsvolumen in der Unternehmensgeschichte verbucht und Tesla feierte „das Jahr des Durchbruchs“, wie die Medien berichten. Nicht überall lief das zweite Pandemiejahr also schlecht, im Gegenteil, auch wenn es einige Branchen bekanntlich ja sogar besonders schwer hatten. Doch spiegeln sich die Ups & Downs auch bei den Gehältern für Assistenzkräfte wider? Und wenn ja, nach oben oder nach unten? Haben sich die Anforderungen an sie denn überhaupt verändert?

Nachfrage nach guten Kräften steigt

„Die Gehälter von Assistenzen wurden durch die Corona-Pandemie nicht wirklich beeinflusst“, fasst Kathrin Schmitz, Senior Director von Page Personnel, ein Ergebnis des aktuellen Gehaltsreport 2022 „Sekretariat und Business Support“ zusammen. Offenbar sind Teamassistenzen, Office Manager*innen & Co. nach der von Homeoffice und Lockdown geprägten Zeit sogar richtig gefragt: „Wir spüren, dass sich die Büros unserer Kunden und Kundinnen im Zuge der Pandemie wieder füllen“, so Schmitz. Ihr zufolge ist die Nachfrage nach Empfangsassistenzen sowie Office Manager und Managerinnen deutlich gestiegen.

Und während auch bei Robert Half die Gehaltsübersicht 2021 noch weitgehend gleichbleibende Gehälter für verschiedene Assistenzpositionen ausgewiesen hat, verzeichnen die Experten hier für 2022 einen Anstieg. „Einstellungsstopps, die währen der Pandemie zum Teil ausgesprochen wurden, sind aufgehoben und Unternehmen suchen händeringend nach Personal“, erzählt Patrick Pieles, Vice President Full Time Contract Talent bei Robert Half, den working@office wie auch die anderen Gehaltsexperten im März 2022 befragt hat.

Ähnliche Erfahrungen macht PLU Tuning für den Chef. „Wir erleben seit dem Aufschwung im September 2021 einen Run auf unsere Leistungen der Suche und Vermittlung von Top-Assistenzen“, berichtet Susanna Castillo, Geschäftsführerin des auf Assistenzdienstleistungen spezialisierten Personaldienstleisters PLU Tuning für den Chef. „Der Arbeitsmarkt ist nicht nur insgesamt, sondern vor allem im Bereich der Assistenz sehr viel dynamischer und herausfordernder geworden für Unternehmen.“

So entwickeln sich die Gehälter für Assistenzkräfte

Page Personnel 2021 hat in diesem Segment 589.600 ausgeschriebene Stellen registriert, am gefragtesten waren Teamassistenzen, gefolgt von Executive Assistants und Office Manager und Managerinnen. Der Personaldienstleister hat dafür von Januar bis Dezember 2021 durchgeführte Vermittlungen, Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen und Unternehmenswebseiten analysiert und für die meistgesuchten Assistenz-Jobs Spannen für Bruttojahresgehälter ermittelt.

Am meisten verdient demnach eine Executive Assistant, und zwar mindestens 55.000 Euro und maximal 80.000 Euro. Teamassistenzen, Office Manager und Managerinnen, Marketingassistenzen & Co. liegen im Mittelfeld, Bürokaufleute mit 33.300 (Minimum) bis 38.000 Euro (Maximum) hinten.

Durch die Dynamik am Arbeitsmarkt sind die Gehälter im Assistenztenzbereich zumindest wieder leicht gestiegen, unter anderem bei Start-ups, Pharma und IT, heißt es bei PLU: „Vereinzelt beobachtet man sogar den Trend zurück zu 70.000- bis 80.000-Euro-Gehältern für Assistenzen, die sehr stark inhaltlich arbeiten“, beschreibt Susanna Castillo aktuell im März 2022 das Gehaltsgefüge. „Das war während der Pandemie kaum zu sehen. Im Gesamtschnitt liegen wir je nach Profil weiterhin bei 40.000 bis 65.000 Euro pro Jahr.“

 

 

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