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Ich kann nicht mehr...

Suse

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 4595
Hilfreich: 2

Jetzt sitze ich hier tatsächlich und muß heulen, weil mir alles über den Kopf wächst und ich nicht mehr Herr der Lage bin. Egal ob ich 10 oder 12 Stunden arbeite, ich komme nicht nach.
Meine Arbeit für meinen Chef und die Kollegen macht mir Spaß und ist sowohl anspruchs- als auch verantwortungsvoll. Ich kann nicht sagen woran es liegt, aber seit Wochen hinke ich nur noch hinterher. Weggeben kann ich fast nichts, da vieles nach Chefwunsch nur von mir bearbeitet werden soll, ich seine Bänder gerne selber schreiben möchte, um auf dem Laufenden zu bleiben (da gehen oft wichtige Infos raus, die mir dann wieder in anderen Lagen helfen, sein Telefon klingelt oft und gerne aber die Infos daraus brauche und nutze ich auch.

Andererseits ist Fakt, daß ich Erholung gar nicht mehr merke, so "alle" ist mein Körper und abends habe ich auch keine Möge mehr zu irgendetwas. "Verschlimmert" wird die Lage, daß ich das Gefühl habe, jeder kann ihn mit seinem Kram belatschern aber wenn ich was zu klären habe, darf man mal knurren. Seit 1, 5 Wochen warte ich auf seine Entscheidung für oder gegen ein Seminar, auf das ich gerne gehen möchte. Er findet einfach nicht die Zeit, sich da mal mit zu befassen. So etwas lagert sich dann natürlich auch noch oben drauf bei mir und frustet mich noch mehr.

War auch noch nie bei einem Chef und habe gesagt, ich bin überlastet. Ihr schon mal? Weiß momentan einfach nicht, wie ich es angehen soll.

Danke erstmal für`s Zuhören.

Suse

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Silke

Mitglied seit
24.05.2007
Beiträge: 263
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Hallo Suse,
Was du da schreibst, hört sich nach zu viel Arbeit an. Ich überlege, ob du nicht etwas abgeben kannst oder dass du einfach mal nein sagst. Wenn du neue Abeiten bekommst, sage einfach, dass du keine Zeit dafür hast.
Vielleicht konnte ich dir helfen.
Grüße Silke

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Rena

Mitglied seit
18.07.2008
Beiträge: 135
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Hallo Suse,

zuerst einmal - es ist wirklich sehr wichtig, das persönliche Gespräch mit deinem Chef zu suchen. Er wird dafür Zeit haben, denn DU bist ihm sicherlich sehr wichtig.
Oft denken "wir" ja, mit "unserem Kram" können wir die Chefs jetzt nicht auch noch belasten. Aber das ist falsch.

Auch weiß ich, dass "wir" auch mal "nein" sagen müssen und auch dürfen. Zuerst ist es für manche komisch, aber wird dann doch auch schnell akzeptiert. Wenn du keine Ruhe und Erholung mehr hast, wie willst du dann konzentriert arbeiten können!

Ich hoffe und wünsche dir, dass du mit deinem Chef ein Gespräch führst und du vielleicht doch manche Arbeiten abgeben kannst. "Delegieren" dürfen wir auch, wenns es auch manchmal schwer fällt, Arbeiten abzugeben.

Liebe Grüße und Kopf hoch, das schaffst du schon Rena

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Suse

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 4595
Hilfreich: 2

Natürlich habe ich schon mal versucht, ihn anzusprechen. Ich habe auch die Komplexität dargelegt und daß ich weiß, daß es nicht einfach sein wird, Arbeiten abzutrennen. Leider vermittelt mir mein Chef oft das Gefühl, alles ist wichtig, aber seine Sekretärin kommt schon so durch. Jeder darf ihn mit allem stören, aber mich darf man dann auch mal anmaulen, wenn ich was zu klären habe.

Er drückt sich gerne vor unangenehmen Dinge und sich mit meinen vielen STunden auseinandersetzen zu müssen, hieße ja, jemanden anders gegebenenfalls zu belasten und das könnte ja unangenehm werden...

Er ist auch in einem Moment bereit, Zugeständnisse zu machen, aber wenn ich dann mal eher gehen möchte (wir haben ab 15.00 Uhr Gleitzeit, mein normales Ende liegt aber wesentlich später) bekomme ich Sprüche an den Kopf gedonnert, ob ich nichts zu tun hätte und was hiermit und damit wäre.. Seit letzter Woche warte ich auf die Entscheidung, ob ich auf ein Seminar gehen darf. Dies ist zwar teuer, aber ich verspreche mir viel davon und habe sogar angeboten, durch Streichung von Überstunden etwas dazu beizutragen. Aber er hat einfach keine Zeit, sich damit auseinander zu setzen und das läßt ich mich meine Stellung doch sehr überdenken.

Kurzum, ich denke, so lange ich keine Lösungsvorschläge unterbreiten kann, macht ein Gespräch nicht viel Sinn mit ihm. Nur ich habe derzeit keine, da die Arbeiten so ineinander verzweigt sind, daß ein Entfall das Gebilde beeinträchtigt.

Auf jeden FAll danke für Dein Posting.
Werde Euch auch auf dem Laufenden halten.

Suse

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Silke

Mitglied seit
24.05.2007
Beiträge: 263
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Hallo Suse,

aber ganz kameradschaftlich und höflich!

Am Besten mit einem Verbesserungsvorschlag.

LG
Silke

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Suse

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 4595
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Anna

Mitglied seit
17.04.2012
Beiträge: 228
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hallo Suse,
alle hier versuchten Dir Mut zu machen. Das will ich sicher auch tun, aber anders. Auch ich habe einen Chef, der genau wie Deiner, sich vor unangenehmen Dingen drückt. Oft plaudert er mit mir, hat Zeit und wie ich das Thema auf meine Probleme oder eigentlich öfter auf die von Kollegen bringe, die teilweise vielmehr in Arbeit ersticken, verläßt er fluchtartig den Raum. Unangenehme Dinge zu hören und gar zu regeln, bringt keine Freude. Also umgeht man es solange es geht. Das schein auch Dein Chef hier wunderbar zu praktizieren. Also versuch mal was anderes, so hab ich es geschafft. Ich habe einfach Dinge selbst entschieden, wobei ich oft meine Grenzen überschritten habe, jedoch mit Erstaunen feststellte, dass er es akzeptierte, weil das Problem gelöst war. Mit Deinem Seminar z.B., melde Dich einfach an und teile es ihm mit. Was soll er machen? Dich rauswerfen, sicher nicht. Oder wenn Dir dazu noch der Mut fehlt, dann sag einfach nur, Du hättest Dich angemeldet und warte wie er reagiert. Unter dem Vorwand es wieder zu störnieren wirfst Du die Anmeldunhg in den Papierkorb. Aber vielleicht überrascht er Dich auch und ist nur froh, dass "dieses" Problem nun auch vom Tisch ist. Und die Streichung Deiner Überstunden dafür vergiss mal lieber, sonst kommt er noch auf blöde Ideen. Wichtig ist nur, dass Du Dinge die Du dort lernst, ihm öfter aufzeigst, er soll ja auch das Gefühl haben, dass sein Geld ihm einen Gewinn gebracht hat, also Dich mit neuen Ideen und neuen Energien. Sei selbstbewußt, was Du leistest soll erstmal eine andere machen, oder? Nun kenne ich Dein Alter nicht und möglicherweise ist das auch der Hacken. Ich bin immerhin schon 48, arbeite seit 10 Jahren für meinen jetzigen Chef und kann ihn bestens einschätzen, aber der Weg dahin mußte auch gefunden werden.
Nur Mut
Anna

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Suse

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 4595
Hilfreich: 2

Hallo Anna,

vielen Dank für Dein Posting. Denke schon über Deine Worte nach, vielleicht hast Du Recht, daß ich einfach mehr in die Hand nehmen sollte. Ich bin aber erst seit 1,5 Jahren in dieser Stellung (35 Jahre alt) und vertrete die Ansicht, daß gewisse Dinge vom Chef zu regeln sind und nicht von seiner Sekretärin.
Ich werde das Problem auf jeden Fall angehen, denn mittlerweile sehe ich fast gar kein Land mehr. Aber da er ist wie er ist, werde ich ohne Lösungsvorschlag nicht viel erreichen können und an dem knabbere ich noch. Mal sehen. Auf jeden Fall danke an Dich.

Das Seminar hat er zwischenzeitlich ürbrigens genehmigt.

Suse

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