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wie sag ich´s dem Chef

chrissie

Mitglied seit
25.05.2010
Beiträge: 45
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Hallihallo,

ich hab mich jetzt endgültig entschieden, einen neuen Job zu suchen. Zur Zeit gibt es auch recht gute Angebote in den Zeitungen.

Ich hatte mir überlegt, wenn ich meine erste Bewerbung wegschicke, wenigstens meinen lieben Chef (niemals dem doofen) darüber zu informieren, dass "da was läuft". Er hatte mich schließlich aus unserer alten Firma in die neue nachgeholt und weil hier alles anders kam wie geplant, hatte ich bereits im Januar im Gespräch erwähnt, dass ich nicht lange bleiben werde, wenn sich nichts ändert. Na ja, wir wissen, dass sich nichts geändert hat und vertrösten will ich mich auch nicht mehr lassen.

Wie ich ihn da vorwarne, weiß ich. Aber: wir haben 6 Monate Kündigungsfrist und im Zweifelsfall wird eine neue Firma nicht so lange warten. Meine Frage ist also, ob es frech ist, ihn zu fragen, inwieweit einem da entgegengekommen wird oder ob die 6 Monate Fakt sind?
Eine Freundin (und Betriebsrätin) meinte, die 6 Monate wären eh nicht statthaft.

Danke für Eure Antworten
Chrissie

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Y1

Mitglied seit
28.02.2002
Beiträge: 685
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Hallo Chrissie

die 6 Monate sind nicht statthaft. Die Reform der Kündigungsfristen hat auch vor älteren Verträgen nicht halt gemacht.
Meine persönliche Meinung - so gut Du auch mit dem Chef stehst, sage ihm erst etwas, wenn Du anderweitig einen Vertrag unterschrieben hast.
Glaub´ mir, es wird immer ein Weg gefunden, dass es weiterläuft. Die "Ankündigung von Kündigungen" kann doch schnell nach hinten losgehen.
LG & Daumen drück
Y1

Hallihallo,

: ich hab mich jetzt endgültig entschieden, einen neuen Job zu suchen. Zur Zeit gibt es auch recht gute Angebote in den Zeitungen.

: Ich hatte mir überlegt, wenn ich meine erste Bewerbung wegschicke, wenigstens meinen lieben Chef (niemals dem doofen) darüber zu informieren, dass "da was läuft". Er hatte mich schließlich aus unserer alten Firma in die neue nachgeholt und weil hier alles anders kam wie geplant, hatte ich bereits im Januar im Gespräch erwähnt, dass ich nicht lange bleiben werde, wenn sich nichts ändert. Na ja, wir wissen, dass sich nichts geändert hat und vertrösten will ich mich auch nicht mehr lassen.

: Wie ich ihn da vorwarne, weiß ich. Aber: wir haben 6 Monate Kündigungsfrist und im Zweifelsfall wird eine neue Firma nicht so lange warten. Meine Frage ist also, ob es frech ist, ihn zu fragen, inwieweit einem da entgegengekommen wird oder ob die 6 Monate Fakt sind?
: Eine Freundin (und Betriebsrätin) meinte, die 6 Monate wären eh nicht statthaft.

: Danke für Eure Antworten
: Chrissie

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Tess

Mitglied seit
28.05.2003
Beiträge: 102
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Ich denke nicht, dass es "frech" ist zu fragen, aber ich würde erst offen zu ihm sein, wenn du wenigstens schon zu Gesprächen eingeladen warst und du auch Stellen hast, die dich interessieren. Nur weil es Angebote gibt, heisst es ja nicht gleich, dass die Firmen dich auch wollen (nicht falsch verstehen). In Bezug auf das früher gehen, da kommt dir dein Chef bestimmt entgegen. Du sagtest ja, dass er über deine Unzufriedenheit informiert ist.
Viel Glück beim Wechsel!

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heidi

Mitglied seit
05.04.2011
Beiträge: 183
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Hallo Chrissie,

es kommt sicher auf das Verhältnis zu deinem Chef an, aber ich habe einmal den Fehler gemacht eine Kündigung anzukündigen, das wurde gleich als Forderung nach einer Gehaltserhöhung bzw. "Erpressung" aufgefasst. Damals dachte ich echt, das Verhältnis sei so gut, dass ich das machen könnte.

Ich hatte bislang nur Firmen, die auf der vollen Kündigungsfrist bestanden haben; bei einer Freundin war's allerdings auch schon anders. Die hatten schneller Ersatz und wussten auch, dass die Mitarbeiterin sowieso nicht mehr 100%ig bei der Sache ist.

LG, Heidi

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stephanie

Mitglied seit
21.02.2007
Beiträge: 41
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Hallo Chrissie,

zwei Punkte:
1) ich würde der Firma (egal wie gut Du Dich mit Deinem Chef verstehst) erst Bescheid geben, wenn Du einen neuen Vertrag unterschrieben hast. Im schlimmsten Fall kündigen die Dir dann (Dein Ekel-Chef wird schon einen Grund finden - sei er noch so fadenscheinig) und Du musst dann ein Angebot annehmen, das Dir nicht wirklich liegt - oder eine Lücke im Lebenslauf akzeptieren...

2) die sechs Monate Kündigungsfrist sind rechtens - auch wenn es weit über der gesetzl. KF liegt. Du bist den Vertrag so eingegangen und individuelle Vereinbarungen sind verbindlich solange sie die gesetzl. KF nicht verkürzen. - Sonst bräuchte sie ja niemand abschliessen..

=> ich würde an Deiner Stelle
a) in den Interviews die 6 Monate Kündigungsfrist erwähnen, aber auch, dass Du Deinem aktullen Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag anbieten möchtest, sobald Du eine neue Stelle hast. Evtl. kann Dir der neue AG schon abei helfen (oft kennt man sich in der Branche)

b) Deinen netten Chef bitten, mit Dir einen Aufhebungsvertrag auszuarbeiten, wenn Du einen neuen Vertrag hast... - Er wird zwar winseln: was soll ich ohne Sie tun? etc.. aber er lange genug zeit gehabt an Deiner Situation etwas zu ändern, oder?

Viel Glück!
Stephanie

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Uli

Mitglied seit
28.11.2010
Beiträge: 76
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Ich kann mich den anderen nur anschließen. War letztes Jahr in der gleichen Situation und habe auch überlegt meinem Chef was zu sagen. Jetzt bin ich froh es nicht gemacht zu haben, aus der neuen Stelle ist nämlich nix geworden weil ich meinen Chef letztendlich nicht im Stich lassen wollte ( bereue ich zwar jetzt ein bißchen, aber das ist eine andere Geschichte). Was die KF betrifft würde ich mich auf jeden Fall irgendwie schlau machen vor einen Gespräch. Habt ihr einen Betriebsrat den Du fragen könntest ? Oder vielleicht auf Umwegen bei der Personalabteilung nachfragen wie sich das verhält. Du mußt ja nicht in Deinem Namen fragen, sondern Dich z.B.für jemanden anderen schlau machen. Andererseits wenn Du wirklich weg willst wird man Dich gehen lassen, die Firma hätte nichts davon Dich zu 'knebeln'. Viel Glück !!

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samy

Mitglied seit
08.07.2003
Beiträge: 259
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Hallo Chrissie,

also ich würde an deiner Stelle den Chef auch nicht vorab informieren. Da kann das Verhältnis noch so gut zwischen euch sein, in solchen Punkten hört in der Regel die Freundschaft auf. Wie schon einige gepostet haben, was machst du, wenn auf Anhieb doch nicht die passende Stelle für dich dabei ist oder du die Stelle nicht bekommst?

Meines Wissens verhält es sich mit der Kündigungsfrist so, dass die gesetzliche für den Arbeitnehmer auch bei anderweitiger vertraglicher Vereinbarung gilt. Wie heißt es so schön, der Arbeitnehmer darf nicht schlechter gestellt sein. Also ich würde sagen, es gilt für dich die gesetzliche Regelung.

Aber stell die Frage doch mal ins Forum von http://www.recht.de oder http://www.arbeitsrecht.de

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute.

Viele Grüße

Samy

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karina

Mitglied seit
15.01.2009
Beiträge: 29
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und lässt eigentlich keinen Zweifel zu. Such' also nicht weiter danach, sondern nach dem gewünschten Job! Das Kündigen ist kein Problem und 6 Monate Kündigungsfrist sind unseriös und werden durch das BGB sowieso ausser Kraft gesetzt.
Gruss Karina

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Lydia

Mitglied seit
24.02.2010
Beiträge: 157
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Es kann ja sein, dass die nicht genehmigt sind, aber im §622 BGB steht das nicht. Da liest man nur, dass die vertragl. vereinbarten Kündigungsfristen Vorrang vor den gesetzlichen haben (solange sie länger sind).

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ich

Mitglied seit
03.03.2008
Beiträge: 71
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: Es kann ja sein, dass die nicht genehmigt sind, aber im §622 BGB steht das nicht. Da liest man nur, dass die vertragl. vereinbarten Kündigungsfristen Vorrang vor den gesetzlichen haben (solange sie länger sind).

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