Mit Feelgood gegen die Fluktuation
Dem aktuellen Engagement-Index von Gallup zufolge sind nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland mit Herz bei der Sache.

Mit Feelgood gegen die Fluktuation

Während selbst Traditionsunternehmen oft mit hoher Mitarbeiterfluktuation kämpfen, halten viele der neuen Tech-Firmen ihre Mitarbeiter wie mit einem Magnet. Ihr Erfolgsrezept: Führungsstil auf Augenhöhe und frische HR-Ideen für die emotionale Bindung ihrer guten Leute.

Basketball-Felder, Gratis-Lunch, Firmen-Kita und Pilates am Arbeitsplatz: „Die Techkonzerne im Silicon Valley verwöhnen ihre Mitarbeiter nach Strich und Faden“, berichtete das Manager Magazin. Unternehmen wie Google, Facebook, Evernote & Co. haben Working Places geschaffen, die Job und Freizeit im Feelgood-Spirit vereinen: Yoga-Kurse, Sterneköche, Zuschüsse für Öko-Kisten, Friseur, Massage-Auszeiten, die von der Firma engagierte Putzfrau, Ladesäulen fürs Elektromobil.

Die Personalmanager der Tech-Riesen entwickeln viel kreative Fantasie. Nicht nur, weil die IT-Branche im Wettbewerb um Talente und qualifizierte Arbeitskräfte besonders kämpft. Mit solchen Annehmlichkeiten wollen Unternehmen vor allem auch Anreize für eine langfristige Bindung setzen. Im sogenannten Retention Management geht es ihnen darum, ihre Mitarbeiter möglichst lange zu halten.

Wenn die Bindung fehlt

Tatsächlich aber würde wohl jeder vierte Millennial seinen aktuellen Job kündigen, um woanders neu anzufangen, hat die Deloitte Millennial Survey 2016 in 29 Ländern erhoben. Nicht nur die top ausgebildete und digital-affine Generation Y gilt als extrem wechselfreudig.

Dem aktuellen Engagement-Index von Gallup zufolge sind nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland mit Herz bei der Sache. Gut zwei Drittel (69 Prozent) fühlen sich wenig gebunden und machen Dienst nach Vorschrift. Die restlichen 16 Prozent der Beschäftigten haben keine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen und haben innerlich bereits gekündigt. Viele davon sind aktiv auf Jobsuche.

Fluktuation kostet

Die durchschnittlichen Kosten für Mitarbeiterwechsel liegen laut Deloitte Österreich bei 14.900 Euro pro Stelle und sind mit der notwendigen Anzahl der Nachbesetzungen zu multiplizieren. Ein häufiger Mitarbeiterwechsel hat teils gravierende Folgen, so die Autoren der aktuellen Deloitte-Studie „Fluktuation und deren Auswirkungen auf Unternehmen“. Je nach Aufgaben werden Projekte wie die Digitalisierung beeinträchtigt, die Serviceorientierung leidet, Schlüsselkunden wandern ab. Auch Produktivität und Umsatz gehen zurück, wie andere Studien belegen. Und: Im Wettbewerb um die neuesten und besten Geschäftsideen zieht nicht selten auch die Innovationskraft mit einem findigen Kopf von dannen.

Warum aber ziehen Mitarbeiter in vielen Firmen leichten Herzens weiter? Die internationale Deloitte-Umfrage hat die Top-Gründe der Generation Y herauskristallisiert: Überforderung und fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten. Und was die Millennials hält? Sinnvolle Aufgaben und Zufriedenheit, auch das ökologische Gewissen, also gelebte Nachhaltigkeit, kein Green Washing.

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