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Wer von euch hat Zahnimplantate?

Tamara

Mitglied seit
09.10.2001
Beiträge: 75
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Ich bekomme Zahnimplantate und möchte fragen, ob ich da Schlimmes vor mir habe. Mein Zahnarzt ment, dass sei nicht so schlimm. Ich bekomme jdeoch 4 und habe ein wenig Angst. Kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen?

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Libelle

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08.11.2006
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Hallo Tamara, ich kann es empfehlen.
Die Aktion selbst muss im komplett sterilen Raum ausgeführt werden. Ich habe für den Tag der OP von meinem Zahnarzt eine Valium-Tablette genommen und bin dann mit dem Taxi hin und her. Während des Bohrens habe ich Musik vom Walkman gehört - es ist halt recht laut.
Ich hatte keine Schmerzen hinterher. Habe sofort mit Quark die Wangen gekühlt, immer wieder, dann schwillt auch nichts an. Quark aufstreichen, wenn er trocken ist, herunterwaschen, neuen Quark drauf...
Die Heilzeit ist im Ober- und Unterkiefer unterschiedlich lange. Mit guten Provisorien kein Problem.
Ich habe meine jetzt schon fast 20 Jahre und kein Problem gehabt bisher.
Hoffe, ich konnte Dir neue Informationen geben.
Lieben Gruß L.

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Anja

Mitglied seit
14.08.2007
Beiträge: 492
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Sie hatte kaum Probleme und jetzt ist sie heilfroh, dass sie sich so entschieden hat! Es ist zwar eine langwierige Sache, da die Implantate vom Kiefer angenommen werden müssen. Aber bei ihr verlief alles ohne Komplikationen.

Ich drück dir die Daumen! Das wird sicher eine feine Sache!

Gruß Anja

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
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Hallo Tamara,

ich bin gerade mittendrin in der Impantateinbuddelei. )

Bis zum Einpflanzen der Stifte kann ich also meinen Beitrag leisten, was mich ab jetzt erwartet, erwarte ich wiederum ebenfalls gespannt.

Aaaaaaaaalso: Ich bin seit letzter Woche um 3 Implantate (2 oben, 1 unten) reicher und dafür um einen ganzen Batzen Geldes ärmer (eventuell übernimmt die Kosten noch eine Zusatzversicherung; das ist noch nicht so 100%ig geklärt).

Nervig an der ganzen Sache fand ich die zeitliche Komponente: Da ich mich von einem Zahn verabschieden musste, an dem eine Zyste war, musste ich nach Entfernung besagten Zahnes erst mal 3 Monate vergehen lassen, bis die Wunde verheilt war. Diese Zeit forderte der Kiefernchirurg, um sehen zu können, ob sich die Stelle für ein Implantat eignet.
Glücklicherweise tat sie es, denn wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich mich für eine Brücke entscheiden und die beiden benachbarten gesunden Zähne als Befestigungsmöglichkeit abschleifen und somit opfern lassen müssen.

Also: Zahnziehen fand ich schon nicht so prickelnd, erst recht nicht das Tragen der Prothetik, da es sich um einen Zahn der Frontpartie handelte. Unangenehm also, aber nicht schmerzhaft.

Soweit ich weiß, gibt es aber bei völlig unkomplizierter Sachlage auch die Möglichkeit, die Implantate sofort in die frische Wunde nach dem Ziehen des Zahnes einzubuddeln. War bei mir aber eben nicht drin.

Letzten Dienstag war es also so weit: Ich hatte meinen Implantationstermin! Zur Vorbehandlung habe ich - anders als Libelle - gar nichts bekommen. Kein Beruhigungsmittel, kein prophylaktisches Antibiotikum - gar nix. Es ging ganz normal so los, als hätte ich einen Zahnarzttermin.

Nun wirds ein bisschen fies, aber nur für diejenigen, die ein prima funktionierendes Vorstellungsvermögen haben. D Denn es tat nicht weh, war lediglich unangenehm, so ausgeschrieben hört es sich aber schon schwer nach Horror an ;o))).

Die zu implantierenden Stellen wurden betäubt (okay, die Spritzen muss ich nu echt nicht täglich haben; es waren aber ganz normale Spritzen - weder mehr noch dickere als beim normalen Zahnarztbesuch). Nach einigen Minuten Wirkzeit gings los: Der Knochen wurde freigelegt, indem der Chirurg mit den Skalpell diverse Schnitte durchführte. Die ganze Zeit über wurde das Blut abgesaugt, recht ekelig fand ich trotzdem, dass man doch ganz schön etwas Warmes und Salziges zu schlucken hat *urgs.

Dann wurde erst mit einem kleinen Bohrer ein erstes Loch in den Knochen gebohrt. Mit dem Teil kann der Arzt eben doch genauer arbeiten, als wenn er gleich den Bohrer Stärke 24 auswählt. ;o)
Die Bohrerstärke nahm zu - er wechselte bei mir 3 Mal (verwendete also 4 Stärken). Dann wurde das Implantat (ein ca. 3 cm langer Stift mit einem Gewinde auf einer Seite) eingesetzt. Nach dem "Dübeln" hatte der folgende Schritt dann etwas von Mutternfestziehen, da hierfür eine Art Schlüssel verwendet wird, wie ich sie aus der Autowerkstatt kenne - nur kleiner eben *g. Also so einer, der eine Drehung um ca. 160 Grad ermöglicht und den man dann zurückschiebt ohne neu ansetzen zu müssen (weiß nicht, wie ich das besser erklären soll).

Die Implantate werden - im Gegensatz zu früher - mittlerweile komplett versenkt. Ich dachte, die stünden ein bisschen vor. Aber aus ästhetischen Gründen macht man das wohl nicht mehr, so dass man später den Übergang vom Zahn ins Zahnfleisch überhaupt nicht mehr sieht. Dann wird die ganze Chose noch vernäht (bei mir pro Zahn mit 2 Fäden, jeweils 1 Stich - auch das tut überhaupt nicht weh). Diese Fäden werden dann nach einer Woche gezogen.

Das unangenehmste ist eigentlich das Schneiden mit dem Skalpell, da der Chirurg hier ganz schön Kraft einsetzen muss.. naja, und natürlich das Geräusch, wenn der Bohrer in den Kiefern rödelt.

Dann bekam ich noch eine Lage Dolomo mit - gegen den Wundschmerz, der aber absolut erträglich war. Aber das hängt wohl davon ab, wie empfindlich der Einzelne da ist.

Ich bin übrigens sowohl hin als auch zurück mit dem Auto gefahren (ist bei mir aber auch ein Katzensprung gewesen). Überhaupt kein Problem. Gearbeitet hab ich am Tag X allerdings nicht mehr, sondern hab mich mit Kühlakkus im Bett verlustiert. Kühlen solltest du allerdings wirklich; die Schwellung ist ohnehin schon nicht ohne.
Für den Tag des Eingriffs und den folgenden wird übrigens Flüssignahrung empfohlen, dann noch ein paar Tage passierte Kost. Ich schob allerdings recht heftigen Kohldampf und habe schon am Abend des Eingriffs einseitig ein Wiener Würstchen gelutscht. DDD Okay, ich bin kein gutes Vorbild - geb ich gerne zu.

Am nächsten Tag fühlte ich mich wie nach nem Boxkampf - was aber noch schlimmer war: Ich sah auch so aus. Dicke Backe, als wär ich k.o. gegangen.
Aber das gehört einfach dazu und ist wohl völlig normal.

Je nachdem, welche Stelle betroffen ist, sieht es im Mund heiß aus. Bei mir z. B. so, als hätte ich Blaubeeren gegessen - der Mundinnenraum ist ein einziger Bluterguss. Und der wandert schon und zum Teil auch nach Außen, habe also zur Zeit ca. 2 cm violetten Damenbart und unterm Augen ein Schimmer Violett. Mit einem bisschen Make-up ist das aber gut abzudecken.

Nervig finde ich jetzt nur, wie es weitergeht: Es dauert nämlich weitere 3 Monate, bis das Implantat so fest in den Knochen eingewachsen ist, dass die Behandlung fortgeführt bzw. durch die aufzusetzenden Kronen abgeschlossen werden kann.

Wenn du noch Fragen hast, nur zu. Kannst du auch gerne per Mail machen, das Thema ist ja nicht wirklich fachspezifisch. ;o)))

Viele Grüße
Kirsten
*die hoffentlich bald wieder kraftvoll zubeißen kann*

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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Libelle

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1065
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Hallo Kirsten, das klingt ja ehrlich schlimm. So war es bei mir nicht. Und schon gar nicht hatte ich diverse Blutergüsse und wilde Schwellungen.
Nun, jeder Arzt arbeitet wohl anders.
Dass es bei Dir auch ohne sterilen Raum durchgeführt wurde, halte ich für fahrlässig. Denn geraten Keime in die Wunden, kann es Dir den gesamten Kiefer- und Kopfbereich ... na lassen wir das.
Ich schüttel hier den Kopf...was es alles gibt...
Nix für ungut!
Gruß L.

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
Beiträge: 3372
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... anschaulich du das wieder geschrieben hast.

Hi Kirsten,

bei deinen Schilderungen kommt man sich vor, als würde man gerade JETZT auf dem Zahnarztstuhl sitzen.

Einfach köstlich - wie immer ))

Jetzt hab ich noch gut lachen. Irgendwann blüht mir der "Spaß" auch. Hab zwei Lücken.

Sonnige Grüße
heddix

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
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Hallöle heddix,

also, wenn du Angst hast, komm zu mir. Ich weiß ja jetzt, wie es geht. Das krieg ich bestimmt auch selber hin *Messer, Gabel, Wasserpistole und Schraubendreher bereitlegt* )))

Grüßli
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
Hilfreich: 0

Hallo Libelle,

natürlich hat auch dieser Zahnarzt steril gearbeitet. Sämtliche Instrumente und auch die Implantate waren steril verpackt. Letztere wurden z. B. erst unmittelbar vor dem Einsetzen geöffnet und auch nur mit sterilem Gerät "angefasst". Es war eben nur kein grün getünchter Operationssaal, sondern ein normales und zumindest optisch sauberes Behandlungszimmer eines Zahnarztes.

Hätte ich auch nur den Hauch einer Möglichkeit gewittert, dass hier nicht vernünftig und sauber gearbeitet würde, hätte ich wohl die Flucht ergriffen.

Für mich bist du schon ein kleines Wunder, dass du weder Schwellungen noch Blutergüsse hattest, denn die halte ich bei Mund-OP für normal. Wie viele haben allein schon eine dicke Wange, wenn Ihnen lediglich die Weisheit geraubt wird?!

Der Bluterguss wäre mir vielleicht sogar gar nicht aufgefallen, denn er befindet sich auf der oberen Innenseite der Vorderlippe und eben hinten im Mundraum (da Backenzähne betroffen waren). Aber ich gehöre zu denen, die sich nach einem Angriff alles bis ins Detail angucken müssen. Deshalb habe ich dann mit einem kleinen Spiegel und dem Badezimmerspiegel herumgefuhrwerkt und in jede Ritze meines Schnabels geschaut. Vielleicht hattest du ja welche und hast sie nicht bemerkt. Ich behaupte einfach mal, dass auch so etwas möglich ist.

Zwischenzeitlich musste ich übrigens wegen einer anderen Geschichte am Wochenende noch zum Notzahnarzt. Der macht wohl auch in Implantaten und murmelte quasi im Selbstgespräch zu sich "gute Arbeit" als er die Implis sah. Scheint also so übel nicht gewesen zu sein.

Naja, wie auch immer. Habe schon Vertrauen zu diesem Kiefernchirurgen und glaube, dass er weiß, wie es richtig geht. Mir sind solche lieber, die ihr Handwerk ohne großes Tamtam verrichten als jene, die eine top gestylte Praxis haben, denen aber hinterher die Approbation entzogen wird, weil sie sich an Eingriffe herangewagt haben, ohne auch nur einen Schimmer davon zu verstehen. So einen Fall hatten wir hier in der Gegend nämlich auch. *grusel

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
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nt

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Jennifer

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 35
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hast du oben und unten an einem Tag machen lassen?

Wie teuer ist der Spass ungefähr, übrlege auch ob ich mir 3 Implantate zulege.

Gruß Jen

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