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Telearbeitsplatz ??

Mable

Mitglied seit
26.05.2010
Beiträge: 10
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Hallo,

ich beschäftige mich derzeit damit, meinen Chef zu fragen, ob mein Job als Telearbeitsplatz geeignet ist.

Bevor ich ihn frage, müsste ich einige gute Argumente (nicht nur privater Natur-haben einen Sohn) finden, die ihn davon überzeugen würden.

Kann mir jemand solche Argumente sagen bzw. schreiben?

Vielen Dank Vorab (bin übrigens neu hier)

Mable

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
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Hallo Mable,

leider bin ich quasi auf dem Sprung, deshalb nur ganz kurz:

Isch aabö einen Telearbeitsplatz - zumindest am Nachmittag, spreche also aus Erfahrung.

So, und jetzt möchtest du Vorteile für die Argumentation vor deinem Chef? Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es so gut wie keine gibt. Ich würde Schmu erzählen, wenn ich sagen würde, es sei einfach. Denn es ist alles andere als das. So gut wie alles ist komplizierter, wenn nicht die direkte Ansprache möglich ist. Spontaneität geht flöten, Kontrolle hast du auch kaum.. Aber *räusper* du wolltest ja VORteile:

Also, einzig die Erreichbarkeit bis in den späten Abend hinein eben auch per Mail kannst du gewährleisten. Du kannst auch noch um 23 Uhr Dinge erledigen, die plötzlich anfallen und möglichst gestern noch erledigt werden sollen. Amis - solltet ihr mit denen verbandelt sein - können auch noch spät am Nachmittag anrufen und erreichen trotzdem noch wen. Aber sonst.. hmm.. wie gesagt: eher nüscht!

Ich bin meinem Chef einfach nur dankbar, dass er mich trotzdem so arbeiten lässt. Aber mein Fazit nach gut einem Jahr, das ich jetzt so arbeite: Gerade für das Sekretariat vollkommen ungeeignet!

Sorry, dass meine Antwort nicht erfreulicher ausfällt, aber alles andere wäre Schönrederei. Und das wissen auch die Chefs.

Würde das Pferd also eher andersherum aufzäumen und an sein Verständnis appellieren für eine Mutter, die versucht, Job und Kind unter einen Hut zu kriegen. Schwieriger wird es dann noch, wenn du das bisher geschafft hast. Da musst du schon gravierende Gründe ins Feld führen können, warum du das jetzt nicht mehr kannst.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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Luise

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 264
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Hallo Mable,

ich schließe mich Kirsten an: Vorteile für Deinen Chef hat das eigentlich keine. Ich arbeite, wie Kirsten, auch nachmittags von zu Hause, damit mein Sohn nach der Schule einen Ansprechpartner hat und ich nicht noch nach 17:00 die Hausaufgaben eintreiben muß, was für alle Beteiligten einfach nur Stress wäre.

Bei mir war es damals so (mache das jetzt seit 5 Jahren), dass ich meinen Sohn erst auf einer Ganztagsschule hatte, er dort aber nicht zurecht kam (Privatschule, hat mir den Vertrag gekündigt). Also mußte von jetzt auf gleich eine Lösung her und mein Chef war extrem hilfsbereit und verständnisvoll. Allerdings wußte er sicherlich auch, dass bei mir Familie vor Job gegangen wäre, er mich also verloren hätte; aber ich mußte das niemals auch nur andeuten.

Allerdings muß ich dazusagen, dass ich nicht im Sekretariat arbeite, sondern technische Dokumentation mache. Das heißt, ich habe den halben Tag um hinter den Leuten und Informationen herzurennen, und den anderen halben, um in Ruhe mal was am Stück zu machen, ohne dass jemand dazwischenfunkt.

Auf alle Fälle solltest Du zu Hause einen vernünftigen Arbeitsplatz haben, also ein Büro und nicht einen Schreibtisch im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer. Es ist schwer genug, konsequent am Schreibtisch sitzen zu bleiben, OHNE dass nebenbei Kinderprogramm läuft oder einen die Wäsche dauernd anstarrt.

Liebe Grüße
Luise

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Mable

Mitglied seit
26.05.2010
Beiträge: 10
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Hallo Kirsten,

ich hatte so eine ähnliche Antwort schon befürchtet.

Trotzdem danke für deine Ehrlichkeit.

Werde dies trotzdem mal mit meinem Chef besprechen und versuchen es ihm schmackhaft zu machen. Werde dann hier kurz berichten, ob es genehmigt ist und ob es funktioniert.

Gruß
Mable

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Mable

Mitglied seit
26.05.2010
Beiträge: 10
Hilfreich: 0

Hallo Luise,

danke für die Infos, habe da noch ein paar Fragen an dich:

Arbeitest du denn jeden Tag vormittags im Büro oder hast du auch mal ganze Tage zu Hause oder im Büro?

Ich hatte das so geplant, dass man manchmal ganze Tage zu Hause oder im Büro ist. Dein Sohn ist ja wohl nicht mehr in der Grundschule. Meiner ist ind er 3. Klasse und hat schreckliche Schulzeiten, hoffe das wird dann später etwas besser.

Gruß
Mable

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Luise

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 264
Hilfreich: 0

Hallo Mable,

Mein Sohn ist in der 8. Klasse. Er ist generell sehr selbständig und auch so erzogen worden. Das heißt, ich habe kein Problem, in die Firma zu fahren und ihn zu Hause zu lassen wenn er erkältet ist (nettes Frühstück, Tee und Telefon ans Bett gebracht).

Ich arbeite jeden Tag 5 Stunden in der Firma und 3 Stunden zu Hause; offiziell sagt mein Vertrag, dass ich mindestens 50% der Arbeitszeit in der Firma verbringen soll. Natürlich kommt es auch schonmal vor, dass ich den ganzen Tag in der Firma bin, wenn Nachmittags ein Termin ansteht, oder auch mal ganz zu Hause, wenn Junior SEHR krank ist oder ein Handwerker unbedingt vormittags kommen muß etc., in so Fällen halt, wo man sonst einen halben Tag Urlaub nehmen müßte.

Das Arbeiten von zu Hause erfordert recht viel Disziplin UND Vorbereitung (Daten, Papiere mitnehmen etc). Wenn Du Informationen brauchst und nur per Telefon und Mail agieren kannst, merkst Du ganz schnell, dass das so nicht läuft. Wenn ich dagegen im Türrahmen stehe... Von daher denke ich, mehrere Tage hintereinander von zu Hause, das wird nix, jedenfalls nicht regelmäßig.

Wichtig ist auch, den Kontakt zu den Kollegen nicht zu verlieren. Anfangs bin ich vor der Mittagspause nach Hause gefahren, und hab dann gemerkt, dass ich die Kontakte verliere. Jetzt verbringe ich das Mittagessen mit den Kollegen (Junior isst in der Schule, Göttergatte in der Kantine) und gönne mir anschließend noch eine halbe Stunde mit meinem Sohn, vorausgesetzt ich werd nicht begrüßt mit "ich geh dann mal in mein Zimmer".

Luise

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Lotta

Mitglied seit
17.01.2008
Beiträge: 4
Hilfreich: 0

aber Zeit genug, um Romane zu schreiben. RESPEKT!

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