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Bewerbungsunterlagen zurück - mit oder ohne Kommentar?

Anka

Mitglied seit
11.07.2001
Beiträge: 9
Hilfreich: 0

Habe heute wohl meinen "Board-Tag", was ich schon immer mal wissen wollte: Immer wieder flattern uns Bewerbungen ins Haus (wir sind eine Kinder- und Mutter-Kind-Kur Einrichtung), hauptsächlich von Krankenschwestern, Erzieherinnen, Hauswirtschafterinnen etc., die ungefragt oder auch Monate nach einer Stellenausschreibung ihre Unterlagen schicken. Die werden dann meistens mit den üblichen Worten zurückgesandt: vielen dank,blablabla, leider ist die Stelle schon besetzt, blablabla. Manchmal bin ich aber wirklich versucht den Damen zu schreiben, warum sie sowieso nicht für uns in Frage kämen : Wenn eine Lehrerin in ihrem Brief lauter unverbesserte Tippfehler hat, unser Name falsch geschrieben wurde oder die Bewerbung kurzum derartig unter aller ... ist, dass man schon beim lesen der ersten Seite keine Lust mehr hat die Schreiberin auch noch persönlich kennenzulernen. Was hilft es den jungen Damen (manchmal auch ältere..), wenn immer nur Phrasen der Ablehnung zurückkommen, aber niemand schreibt, warum man wirklich lieber auf ein Kennenlernen verzichtet? Gibt es wohl eine höfliche Form, die auf Fehler in der Bewerbung hinweist und die den Bewerbern hilft, statt nur zurechtweisend zu wirken? Versteht ihr was ich meine? Als ich mich vor Jahr und Tag um eine Lehrstelle beworben habe, wäre ich auch froh gewesen den wirklichen Grund einer Ablehnung zu erfahren, statt nur immer das übliche Gewäsch!!!

Anka

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samy

Mitglied seit
08.07.2003
Beiträge: 259
Hilfreich: 0

Hallo Anka,

in einer w@o war mal folgendes Muster:

"... Allerdings könnten Sie Ihre Chancen sicher noch steigern, wenn Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Unterlagen etwas mehr Sorgfalt zeigen."

Diesen Satz finde ich ganz gut. Ich denke mir nämlich auch oft, wenn ich so Bewerbungen auch für eine Sekretärinnen-Position sehe und da sind jede Menge Rechtschreibfehler enthalten oder Zeugnisse fehlen, sind zerknittert etc., die Bewerber sollte man schon auf so etwas hinweisen. Wenn ich mich für solche Positionen bewerbe, ist doch das Aussehen, Stil und Inhalt meiner Bewerbung meine Visitenkarte.

Viele Grüße

Samy

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Rosi

Mitglied seit
28.12.2006
Beiträge: 258
Hilfreich: 0

Ich habe es bei einem jungen Bewerber (Azubi)für eine kaufm. Ausbildung so gemacht. Seine Bewerbung wimmelte von Rechtschreibfehlern usw. Sogar seine Anschrift war auf dem Umschlag unterschiedlich zu der in seinem Brief. Unsere Firma hat er auch falsch geschriben. Diese Bewerbung habe ich mit Korrekturvermerken und einem Brief zurückgeschickt mit der Anmerkung, dass ihm dies vielleicht bei weiteren Bewerbungen dienlich sein könnte, wir aber aus genau diesem Grund kein Interesse haben.
Aber mit einem bisschen Fingerspitzengefühl sollte man schon an die Sache herangehen.
In anderen Postings ist kürzlich angemerkt worden, dass den Absender auch interessiert warum er nicht in Frage kommt. Also das erscheint mir bei sachlichem Hintergrund realtiv einfach (zu wenig Erfahrung, es fehlt die und die Qualifikation, auf die man Wert legt etc.). Bei "schlampigen" Bewerbungen kann man es m. E. auch mit dem erwähnten Fingerspitzengefühl machen.
Allerdings erwarte ich nicht von einem Schlosser oder Gärtner eine perfekte Bewerbung - aber Kaufmann o. ä. schon.
Und eine Lehrerin mit Tippfehlern im Brief würde ich auch für vieles ungeeignet halten.

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