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Hilfe – Kollegin ist „zu nett“…

Genervte

Mitglied seit
17.11.2004
Beiträge: 6
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Meine Sekretariatskollegin, welche mich bei Krankheits- und Urlaubsabwesenheit vertritt, jagt mich momentan mal wieder die Palme hoch.

Die Dame ist lieb, nett und gefällig – aber meinen Mitarbeitern gegenüber ZU gefällig. So habe ich meine Kollegen dahingehend „getrimmt“, daß sie auch während meiner Anwesenheit recht selbständig sind – z. B. selbst den Techniker anrufen, wenn der PC defekt ist, selbst diverse Laufereien innerhalb der Firma erledigen, auch mal selber Kaffee für Besucher kochen etc.
Meine Kollegin weiß das – und sie weiß auch, dass es prima funktioniert, wenn man die Kollegen ab und an mal dran erinnert, dass einfach bei ihr „Arbeit abkippen“ nicht ist, wenn ich abwesen bin.

Einerseits jammert sie den ganzen Tag herum, wieviel Arbeit sie hat und was sie alles machen muß (kein Wunder – ihre „Jungs“ sind total unselbständig, weil sie ihnen alles abnimmt bzw. erzählt, dass sie dieses-jenes-welches nicht dürfen, weil angeblich nur wir Sekkis das tun dürfen – was übrigens definitiv nicht stimmt).

Andererseits tut-und-macht sie in meinen Abwesenheitszeiten die unmöglichsten Sachen für meine Kollegen, anstatt einmal „nein“ zu sagen und auf die bestehende Regelung zu verweisen… Um hinterher herumzujammern, dass sie ja mal wieder keinen Tag vor 18 Uhr aus dem Büro herausgekommen ist.

Ich habe ihr schon mehrmals freundlich, aber bestimmt meine Meinung dazu gesagt. Geholfen hat es leider nichts. Ihre Antwort ist dann immer, dass sie das bisschen Kleinkram schon noch in ihren Arbeitsalltag eingeschoben kriegt, und dass es ihr ja gaaaar nichts ausmacht, ab und an mal länger zu machen (aber das Gejammere muß trotzdem immer sein&#8230.

Das Übelste an der Sache ist, dass sich meine Kollegen teilweise an ihre Gefälligkeit gewöhnen – und mir dann mit dem Spruch kommen „Frau XXX macht das aber immer für uns, wenn sie nicht da sind…“ – oder sie marschieren gar gleich zu ihr hin.

Es ist echt anstrengend, da ruhig und freundlich zu bleiben…

Was würdet ihr machen?

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Chili

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 3833
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Hello,
du musst ihr auf jeden Fall sagen, dass sie diese und nur diese Aufgaben wahrnimmt. Die Absprache muss eingehalten werden. Schön und gut, wenn sie mehr Zeit aufbringt... aber: wenn sie das nächste Mal wieder jammert, dass sie zuviel zu tun hat, sage ihr, das sei sie selber schuld. Wenn sie A sagt, muss sie auch B sagen.
Vereinbare klipp und klar, was sie machen muss/soll. Und nur das soll sie machen. Hilfsbereitschaft schön und gut, aber wenn das dann als Selbstverständlichkeit eingefordert wird, nee.
Sie vertritt dich und mehr nicht. Genauso wie du sie vermutlich vertrittst und auch deine Aufgaben vorgegeben bekommst.
Wenn die Kollegen kommen und sagen "Frau x macht das aber immer für mich", freundlich lächeln und sagen: Schön für Sie, dann wenden Sie sich bitte dafür auch jetzt an Frau x."
Das wird die Kollegin dann schon nerven, wenn sie zusätzliche Arbeit aus einer anderen Abt. bekommt. Vielleicht wird mancher nur durch Schaden klug...
Uijuijui, heute bin ich gar nicht verständnisvoll. Sorry.
Vielleicht habe ich ein ähnliches Problem?
))
Viel Erfolg!
Chili

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Lina

Mitglied seit
04.09.2001
Beiträge: 77
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Ich vermute, deine Kollegin kann einfach nicht nein sagen. Das ist ein Problem von vielen Frauen. Zudem fühlt sie sich wahrscheinlich noch gefangen in ihrer selbstgewählten Hilfs- und Steigbügelhalterstelle. Oder aber sie ist characterlich darauf gepolt, dass sie zu jedem lieb und nett zu sein hat, dann hat man sie auch lieb. Oder aber sie will sich Liebkind machen, damit sie den Status einer unendberlichen Mitarbeiterin aufrechterhält. Es gibt viele Beweggründe für so ein Verhalten. Die Lösung des Falles liegt meiner Meinung nach nur in der intensiven Recherche nach den Beweggründen für das Verhalten. Oder du verscherzt es dir mit ihr und zwingst ihr deinen Arbeitsstil auf.

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Mausi

Mitglied seit
01.03.2002
Beiträge: 9
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So eine Kollegin hatt ich auch, sie dachte immer, dadurch sei sie überall beliebt und unersetzlich. Aber als es zum Personalabbau kam, war sie ganz schnell dabei, die Chefs fanden diese "Mutti" nämlich gar nicht gut.

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
Beiträge: 3370
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Hallo und guten Morgen,

was für Probleme am frühen Morgen

Hey, schon mal daran gedacht, dass deine Kollegin es vielleicht nur gut meint ... Sie ist wohl - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - einfach nur hilfsbereit. Wenn sie hinterher jammert, dann lass' sie doch - ignoriere es! (weil, sie ist ja selbst "Schuld".

Nach deiner Rückkehr machst du mit deinem Muster weiter - die Kollegen gewöhnen sich auch daran wieder. Oder versuch' es so wie Chili geschrieben hat.

Meine Kollegin und ich wir vertreten uns auch. Wir helfen auch beide wo wir können. Wenn ich/wir keine Zeit haben, weil andere/wichtigere Dinge zu tun sind, dann sagen wir das schon. Ist eine Hilfestellung aber machbar, dann helfen wir auch. Bisher hat noch keiner gemault, wenn ich dann auch mal "nein" gesagt habe, weil sie wissen, dass dann wirklich nichts zu machen ist.

Also, lass' sie ihr Ding machen und mach' du deins.

Kannst du dich damit anfreunden?

Grüße
heddix

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
Beiträge: 3370
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nt

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Kirsten

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1631
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ein bisschen Angst dabei, dass deine Kollegen deine Vertretung bzw. deren Leistung für sie stärker wertschätzen könnten als dich? Für mich klingt schon auch ein bisschen Eifersucht aus deinen Worten - und das meine ich wirklich nicht böse.

Mal ehrlich: Eigentlich sollte es dir doch egal sein, wie sie dich vertritt, solange sie ihr Pensum schafft und das noch in guter Qualität. Lediglich wenn Sachen liegen bleiben, weil sie sich wegen dieser inhaltlichen Ausflüge verzettelt, hättest du in meinen Augen Grund, sie zu kritisieren. Aber nur, weil sie die Kollegen betüddelt?!

Wenn dich das Gejammere nervt, würde ich sie bitten, es dir gegenüber zu unterlassen. Denn jeder ist bekanntlich seines eigenen Glückes Schmied. Und ich glaube schon, dass man es auch so sagen kann, dass die Kollegin es begreift und damit dann wirklich aufhört.

Außerdem gibt es genügend Leute, die durch Gejammere auf ihre Arbeit aufmerksam machen à la "Klappern gehört zum Handwerk!". Aber auch das tut niemandem weh, so what?!

Ich finde immer, dass man einfach auch mal versuchen sollte, andere zu lassen, wie sie nun sind. Warum muss eine Kollegin genauso sein wie man selber? Hat nicht auch sie das Recht, ihr Ding so zu machen, wie sie es möchte?

Ich denke, jeder hat seine eigene Art, seinen Job zu erledigen. Der eine ist z. B. so mit Leib und Seele Sekretärin, dass er sich das Kaffeekochen gar nicht erst von anderen abnehmen lassen will, während der andere es als lästiges Übel und sich dann als Bedienung ansieht. Dass die Kollegen es natürlich schätzen, betüddelt zu werden, steht außer Frage. Aber wenn man dann mit Sprüchen wie "Frau XY macht das aber für uns!" nicht klar kommt, sollte man bei sich selber anfangen und nicht darüber schimpfen, dass andere hier "versauen". Du reagierst hier ja schon entsprechend mit "Dann gehen Sie bitte zu Frau XY, Sie wissen, bei mir läuft das anders!" - fertig. )))

Leben und leben lassen.. warum fällt einem das nur so schwer? Kann mich davon übrigens auch selber nicht immer freisprechen. Aber ich arbeite dran! ;o)

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.

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Kerstin_K

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 378
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Hallo Kirsten,

ich kann Deine Enstellung nicht ganz nachvollziehen.

Wir haben hier auch eien Kollegin, die noch recht jung und super engagiert ist. Das Problem ist nur, dass sie alle Arbeiten an sich reist und teilweise Dinge tut, die wiklich Aufgabe der Manager sind.

Letztes Jahr gab es bei uns eine Umstrukturierung und damit auch neuverteilung der Sekretariatsaufgaben und jetzt haben wir den Salat: Plötzlich wird die Erledigung dieser Manageraufgaben von allen Sekretärinnen erwartet. Einwände werden nur damit abgetan, das die junge Kollegin (als einzige im deutschlandweiten Unternehmen) das ja auch macht.

Ich habe nichts dagegen, einen Manager zu unterstützen und zu entlasten, aber bitte da, wo es sinnvoll ist und nicht da, wo Arbeit abgeladen wird, wewil sie lästig ist.

Kerstin

Viele Grüße aus Hannover

Kerstin

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Libelle

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1065
Hilfreich: 0

So ungewöhnlich es ist, dass man sich deutschlandweit nach einer einzigen Dame zu richten scheint:
Erst jammert immer alles nach qualifizierten Aufgaben, die sonst Chefs vorbehalten sind. Kommen sie dann, ist es auch nicht immer recht.
Vielleicht ist es auch so, dass in anderen Unternehmen schon lange diese Aufgaben von den Sekretärinnen wahrgenommen werden? Es werden bei einer Umstrukturierung ja meistens Manager neu implementiert, die dann eben ihre Erfahrungen um- und durchsetzen.

Und: Warum nicht dem Chef lästige Sachen abnehmen? Wozu ist man denn sonst da als seine Sekretärin/Assistentin/rechte Hand? Oder bin ich da jetzt zu "altmodisch"? Ich nehme meinen Chefs jeden Handgriff ab, der ihnen den Job erleichtert. Jeden. Und wenn es geht, schon vorausschauend.
Gruß Libelle

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
Beiträge: 3370
Hilfreich: 0

Hi,

also, wir schweifen vom Thema ab.

Hier geht es jetzt um Übernahme von Aufgaben durch Sekki, die vorher deren Chefs vorbehalten war.

Solange ich kein spezielles Fachwissen brauche, um meinen Chef effizent zu entlasten, dann tue ich das auch - das ist mein/unser Job!!!!

Würde er allerdings von mir verlangen, dass ich irgendwelche betriebswirtschaftlichen oder sonstige Berechnungen, Auswertung usw. machen soll, wozu mir definitiv die Grundlagen/Fachwissen/Ausbildung fehlen, dann würde ich diese Aufgaben ablehnen.

Meine Meinung.

Grüße
heddix

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