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off topic: Behutsamer Bericht über die tägliche Arbeit ...

LadyM

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10.11.2006
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.... in einem Bestattungsinstitut.

Gerade gefunden auf spiegel.de

http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,405140,00.html

LG, LadyM

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Laura

Mitglied seit
08.11.2006
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dann lieber tippen und Kaffee kochen

nt

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heddix

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16.11.2006
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Hallo LadyM,

ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich derart um die Toten verdient machen. Denn auch Tote haben ein Recht auf respektvollen Umgang ...

Mein Ding wäre es allerdings nicht.

Wenn man das so liest, dann wünscht man sich, dass gerade die Lebenden ebenso respektvoll miteinander umgehen sollten - in allen Lebenslagen.

Nachdenkliche Grüße
heddix

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Chili

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08.11.2006
Beiträge: 3833
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Huhu LadyM,
ich bewundere solche Leute. Leichen sind zwar alltäglich, aber doch nicht soo alltäglich. Zumindest nicht der Umgang. Jeder stirbt und wir alle haben mit solchen Begegenheiten zu tun bzw. zu tun gehabt - aber dieser Schritt ist schon beachtenswert.
Ich glaube, ich würde mich dennoch irgendwie fürchten. Ich kenne diese "Nähe" nicht - sicher kommt daher mein Gefühl.
Ich glaube, wenn ich einen Beruf wählen müsste, der mit toten Menschen zu tun hat, wäre ich gerne so eine Art "Begleiterin". Also jemand, der den lebenden Angehörigen versucht zu helfen.
Ein Glück auf jeden Fall, dass es solche Menschen gibt! Und hoffentlich nehmen alle ihren Beruf so ernst bzw. achten auch die toten Mitmenschen!

Stimmt, heddix, manchmal sollten auch die Lebenden ein bisschen respektvoller miteinander umgehen!
Wie wahr!

Wünsche euch einen schönen Tag und noch viele glückliche Lebensjahre!
Chili

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Suse

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 4595
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Sicherlich habe ich mir bisher über diesen Bereich keine Gedanken gemacht. Aber alleine das Lesen des Berichts läßt mich erahnen, daß ich mit den Gefühlen, die der Azubi beschrieben hat, nicht nicht umgehen könnte. Der Tod ist auch kein Thema, das ich gerne anspreche oder mit dem ich gut umgehen kann. Ich könnte diese Arbeit sehr wahrscheinlich nicht machen und zolle daher den Menschen, die dies so würdevoll tun, großen Respekt.
Und ich stimme auch Heddix zu! Das ist wie mit den Blumen, die man als Lebender so selten erhält, aber als Toter reichlich auf seinem Grab vorfindet.

Suse

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
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vor dem, der eine solche Arbeit verrichtet. Ich glaube, ich könnte das nicht.

Ich wünschte mir, ich hätte eine entspanntere Einstellung zum Tod. Durch solche Berichte kommt meine Angst immer hoch vor dem Tage X, den es für jeden von uns einmal geben wird.

Ich habe absolute Angst davor, bin sonst eigentlich niemand, den leicht etwas erschüttern kann. Aber der Tod.. diese Ungewissheit, ob es ein Danach gibt, und wenn ja, wie das aussieht. Die Vorstellung, was mit dem.. nein, meinem.. Körper dann geschieht. Es ist für mich die absolute Horrorvision.

Sorry, dass ich vom eigentlichen Thema, nämlicher der Arbeit dieses jungen Burschen, abschweife. Aber der Tod - egal wo und in welcher Form er mir begegnet - ist so ziemlich das schlimmste für mich, das es gibt. Kann das überhaupt wer nachvollziehen oder steht ihr alledem relaxter gegenüber?

Ob es wohl hilft, sich mal eingehend mit der Thematik zu befassen, dass es irgendwann mal so weit sein wird? Ich bin diesbezüglich Verdrängungskünstler, es sei denn, bestimmte Momente lassen das nicht zu. Z. B. wenn eine Person stirbt, das muss noch nicht einmal jemand sein, der mir nahe steht. Mich haut es schon um, wenn ich mal wieder von einem Kind höre, das umgebracht wurde. Ich muss es noch nicht mal kennen. Schon der Gedanke daran.. kennt jemand von euch auch so starke Emotionen in dieser Hinsicht? Ich wünschte echt, ich wär da tougher. *seufz

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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Kerry

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08.11.2006
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Hallo Kirsten,

ich kann das gut nachempfinden. Doch der Tod gehört zum Leben. Oder besser das Leben zum Tod?

So ist es aber mit allem in der Natur, es wird geboren, stirbt, der Körper wird der Natur wieder zugeführt und daraus entsteht irgendwann wieder neues (organisches) Leben. Es ist ein ewiger Kreislauf. Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke?

Trotzdem ist auch meine Trauer nicht geringer, wenn ein Familienmitglied, ein Freund oder das Haustier stirbt. Obwohl ich weiß, dass alles - aber auch alles - endlich ist. Und dann wird mir plötzlich wieder die eigene Sterblichkeit bewusst. Mal graust es mich regelrecht und Mal seh ich es ganz gelassen.

Ich würde mir jedenfalls jetzt, wo ich den Artikel gelesen habe, auch oder gerade nach meinem Ableben eine Person wünschen, die so einfühlsam ist. Zum einen, weil ich denke, dass ich auch dann noch eine gehörige Portion Respekt verdient habe. Zum anderen für die Hinterbliebenen.

Nachdenkliche Grüße
Kerry

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Suse

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08.11.2006
Beiträge: 4595
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Ich habe ja schon geschrieben, daß ich mit dem Thema Tod auch nicht so umgehen kann. Kann Dir Deine Gefühle und Gedanken gut nachempfinden. Diese Angst, was ist danach, habe ich auch. Mich entsetzt auch diese Vorstellung, mal nicht mehr da zu sein. Ob das jemanden interessiert? Merkt das jemand? Sollte ich nicht viel verantwortungsbewußter mit meiner Zeit umgehen, wer weiß, wieviel ich davon noch habe? Habe auch schon mal überlegt, für mich selber Bestattungsvorsorge zu betreiben, denn wer weiß schon, ob ich jemanden habe, der sich darum kümmert. Andererseits, kümmert es mich noch, was aus mir wird, ist mir das wichtig wie wo was ich zu was auch immer werde? Diese Fragen "reiten" mich immer wieder. Aber "jung" wie ich bin, will ich mich auch nicht damit auseinander setzen, das macht es so real. Was es ja an sich ist, aber ich nicht so wahrhaben will. (Komische Erklärung, aber vielleicht versteht man es ja trotzdem).
Über den Tod redet man eben nicht so offen, wie über das Leben, die Liebe, den Job.. und daher verursacht das Thema an sich sicherlich auch mehr Unbehagen, als vielleicht sein müßte.

Suse

Suse

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Laura

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 421
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An alle, die hierzu etwas beigetragen haben:

Ich bin erst jetzt dazu gekommen, mir Eure Beiträge durchzulesen und finde es immer wieder toll, wie Ihr Eure Gefühle schriftlich darlegen könnt. (Ihr seht ja, was ich kümmerliches dazu beigetragen habe).

Möchte mich aber auf diesem Wege Euch anschließen.

@Kirsten: Gedanken über meinen Tod habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht gemacht, eher, was wäre, wenn mein Mann sterben würde.

Ich glaube, ich würde verrückt.

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
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denke ich beim Thema meines eigenen Todes völlig egozentrisch. Meine Gedanken kreisen nicht darum, wie andere damit zurecht kommen (eigentlich schlimm, denn Menschen, die einen lieben, leiden ja noch viel mehr als der, der es dann offensichtlich hinter sich hat). Aber so ist es nun mal - vielleicht ändert sich das noch, wenn ich älter werde und in meinem Umfeld zunehmend die Leute sterben, die mein Alter haben.

Andererseits hat man auch keine Gewissheit, dass es nicht vielleicht schon morgen mit einem selber vorbei ist. Als Maßstab legt man da wohl die durchschnittliche Lebenserwartung an - man ist einfach noch nicht an der Reihe. Nur gibt es bei einem Durchschnitt eben auch immer Leute, die nach unten hin ausreißen. Sprich Jüngere. Und trotzdem setze ich mich mit diesem Thema nicht auseinander - ich will es einfach nicht.

Ob es mich interessiert, was mit meinem Körper später passiert.. hmm.. wenn man wüsste, ob es dieses "Danach" gibt, könnte man die Frage wohl eher beantworten. Es macht mir zumindest ein sehr mulmiges Gefühl zu wissen, dass da etwas immer mehr zerfällt, das mal gut durchblutet und frisch war.

Habe eigentlich auch vor, mich verbrennen zu lassen. Für meine Eltern eine Horrorvorstellung, da sie meinen, nur einen Ort der Trauer mit einem Friedhof zu haben, bei dem im Grab ein Körper liegt. Aber so wie ich jetzt schon ein Mensch bin, der nicht gerne auf andere angewiesen ist, möchte ich es nach meinem Tod noch weniger sein. Ich mag nicht Menschen dazu verdonnern, mein Grab pflegen zu müssen. Auf der anderen Seite finde ich es schrecklich, verwahrloste Gräber auf Friedhöfen zu sehen.

Ach, ich hör besser auf. So viele Gedanken zu einem für mich so schrecklichen Thema.

Und das, wo draußen (noch) so herrlich die Sonne scheint.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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