Willkommen an Bord
Manchmal reicht es nicht mal für einen netten Handschlag am ersten Arbeitstag. Willkommen geht anders. Und der erste Eindruck zählt, das gilt auch für die Mitarbeiterbindung.

Willkommen an Bord

Nur neue Gesichter, ungewohnte Abläufe und unbekannte Korridore am ersten Arbeitstag? Der erste Tag geht auch anders: Tech-Riesen und andere erfolgreiche Firmen holen ihre neuen Mitarbeiter mit kreativen Onboarding-Konzepten ins Team.

„Kaum an Bord, schon wieder fort?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich die Fachzeitschrift Personalwirtschaft, als sie über die Studie „Candidate Journey 2017“ von Meta HR und Stellenanzeigen.de berichtete. Zwar sind die ersten Tage und Wochen nach der Einstellung für die Neuen besonders wichtig, was leicht nachvollziehbar ist. Doch der Studie zufolge fühlen sich drei bis vier von zehn neuen Mitarbeitern in ihren Erwartungen enttäuscht.

Ihnen fehlt die Integration in den neuen Job: interne Schulungen innerhalb der ersten zwei Wochen etwa, ausreichende Erklärungen von Arbeitsabläufen und Tätigkeiten, ein Kollege als Mentor oder Pate sowie ein am ersten Tag eingerichteter Arbeitsplatz. „Darüber hinaus wurden 17 Prozent nicht offiziell begrüßt, hätten sich dies aber gewünscht“, so die Personalwirtschaft.

Manchmal reicht es bekanntlich nicht mal für einen netten Handschlag am ersten Arbeitstag. Willkommen geht anders. Und der erste Eindruck zählt, das gilt auch für die Mitarbeiterbindung. Hier entscheidet sich unter Umständen schon, wer von den guten Leuten bleibt und wer bald weiterzieht.

Starten und Wohlfühlen

Onboarding nennen Personaler das Einstiegsprogramm für die sogenannten New Hires. So ein Programm holt neue Mitarbeiter idealerweise so richtig und mit Wohlgefühl ins Unternehmen rein, Einarbeitung inklusive. Der Begriff kürzt die englische Wendung „taking on board“ ab, heißt übersetzt also „an Bord nehmen“. Und wer mit dem Flugzeug reist, hört ihn häufiger. Das Personalmanagement nutzt diesen Begriff, um die Eingliederung neuer Arbeitnehmer zu gestalten und ihnen so den Einstieg zu erleichtern. Und zwar systematisch mit gezielten Maßnahmen, die nicht nur helfen sollen, sich im neuen Arbeitsumfeld, sondern auch zwischenmenschlich, also in den Teams zurechtzufinden.

Viel schneller auf Produktionsmaximum

Das ist nicht nur besonders wichtig für die Mitarbeiterbindung vom Start weg, sondern schöpft das Potenzial der Neuen von der ersten Sekunde an viel besser aus. Ein Beispiel, über das gerne berichtet wird: Mit seinem gezielten Onboarding-Prozess soll es Google gelungen sein, neue Googler, die sogenannten Noogler, 25 Prozent schneller auf ihr Produktionsmaximum zu bringen.

Tatsächlich setzen gerade innovative Firmen wie Startups oder Tech-Riesen im Wettkampf um die Top-Talente rund um den ersten Arbeitstag unverkennbar eigene Akzente und investieren ins Onboarding viel Kreativität, Geld und – zugeschnitten auf ihre Firma – auch jede Menge Know-how. Da werden beispielsweise eigens Quiz-Apps entwickelt, um neue Mitarbeiter spielerisch ins fachliche Metier und die spezifische Unternehmenskultur einzuführen. Da weiß dann auch die neue Empfangsmitarbeiterin gleich, mit welchen Technologien und Produkten sich ihr neuer Arbeitgeber eigentlich befasst – und nach welcher Philosophie er lebt. Gamification heißt der Trend, der derzeit durch Personalabteilungen zieht, und ganz spezifische Informationen zu vermitteln hilft: komplexe Technik im Werk beispielsweise, Branchen-Know-how oder Abläufe im Office, in die sich die neu eingestellte Mitarbeiterin schon vor dem ersten Arbeitstag hineindenken kann.

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