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Trotz Krankmeldung gearbeitet u. dann bekommt man noch einen Anschiss......

Gefrustete

Mitglied seit
29.08.2001
Beiträge: 7
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Hallo, muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.

Ich war im letzten Winter ca. 3 Wochen lang in Behandlung beim Arzt wegen Blasen-/Nieren-/Unterleibserkrankungen. Der Arzt wollte mich damals erst krank schreiben, da ich aber nicht bettlägerig krank war, lies ich mich nur die 1. 3 Tage krank schreiben u. ging dann zur Arbeit, da ja damals zudem auch noch eine Kollegin in Urlaub war. Mein Chef sagte mir damals, wenn ich dann aufgrund dieser Sache nun öfter zum Arzt muss, soll ich dies ruhig während der Arbeitszeit machen (bekam auch gar keine Termine außerhalb, so auf die schnelle). Ich musste immer Ein- u. ausbuchen u. mir dann Arztbesuch eintragen lassen.

Nun erzählte mir der Chef gestern, er sei gerügt worden, weil er mir genehmigt hat, dass ich mir Arztbesuch eintrage (es waren insgesamt 7 Stück mit jeweils ca. 1,5-2 Std. Dauer). Man hätte dies in seiner Freizeit zu tun, nur wenn ich gerade am Arbeitsplatz zusammenbreche, wäre dies ein Arztbesuch während der Arbeitszeit, alles andere wäre planbar. Die Zeit hätte müssen nachgearbeitet werden. Da mein Chef es aber genehmigt hatte, bleibt es diesmal so, aber das nächste Mal........

Bin nun ziemlich gefrustet u. habe mir nun vorgenommen, das nächste Mal lasse ich mich krankschreiben, bis die ärztliche Behandlung abgeschlossen ist. Aber Arbeitgeberfreundlich ist das doch nicht oder?

Ach so: Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass ich in den vergangen 18 Jahren genau 11 Kranktage habe u. noch nie einen Arztbesuch während der Arbeitszeit genommen hatte bis dahin!

Danke fürs zuhören u. vielleicht können mir ja ein paar Leidensgenossinnen berichten, ob das überall so ab geht....... vielleicht gehts mir dann auch wieder besser......

Die Gefrustete

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Britta

Mitglied seit
12.07.2001
Beiträge: 246
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Ich glaube nicht, dass Dein Arbeitgeber recht hat. Die allermeisten Ärzte haben Sprechzeiten zwischen 9:00 und 17:00 Uhr, wie soll denn das gehen?

Du kannst Dir übrigens beim Arzt den Besuch dort bescheinigen lassen, dafür haben die extra Vordrucke. Soweit ich weiß, kannst Du das genau wie eine Krankmeldung einreichen.

Ich lasse mir sowas im Zweifelsfalle auch ausstellen, denn manchmal sitzt man ja auch mit Termin dann noch 2 Stunden rum. Bin aber vom Arbeitgeber noch nie danach gefragt worden. Natürlich mache ich Arztbesuche während der Arbeitszeit auch nur in Ausnahmefällen, also wenn ich krank bin und nicht für eine Impfung oder so. Und wenn ich krank bin, dann KÖNNTE ich mich ja auch krankschreiben lassen, also hat der Arbeitgeber so den besseren Deal gemacht. Das sollte sogar ein Erbsenzähler einsehen.

Wenn alles nichts hilft, dann würde ich mich beim nächsten mal tatsächlich krankschreiben lassen - wenn die das so wollen, mach Ihnen doch die Freude.

Vielleicht weiß jemand einen Link zu einer Arbeitsrecht-Seite?

Gruß. Britta

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Manuela

Mitglied seit
10.08.2007
Beiträge: 249
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So kenne ich das auch! Ist ja auch grundsätzlich in Ordnung, finde ich.

Dass man aber "bestraft" wird, weil man der Firma und den Kollegen gut will, ist aber natürlich richtig ärgerlich. Da muss sich der Arbeitgeber halt nicht wundern, wenn man seine Konsequenzen zieht und beim nächsten Mal eben länger krank geschrieben ist!

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Sally

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 55
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Hallo "Gefrustete",

erstmal: bei uns ist es so geregelt: zum Hausarzt (Blutabnahme, Impfungen, etc.) sowie Kinderarzt, das geht bitte schön auch nach der Arbeitszeit, bzw. geht man einfach eher und opfert dafür Stunden.
Facharztbesuche (wofür früher Überweisungen notwendig waren: HNO-Arzt, Allergologe, etc.) bekommt man bei uns frei: d.h. pro Monat eine bestimmte Anzahl an Stunden, die quasi vom AG bezahlt werden - natürlich gegen Vorlage einer Bescheinigung. Finde ich auch o.k.
Das mit dem Kranksein und Krankschreiben, ja da habe ich auch so meine Erfahrungen gesammelt. Als ich damals krank war (Brech-Durchfall während der Schwangerschaft) sollte ich auf Anraten meines Arztes zwei Wochen zu Hause bleiben. Ich ließ mich aber nur eine Woche krankschreiben. Meine (Ex-)Seniorchefin rief am dritten Tag früh am 08.00 bei mir an und heulte ins Telefon, sie könne das nie und nimmer alleine schaffen (Akkreditive, u.ä.). Also, plichtbewußt wie ich war ging ich ins Büro (halt etwas später, nachdem sich mein Magen und Darm etwas beruhigt hatten), arbeitete mein Zeugs ab und ging (ohne Mittagspause, etc), etwas früher, da ich mich wirklich nicht gut fühlte. Das ging drei Tage lang. Zum Schluss bekam ich am Monatsende meine Stundenabrechnung und mußte feststellen, dass ich während dieser Tage 7 Minusstunden hatte. Aber ich war doch krank?! Ich müsste doch vielmehr 17 Überstunden haben!
Die Antwort: Entweder ist man krank und zu Hause oder fit und dann voll im Büro. Halbkrank gibt's nicht.
Soweit meine Erfahrungen zu diesem Thema.
Also, Kopf hoch und: krank = krank bzw. gesund = fit!
In diesem Sinne,
Sally

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heidi

Mitglied seit
05.04.2011
Beiträge: 183
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Ja, die Erfahrung habe ich in der Vergangenheit auch mal gemacht, war krank, wollte aber wegen Urlaubs einer Kollegin auch nicht fehlen und kam dennoch in die Firma. Arztbesuche habe ich brav vor der Firma gemacht, kam damals dann eben später.

Böse Stimmen sprachen dann von Extrawurst, weil ich ja später kommen durfte (obwohl ich beim Arzt war), anstatt zu wertschätzen, dass ich obwohl es mir nicht gut ging, überhaupt in die Firma kam!

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber war ich noch nicht länger krank, aber ich würde mich nächstes Mal komplett krank schreiben lassen. Ich denke, der Körper und die Psyche können sich dann einfach besser und vollständiger wieder erholen.

Nicht mehr gefrustet sein, zieh einfach deine Lehre draus. Außerdem sehe ich die Haupt"schuld" bei deinem Chef, er hätte sich besser informieren können.

LG aus Hamburg
Heidi

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Gefrustete

Mitglied seit
29.08.2001
Beiträge: 7
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: Hallo, danke für Eure Anteilnahme, ihr habt mir sehr geholfen!

Ich muss es wohl wirklich als Lehre sehen, auch wenn ich selbst es blöd finde - u. mich das nächste Mal wirklich diese Zeit krank schreiben lassen, bis ich wieder gesund bin. Zwar dachte ich damals, o.k., Arbeit lenkt mich ab etc. aber es ist ja wohl dann nicht die feine Art der Arbeitgeber dann im Nachhinein zu sagen, wenn sie da waren, waren sie auch gesund u. haben keine Arztbesuche in der Arbeitszeit zu machen. Bin nur froh, dass ich (nicht wie einige von euch hier berichten) die Zeit nun dennoch "behalten" darf u. nichts abgezogen bekomme, da ja wirklich der Chef diese Falschaussage machte.

Nun denn, allen ein schönes WE u. dass wir hoffentlich alle möglichst immer gesund sind u. uns nicht mit sowas herumschlagen müssen!!!

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Gefrustete

Mitglied seit
29.08.2001
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

:Hallo,

nein, ich hab dein Posting nicht böse aufgefasst, ich denke, du hast recht. Es ärgerte mich nur, dass diese Arztbesuchregel nicht unter "Krank etc." in den Betriebsvereinbarungen steht, sondern versteckt unter sonstiges. Wie gesagt, ich hatte in den 18 Jahren keine Gelegenheit, Erfahrung damit zu machen (gott sei dank nicht).

Nun weiss ich von dieser Regel u. werde dann eben die Krankmeldung für die Zeit in der häufiger Arztbesuche nötig sind wegen einer Erkrankung, eben nicht mehr ablehnen.

Viele Grüße

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Sally

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 55
Hilfreich: 0

Hi Janette,

na Klasse! Erst schleppt man sich zur Arbeit, kriegt dann dafür Minusstunden und ist hinterher noch nicht einmal versichert? Danke für diese Info. Ich weiß auf jeden Fall, wie ich mich das nächste Mal verhalten werde.

Sally.

: Wer trotz Krankschreibung arbeite geht, ist laut meinen Informationen nicht versichert! Dazu muss erst eine "Gesundschreibung" vom Arzt her.

: Gruß
: Janetteh

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