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Abfindung

Anna

Mitglied seit
17.04.2012
Beiträge: 228
Hilfreich: 0

Hallo an alle!
Hin und wieder verfolge ich Eure Beiträge und finde es gut, wie fast allen hier geholfen wird.
Vielleicht sind auch für mich ein paar Tipps drin. Ich bin 43 Jahre alt und seit 17 Jahren in einem großen Unternehmen als Teamassistentin tätig. Da ein Personalabbau bevorsteht, wurde ich befragt, ob ich Interesse an einem Aufhebungsvertrag hätte (kein Zwang!). Meine Frage ist jetzt: Was muss ich beachten, wenn ich darauf eingehe, wie sieht es mit der Sperre beim Arbeitsamt aus und wieviel des Betrages wird vom Arbeitsamt angerechnet. Noch weiss ich nicht wie hoch die Summe sein wird. Evtl. fallen Euch noch andere Dinge ein, die wichtig sind.
Für Eure Antworten wäre ich wirklich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Anna

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sina

Mitglied seit
30.01.2009
Beiträge: 352
Hilfreich: 0

Hallo Sina,

erstmal möchte ich Dir mein Bedauern ausdrücken, daß Dir angeraten wurde, aus Deiner Firma zu gehen.
17 Jahre sind ja eine lange Zeit. Was den Aufhebungsvertrag betrifft und die Weiterzahlung durch das Arbeitsamt, wenn Du eine Abfindung erhälst, kann Dir das Arbeitsamt besser direkt Auskunft darüber geben.
Die Höhe der Abfindung wird sich auch nach der Höhe Deines Gehaltes und den Dienstjahren berechnen. Hast Du da schon mal im Internet geschaut? Es gibt doch diverse Rechtsberatungen.

Alles Gute
Sina

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Juliane

Mitglied seit
23.10.2012
Beiträge: 48
Hilfreich: 0

Hallo Anna!

"43 Jahre alt und seit 17 Jahren in einem großen Unternehmen als Teamassistentin tätig."

Du hast 3 gute Voraussetzungen:
1.) reifes Alter
2.) viele Berufsjahre in ein u. demselben Betrieb.
3.) Top-Position

Anna, überlege es Dir wirklich gut, ob Du das gegen eine Abfindung "sausen" lassen möchtest. - Du bekommst zwar sicherlich eine hohe Abfindung. - Aber mit 43 Jahren, bei dieser wirtschaftlichen Lage einen solche Position zu bekommen, wird schwer.

Falls Du von Deiner Pers.-abt. diesbezüglich wieder in ein Gespräch gebeten wirst, wirkst Du ganz locker dagegen ein.

Solltet Ihr in diesem Gespräch nicht ganz einig werden, kann ich Dir nur empfehlen, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. - In einer solchen Beratung -mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht- geht es lediglich um Deine Interessen u. Ansprüche; das soll ja nicht heissen, dass Du mit Deinem Arbeitgeber im "Klinsch" liegst.

Nach Prüfung von Deinem Arbeitsvertrag, durch den RA, erfährst Du einfach Deine Rechte, die ich Dir auf diese Entfernung leider nicht geben kann.

Ich kann Dir aus persönlichen Erfahrungen nur von einem Abwicklungsvertrag u. dergleichen abraten. - Es ist heute nicht selbstverständlich und wirklich höchst selten, dass jemand 17 Jahre in einem Betrieb tätig ist, darauf kannst Du stolz sein u. Hörner hast Du ja hoffentlich keine.

Mach´s bitte richtig!

Gruß,
Juliane

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Anna

Mitglied seit
17.04.2012
Beiträge: 228
Hilfreich: 0

Hallo Juliane und Sina,
vielen lieben Dank, dass Ihr mir so schnell geantwortet habt.
Ich weiss, dass ich etwas sicheres aufgebe. Es ist so, dass man
mich in keiner Weise loswerden will, sondern auf mich zugekommen ist,
weil ein Umzug bevorsteht (und Personalabbau). Ich gehöre zwar nicht zu den
Härtefällen, hätte aber eine Fahrtstrecke von etwas über 100 km pro Strecke
vor mir. Das kostet natürlich auch viel Geld und Nerven.
Ich bin selbst total unsicher, was ich machen soll. Aber auf alle Fälle werde ich
mich nicht vorschnell festnageln lassen.
Nochmal herzlichen Dank!
Anna

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Juliane

Mitglied seit
23.10.2012
Beiträge: 48
Hilfreich: 0

Hallo Anna,

dann möchte ich meinen Rat doch etwas einschränken.

Auch hier kann ich wieder aus Erfahrung sagen, dass man eine solche Strecke nicht ohne Zimmer am Arbeitsort bestreiten kann.

Falls Du also heimatgebunden bist, was in Deinem Alter ja verständlich ist, dann kann ich nur zu einer Abfindung raten.

LEBEN geht VOR dem job!!!

Gruß,
Juliane

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Claudia

Mitglied seit
13.11.2006
Beiträge: 330
Hilfreich: 0

Hallo,
bei meinem Partner ging es auch um einen Umzug. Da hat die Firma den Aufhebungsvertrag so aufgesetzt, dass ihm auf jeden Fall von Anfang an Arbeitslosengeld zustehen würde, d. h. es ging daraus hervor, dass wegen Umzug und Abbau von Personal der Arbeitnehmer auf jeden Fall zu späterem Zeitpunkt gekündigt werden müsse. Die Abfindung wird dann auch nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Steuerfrei waren 8.000 Euro. Der Rest wird versteuert.

Ich weiß das jetzt halt nur von diesem einen Fall. Würde mich auf jeden Fall noch rechtlich beraten lassen.

Ich wünsche Dir viel Glück, auf das Du die richtige Entscheidung triffst. Gruß Claudia

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Friederike

Mitglied seit
29.04.2003
Beiträge: 6
Hilfreich: 0

Liebe Anna,

ich habe auch vor 1,5 Jahren einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet, da meine Abteilung umstrukturiert wurde und meine Stelle wegfiel. Bin damals 31 Jahre alt gewesen und GF-Assistentin.Ich habe es nicht bereut, denn ich habe pro Beschäftigungsjahr 1 Monatsgehalt bekommen und davon war ein Großteil steuerfrei! Auch hat mir die Firma eine Outplacement-Beratung bezahlt, die mir sehr viel gebracht hat. Ich habe sofort im Anschluß meines letzten Jobs eine neue Stelle gefunden, war 3 Monate frei gestellt, diese horrende Abfindung kassiert und es hat mir auch karrieremäßig nicht geschadet, da es in der jetztigen Zeit kein Makel ist, seine Stelle zu verlieren.

Einige Kollegen, die diesen Vertrag damals nicht unterzeichnet hatten, mussten übrigens dann per Kündigung des AG die Firma verlassen und die Stimmung im Unternehmen war extrem angespannt.

Ich kann Dir dies also nur empfehlen, vielleicht kannst Du auch eine Outplacement Beratung in Deinen Abwicklungsvertrag mitverhandeln?

Liebe Grüße und Kopf hoch!
Friederike

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Anna

Mitglied seit
17.04.2012
Beiträge: 228
Hilfreich: 0

Hallo!
Durch Eure verschiedene Antworten habt Ihr mir sehr geholfen. Noch habe ich kein konkretes Angebot; aber jetzt doch einige Anhaltspunkte.
Lieben Dank !
Anna

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