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Sparpläne der Regierung

Noelle

Mitglied seit
27.02.2013
Beiträge: 2
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Hallo Zusammen,

was haltet Ihr denn von den Plänen unserer Regierung. Langsam komme ich mir vor, wie der Melkesel der Nation (Doppelverdiener ohne Kinder). Schließlich werden von meinen Steuern auch Kindergartenplätze finanziert.

Bin auch gespannt, wie sich der Wegfall der Eigenheimzulage auf die Baukonjunktur auswirkt.

Wäre schön, mal Eure Meinung zu diesem Thema zu hören.

Viele Grüße
Noelle

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heidi

Mitglied seit
05.04.2011
Beiträge: 183
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Hallo Noelle,

da wir in einer Sozialgemeinschaft leben, hilft einer dem anderen - so eben über die Steuern.
Wildfremde Leute haben z.B. unsere Schulausbildung und/oder Kindergartenplatz finanziert...

LG, Heidi

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Susanne

Mitglied seit
09.03.2007
Beiträge: 525
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Hallo Heidi,

du hast recht, wir leben in einer Sozialgemeinschaft. Ich lebe sehr gut, mir geht es gut und ich habe auch überhaupt kein Problem damit, die Rente derjenigen zu zahlen, die dafür gesorgt haben, dass ich "bequemer" leben kann. Trotzdem hat Noelle auch recht, Berufstätige müssen für alles doppelt und dreifach zahlen. Geh doch bitte nur einmal zum Zahnarzt, du bezahlst dich dumm und dämlich! Ich bin allein erziehend = nicht verheiratet mit einem Kind. Die Steuerklasse 2 soll es bald nicht mehr geben. Denn Familien sollen gefördert werden. Ich halte dies für realitätsfremd, denn die heutige Lebensform ist leider nicht mehr nur die Familie. Wir haben die Ökosteuer und jetzt sollen trotzdem die Rentenbeiträge steigen, obwohl ich wahrscheinlich keine ordentlich Rente bekommen werde. Ich denke auch, dass wir gut gemolken werden!

Meine Eltern haben meinen beiden Schwestern und mir auch eine lange und gute Schulbildung und vieles mehr ermöglicht, obwohl es damals nicht viel Kindergeld gab und es sie ein Vermögen gekostet haben muss. Ich denke, man wird Leute nicht dazu bringen können, mehr Kinder in die Welt zu setzen, nur weil es mehr Kindergeld gibt. Dann werden immer die "falschen" Leute mehr Kinder haben.

Gruß

Susanne

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Katrin

Mitglied seit
27.08.2015
Beiträge: 105
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: Hallo Noelle,

ist nun mal so, dass Paare in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft, ohne Kinder Besserverdiener sind. Daher finde ich höhere Abgaben gerechtfertigt.

Die Eigenheimzulage ist doch nun wirklich nicht der ausschlaggebende Punkt, um ein Haus zu bauen, oder?

Und schlecht geht es uns doch nicht!!!

Allerdings, was die Harzkommision vorhat, ist ein dolles Ding. Wer die Methoden der Wolfsburg AG (das ist ja nun mal das Aushängeschild des Herrn Harz) kennt, weiß so ungefähr, was auf uns zukommt. Hohe Arbeitslosenquote hin oder her, lustig wird das nicht.

Gruß

Katrin

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bine

Mitglied seit
11.01.2007
Beiträge: 40
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Guten Morgen!

Grundsätzlich ist das Ziel / Philosophie in Ordnung.

Ich habe jedoch schon mehrmals die Erfahrung gemacht, daß es einige gibt, die das System zu ihren Gunsten auslegen und sehr gut "verdienen". Ich habe in während und nach meiner Ausbildung bei der Bank einige Highlights erlebt. Kunden prahlten sogar damit, daß sie mehr Geld im Vergleich zur arbeitenden Bevölkerung verdienen, wenn sie weiterhin arbeitslos sind...und das finde ich widerum nicht witzig. Oder mein Schwägerin "Bestechungsgeld" zahlen muß, um einen Kindergartenplatz für ihre Tochter zu bekommen.

Wir können leider keine Kinder bekommen und müssen wohl nun damit leben, mit einer 60-Stunden-Woche andere zu finanzieren, die sich ein lockeres Leben auf Staatskosten zum Ziel gemacht haben. Häufig schockierte es mich, wie gewandt die Leute sind...

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tanja

Mitglied seit
24.07.2007
Beiträge: 113
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Liebe Katrin,
ob Doppelverdiener gleich Besserverdiener sein müssen, sei dahin gestellt, kommt auf die ausgeübte Tätigkeit an. Mein Mann und ich sind beide in der Steuerklasse 4 und haben damit höhere Abgaben zu leisten - das sehe ich auch noch ein. Würde ich allerdings weniger Steuern zahlen, könnte ich auch mehr konsumieren, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt.
Deine Einstellung zur Eigenheimzulage lässt eigentlich nur zwei Rückschlüsse zu, dass Du wirklich so viel hast und es Dir ohne die 10.000 bzw. 20.000 Euro noch locker leisten kannst zu bauen, oder Dir in Sachen Eigenheim jegliche Erfahrung fehlt. Viele Familien, die sich die Sache mit dem Eigenheim überlegt haben und wirtschaftlich darauf angewiesen sind, werden sich das nicht mehr leisten können. Gesamtwirtschaftlich gesehen mache ich mir schon große Sorgen, denn es geht uns nicht schlecht, aber wenn man ein halbes Jahr (mittlerweile dann wohl noch mehr) nur für den Staat arbeitet, krankt das System.

Beste Grüße
Tanja

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heidi

Mitglied seit
05.04.2011
Beiträge: 183
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Klar hast du recht, dass wir gemolken werden - wenn ich meinen Bruttoverdienst gegen mein Nettoverdienst stelle, kommen mir auch die Tränen.

Dennoch weiß ich auch, dass ich immer noch netto genug in der Tasche habe, um ein gutes Leben zu führen und mindestens zwei Auslandsreisen im Jahr machen kann.

Wichtig ist auch für mich zu wissen, dass für mich gesorgt wird, wenn ich z.B. arbeitslos werden sollte. Darum bin ich auch gern bereit, die Abgaben für die jetzt arbeitswillen Arbeitslosen zu zahlen.

Das mit der Steuerklasse II wusste ich allerdings nicht. Irgendwie hatte ich noch im Ohr, dass die CDU die Alleinerziehenden überhaupt nicht berücksichtigt und die SPD mehr Formen zur Betreuung während der Arbeitszeit schaffen wollte? Und dann sowas? Ist ja eigentlich auch schon wieder ein Hammer.

Nix für ungut,
LG Heidi

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Kristin

Mitglied seit
27.11.2006
Beiträge: 40
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Kristin

Mitglied seit
27.11.2006
Beiträge: 40
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Hallo,

am problematischsten an den ganzen Einsparungen finde ich, dass ich kein Ziel sehe. Das ist doch ein Fass ohne Boden. Es werden nur wieder notdürftig irgendwelche Löcher gestopft, die gerade am größten sind.
Wenn es eine grundlegende Neuordnung gäbe, würde ich das einsehen, vorübergehend größere Lasten zu tragen. Ich verdiene gut und habe keine Kinder und mir ist schon klar, dass ich zum sogenannten Mittelstand gehöre und damit eigentlich immer mehr bezahle als viele andere. Trotzdem, wenn ich mich so umgucke, glaube ich, es geht mir noch recht gut.
Wie gesagt - könnte ich ein System erkennen bzw. einen Lösungsansatz, der das Thema grundlegend angeht, wäre ich einverstanden.
So aber kann man nur befürchten, dass es so weiter geht. Als nächstes wird dann eben an einer anderen Schraube gedreht und insgesamt auf Vergessen gesetzt.

Kristin

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Britta

Mitglied seit
12.07.2001
Beiträge: 246
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Wenn das Bauen an 20.000 Euro hängt oder scheitert, dann sollte man lieber nicht bauen!! Das ist viel zu riskant, schließlich kann auch mal jemand krank werden.

Die Steuerklasse entscheidet nicht, wieviel Steuern Du zahlst, sondern wie realistisch Deine Vorauszahlungen sind. Die Steuern werden im Lohnsteuerjahresausgleich berechnet und je nach Steuerklasse bekommst du eine Rückzahlung oder mußt nachzahlen.

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